Zurück auf’s Festland

Der letzte Tag, oder vielmehr die letzten 36 Stunden meiner Reise waren ziemlich heftig.

Fangen wir aber mit dem Morgen an, der ehrlich gesagt ziemlich mies war.

Ich packte meine Ausrüstung ein und machte mich auf den Weg zur Fähre um die dänischen Inseln zu verlassen und aufs Festland zurückzukehren.

Kurz nach 10 legte die Fähre von Bøjden ab und wir ließen die Insel Fünen hinter uns.

Nach ungefähr einer Stunde fährt über den Lillebælt legte die Fähre in Fynshav an und ich startete den letzten Teil meiner Reise.

Der erste Teil der Etappe war eine ziemliche Tortur. Es ging nur noch bergauf.

Zwar ging es auch irgendwann wieder bergab, aber danach meistens direkt wieder aufwärts.

Nachdem ich diese erste Hürde überwunden hatte, wurde es ein wenig besser…

…und ich erreichte meinen ersten großen Zwischenstopp Sønderburg.

Auf der Fahrt Richtung Zentrum kam ich an den Werken eines recht begabten Streetart Künstlers vorbei.

In der Stadt selbst lag ein schönes altes Segelschiff vor Anker.

Da ich aber auf der Durchreise war, hielt ich mich nicht lange in der Stadt auf und verließ diese über die Brücke, welche die Insel Alsen sowie Sønderborg vom Festland trennt.

Wieder zurück auf der Strecke kam ich an einer beeindruckenden Windmühle vorbei…

…und hatte hier und da auch wieder schöne Abfahrten.

Anscheinend kam ich wieder einmal viel zu schnell voran und hatte bereits gegen 15 Uhr Gåsten erreicht wo ich eigentlich den Zeltplatz aufsuchen wollte.

Da ich aber noch genug Zeit hatte und Kruså, ein weiterer Zeltplatz auf meiner Tour, nur 17 km entfernt war…

…entschloss ich mich dazu einfach weiter zu fahren.

Ich rollte also meinen Weg entlang…

…bis plötzlich Flensburg am Horizont zu erkennen war.

Da ich ja ein unglaubliches Tier bin 😂😂😂, dachte ich mir „komm zieh’s doch einfach durch!“.

Als ich Kollund, die letzte dänische Stadt vor der Grenze, erreichte…

…erinnerte ich mich an die Erzählung eines Camping-Nachbars über einen alten Schmugglerpfad, der über die Grenze nach Deutschland führt.

Der Pfad war leicht zu finden und führte direkt in den Wald.

Kaum hatte ich den Wald betreten wusste ich „Ich kann hier nicht bleiben, das ist Fledermauswald“. 😄😎

Dennoch führte mich der Weg immer weiter in den Wald. Über alte Holzbrücken…

…und schmale Pfade.

Obwohl es sehr anstrengend war über einen solchen Pfad zu wandern hatte es doch etwas gutes. Denn kaum hatte ich den Wald betreten fing es an heftig zu regnen. Doch dank den Bäumen blieb ich relativ trocken.

Hin und wieder konnte ich auch Flensburg durch die Bäume hindurch erkennen.

Nach einiger Zeit lichtete sich der Wald…

…und ich kam an einer kleinen Brücke vorbei, von den ich annehme, dass sie die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland darstellt.

Nicht weit hinter der Grenze erreichte ich dann auch schon Flensburg…

…und machte mich direkt auf den weg zum Bahnhof.

Ich hatte Glück und musste hier nicht lange auf den Zug nach Hamburg warten.

Nach zwei Stunden fahrt durch den Sonnenuntergang…

…erreichte ich dann gegen halb 10 den Hamburger Hauptbahnhof.

Von hier aus nahm ich dann den ersten ICE und fuhr durch die Nacht in Richtung Heimat.

Erschöpft aber glücklich erreichte ich dann am Vormittag endlich Stuttgart wo meine Reise somit endete.

Bøjden

Bereits als ich wach wurde wusste ich, irgendwas ist anders als sonst.

Es dauerte nicht lange bis es mir auffiel. Es schien keine Sonne und es war kalt.

Zum Glück regnete es nicht als ich mich auf den Weg machte. Doch der Himmel war nicht mehr als eine graue Wand.

Wenige Kilometer weiter, als ich die Brücke über den Svendborg Sund überquerte, riss der Himmel aber auch schon wieder auf.

Nach einer kleinen Stärkung in Svendborg machte ich mich auf den Weg in Richtung Bøjden.

Die heutige Route war zwar sehr abwechslungsreich…

…dafür ging es aber auch ständig bergauf und bergab, wobei letzteres nicht das Problem war 😉

Es war immer das, was am Ende einer Abfahrt auf mich zu kam, was es so anstrengend machte.

Trotz des ständig wechslenden Wetters legte ich einen kleinen Umweg ein um eine Kirche aus der Nähe zu sehen, die mir schon von weitem sehr aufgefallen war.

