Lauwersoog

Gestern Abend kam ich noch ins Gespräch mit einem 70 jährigen Mann, der sein Zelt neben meinem aufgeschlagen hatte. Er erzählte mir dass er gerade dabei ist, mit dem Rad einmal um Holland herum zu fahren und wir unterhielten uns noch ein wenig über das Leben und die Erfahrungen bei so einer Tour. 

Ich hätte ihm heute morgen noch gerne eine gute Reise gewünscht, doch als ich wach wurde sah ich,  dass er bereits aufgebrochen war, denn der Platz an dem sein Zelt stand war leer. 

Also machte ich mich auch daran meine Ausrüstung zusammen zu packen… 

…und brach kurze Zeit später auf. 

Auf meinem Weg kam ich wiedermal an Kirchen vorbei… 

…sah Windmühlen… 

…fuhr zwischendurch über echt eklige Betonplatten… 

…aber auch über ausgezeichnete Radwege… 

…sah noch mehr Windmühlen…

…und dann dieses abgefahrene Vehikel. 

Ich hab nicht die geringste Ahnung was es darstellen soll, aber ich vermute hier bereitet sich jemand auf die Zombie-Apokalypse oder ein Mad-Max-Szenario vor. 

Ab hier begann dann der zähe Teil der heutigen Etappe. 

Über anfangs regelrechte Fahrradautobahnen, führte mich mein Weg…

…weiter über schmale Pfade… 

…hinaus auf’s Land. 

Die einzige Abwechslung innerhalb von Stunden war eine hölzerne Brücke die mitten zwischen den Feldern über einen kleinen Bach führte. 

Ich folgte der Route solange durch die Ackerlandschaft… 

…bis ich dann endlich wieder den Deich neben mir hatte, der das nahe Ende der Etappe ankündigte. 

Die letzten Kilometer fühlten sich quälend lang an bis ich dann endlich Lauwersoog… 

…und den dortigen Campingplatz erreichte…

…wo mir gleich einmal ein paar Vorschläge gemacht wurden,  wo ich denn sonst noch so einmal hinreisen könnte. 

Ich stellte also erst einmal mein Zelt auf… 

…und machte mich dann auf,  um ein wenig Zeit am Meer zu verbringen. 

Nachdem ich etwas später dann gegessen hatte, lag ich noch ein wenig im Zelt herum um den Nachmittag zu genießen…

…bevor ich dann am Abend zum Strand zurückkehrte um mir noch den Sonnenuntergang zum Abschluss des Tages anzusehen. 

Heute war bereits der zehnte Tag meiner Reise und ich kann es gar nicht so richtig fassen, dass ich bereits so lange unterwegs bin. 

Ab heute kann ich die Tage die ich noch unterwegs sein werde an einer Hand abzählen.