Nach dem kleinen Exkurs machte ich mich wieder auf den Weg zum Campingplatz…

…den ich dann auch schon kurze Zeit später ereichte.

Hier werde ich heute den Abend verbringen und mich auf das immer näher kommende Ende meiner Reise vorbereiten.

Svendborg

Der heutige Tag war sehr schön. Die Strecke war abwechslungsreich und auch etwas kürzer als die letzten Tage. Zwar war der Himmel recht bewölkt, aber das Wetter hielt und die Sonne sorgte auch durch die Wolkenschicht für warme Temperaturen.

So, jetzt aber erstmal etwas erfreuliches.

Sieht mein Brett nicht unglaublich geil aus?! 😎

Und nun auch etwas unerfreuliches.
Die Gopro-Hülle scheint nicht dauerfest ausgelegt worden zu sein. 😠

Sollte ich keinen Ersatz finden hat sich das mit dem „Videos machen“ damit erledigt.

Jetzt aber zurück zum heutigen Tag.

Nachdem ich meine Ausrüstung zusammengepackt hatte musste ich auch schon los.

Ich hatte noch ungefähr zehn Kilometer bis zur Fähre vor mir. Und die hat einen festen Fahrplan.
Also hieß es durchziehen.

Ich verließ also Nakskov in Richtung Tårs…

…und hielt erst an als ich die Fähre erreicht hatte. (Gerade noch rechtzeitig 😅)

Wie verließen also Tårs…

…und überquerten den Langelandsbælt…

…um ungefähr eine Stunde später in Spodsbjerg auf der Insel Langeland anzulegen.

Von dort aus machte ich mich auf den Weg Langeland zu durchqueren.

Dieser Teil der heutigen Etappe führte abseits von den Hauptstraßen über kleine beschauliche Feldwege…

…bis hin zur Brücke die auf die nächste Insel Tåsinge führte.

Ich überquerte die Brücke und ließ Langeland hinter mir.

Von der Brücke ging es eine gewaltige Abfahrt hinab, die ich leider aus oben genanntem Grund nicht filmen konnte.

Unten angekommen ging es dann über die altbekannten Radwege…

…über eine weiter Brücke…

…und wieder über Radwege bis nach Svendborg.

Dort erreichte ich dann auch das Ziel der heutigen Etappe, den Svendborg Sund Campingplatz.

Hier werde den Abend am Svendborg Sund ausklingen lassen.

Morgen werde ich dann auch die Insel Tåsinge verlassen und nach Fünen übersetzen um nach Bøjden in der Nähe von Faaborg zu gelangen. 

Nakskov

Heute wollte ich ausschlafen und bin daher ein wenig später als die Tage zuvor los gekommen.

Macht aber nix, hab ja Urlaub. 😛

Meine Route führte mich heute quer über die Insel Lolland und größtenteils vorbei an Feldern.

Gelegentlich wurde diese ländliche Edylle von kurzen Passagen durch den Wald unterbrochen.

Heute fiel auf, dass die Dänen sonntags gerne ihre Oldtimer spazieren fahren. Und so begegneten mir einige sehr schöne alte Fahrzeuge.

Nach ein paar Stunden über Landstraßen…

… und Radwege…

…kam ich dann auf halber Strecke in der Stadt Maribo an und gönnte mir erstmal was zu essen.

Nach dieser Pause ging es wieder zurück auf die Strecke. Ich kam zwar bisher sehr schnell voran, hatte aber noch einige Kilometer vor mir.

Und so fuhr ich wieder über Landstraßen…

…durch kleine Wäldchen…

…über Radwege…

…und wer hätte es gedach, wieder über Landstraßen.

Als die Motivation schon so langsam am Nullpunkt aufschlug, erreichte ich schließlich das Meer…

…und endlich auch mein heutiges Ziel.

Nachdem ich mein Lager aufgebaut hatte, hieß es Essen kochen und Karte studieren.

Da ich die heutige Etappe sehr schnell bewältigen konnte, hatte ich sogar noch etwas Zeit um am hiesigen Strand baden zu gehen.

Morgen geht es dann mit der Fähre über den Langelandsbælt und dann mit dem Brett weiter nach Svendborg.

Heute Abend genieße ich aber erst noch den Sonnenuntergang am Strand.

Guldborg

Die heutige Etappe war zwar eine der längsten meiner Tour, aber die bis jetzt Beste und Abwechslungsreichste.

Es fing gleich heute morgen an. Ich wurde gegen 7 Uhr wach, da die Sonne einen Backofen aus meinem Zelt machte.

Es blieb mir also nichts anderes übrig als mein zeug zu packen und weiter zu ziehen.

Kaum vom Campingplatz runter, führte mich mein Navi auf einen sehr abenteuerlichen Pfad.

Aber zumindest war ich immer nahe am Wasser. 😄

Es dauerte eine ganze Weile bis ich wieder eine befestigte Straße zu sehen bekam.

Doch dann wechselten sich Radweg und Landstraße immer wieder ab.

Hier gab es ein paar richtig gute Abfahrten. Die habe ich aber hauptsächlich mit der Gopro aufgenommen. (Ich muss unbedingt ein Video daraus machen)

Auch heute ging es wieder ein kurzes Stück durch den Wald.

Kurz daurauf kam dann das Highlight der heutigen Etappe. Die Brücke über den Storstrømmen.

Das letzte Stück bis zum Campingplatz zog sich leider sehr. 

Es ging nur noch geradeaus. Mal bergauf, mal bergab, aber immer nur geradeaus.

Die Zielgerade markierte die Brücke über den Guldborgsund…

…von wo aus es nur noch ein Katzensprung bis zum Zeltplatz war.

Morgen werde ich ich die Insel Lolland nach Westen durchqueren und in der Nähe von Nakskov mein Lager aufschlagen.

Feddet

Früh am Morgen, die Uhr zeigte noch einstellige Ziffern an, wurde ich wach.

Es zog mich zurück auf die Piste.

Schon nach kurzer Zeit hatte ich dann das Meer an meiner linken Seite.

Die heutige Route war im Gegensatz zu Gestern sehr abwechslungsreich. Es ging bergauf und bergab, also war Brettwandern angesagt.

Die Strecke führte mich hier und da an alten Kirchen…

…und einem Kloster vorbei.

Ich fuhr den ganzen Tag bei Sonnenschein (gaaanz mieser Sonnenbrand 😂) und strahlend blauem Himmel.

Ein kurzes Stück durch einen Wald brachte eine angenehme Abkühlung.

An einer kleinen Lichtung mit Meerblick legte ich dann eine Pause ein um für den Endspurt ein wenig Kraft zu sammeln.

Gegen Nachmittag hatte ich dann mein Ziel erreicht.

Kurzerhand hatte ich mein Zelt aufgebaut und entdeckte einen kleinen Pfad…

…der mich direkt zum Strand führte, wo ich heute den Abend ausklingen lassen werde.

Gestern Abend hatte ich noch Sorgen, dass ich Muskelkater bekommen könnte, da ich dieses Jahr kein Training vor der Tour eingelegt hatte.

Aber keine Spur davon. Hoffentlich bleibt das auch so.

Morgen geht’s dann weiter nach Nørre Alslev auf der Insel Lolland.

Køge

Heute morgen machte ich mich direkt nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung Køge.

Meine Route führte mich schnell aus der Stadt heraus und durch die Vororte von Kopenhagen.

Vorbei an ein paar Siedlungen am Rand der Großstadt…

…und schließlich raus zur Landstraße.

Die heutige Stecke war an sich wenig aufregend.

Dafür aber mit dem perfekten Radweg ausgestattet.

Am späten Nachmittag erreichte ich dann mein Ziel für diesen Tag.

Ich baute mein Zelt auf…

…und machte mir erstmal etwas zu essen.

Heute Nacht probiere ich zum ersten mal mein neues Bett aus. Bin gespannt wie sich’s darauf schläft.

Noch was zum Schluss. Das hier habe ich in Kopenhagen entdeckt.

Ob die wohl an neuen Biersorten forschen? 😂

Wenn einer eine Reise tut…

Heute morgen ging’s nun endlich los.

In aller Frühe startete mein Flug in Richtung Kopenhagen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Berlin erreichte ich am Vormittag Kopenhagen.

Nachdem ich mich zunächst im Hotel breit gemacht und mein schweres Gepäck abgelegt hatte, machte ich mich auf den Weg um mich mit Proviant für die nächsten Tage einzudecken.
Die extra Verkehrsführung für Fahrräder fasziniert mich jedes mal. 

Man kommt unglaublich schnell voran und hat sich mit keinerlei Staus (die hier nicht zu existieren scheinen) oder ähnlichem auseinander zu setzen.

Im Anschluss an die „Shopping-Tour“ rollte ich noch ein wenig durch die Stadt und sah mir ein paar Ecken an die ich letztes Jahr ausgelassen hatte.

Ich sah mit die Statue der kleinen Meerjungfrau an…

…fuhr weiter zur Kastellet Festung…

… und sah mir Amalienborg und die Frederikskirche an.

Natürlich durfte auch ein Besuch in der Freistadt Christiania am Abend nicht fehlen.

Morgen geht es dann auf zur ersten Etappe nach Køge. Bin schon mega gespannt auf die Strecke.

Bald geht´s los

Es ist mal wieder soweit,

ich muss raus, auf´s Brett und weit weit weg rollen.

Dieses Jahr zieht es mich nach Dänemark.
Ich starte meine Tour in Kopenhagen und fahre von dort aus bis nach Flensburg.Die genaue Route könnt ihr unter Routen -> Dänemark nachlesen.

Neue Rollen sind auch schon drauf (voll die Walzen :D)…

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…natürlich vom lokalen Longboard-Shop Kollektiv-Sports.

Bin gespannt wie die Neuen sich über längere Distanz fahren.

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Sachen sind fertig gepackt – also kann´s morgen früh endlich losgehen.