Heute Nacht regnete es ab vier Uhr ununterbrochen, was die Nacht ein wenig ungemütlich machte.
Am Morgen nutzte ich dann einen der kurzen trockenen Momente um mein Zelt abzubauen und die Ausrüstung zusammen zu packen und machte mich dann auf den Weg zum nächsten Etappenziel.
Leider war heute wieder Wandern angesagt, denn der heftige Gegenwind machte es unmöglich mit dem Brett voran zu kommen.
Unterwegs kam ich an einem selbstgebauten Rennwagen vorbei, der wohl für Rennen gebaut wurde bei denen es etwas rauher zu geht…
…wie man dem letzten Wagen ansehen konnte.
Eine kleine Aufmunterung zwischendurch gab es dann auch noch.
Nämlich ein Dorf mit einem Namen zusammengesetzt aus zwei wunderbaren Dingen 😁
Das Dörfchen war wirklich winzig und ausser einer Windmühle gab es nicht wirklich viel zu sehen.
Danach ging es weiter am Deich entlang. Leider immernoch laufend zu Fuß, da der Wind nicht nachlassen wollte.
Auf halber Strecke zu meinem Zwischenstopp in Harlingen stand auf einer Schaafsweide eine Statue eines Mannes der wohl zum Fische verkaufen geht. Macht meiner Meinung nach auf einer Schaafsweide nicht viel Sinn, hat aber wahrscheinlich etwas mit der Nähe zum Deich und der dahinter liegenden Nordsee zu tun.
Ich wanderte weiter auf meinem Weg entlang bis ich dann schließlich Harlingen erreichte und mir erstmal etwas zu Essen organisierte.
Frisch gestärkt unternahm ich dann eine kleine Tour durch die Stadt…
…um mir Leuchttürme…
…die Statue „Stenen Man“…
…und natürlich wieder alte Kirchen anzusehen.
Außerdem gab es überall quer durch die Stadt kleine Kanäle, die mich sofort an die Grachten in Amsterdam erinnerten.
Ich verließ dann ein wenig später Harlingen um mich wieder auf den Weg zu meinem heutigen Lagerplatz zu machen…
…und kam dabei an diesem Schild vorbei, dass mir mitteilte, dass es keine 100 km mehr bis zu meinem Ziel sind.
Auf dem Weg zum Zeltplatz wagte ich einen kurzen Blick über den Deich, hielt es aber wegen des heftigen Windes nur wenige Minuten dort oben aus.
Danach ging es weiter zum Zeltplatz…
…wo ich mein Zelt im Schutz vor dem Wind hinter einer Hecke aufstellen.
Leider geht es meinen Gelenken durch den langen Wandertag zunehmend schlechter. Und morgen heißt es auch wieder Zähne zusammen beißen, denn es geht über den 32 Kilometer langen Afsluitdijk, wo ich wohl wieder mit heftigem Gegenwind rechnen muss.
Aber es gibt auch einen Silberstreif am Horizont, denn das Ziel rückt immer näher und ich werde in drei Tagen in Amsterdam angekommen sein.
Und dazu wird jetzt meine Ausrüstung auch noch ein wenig leichter, denn diese Jungs hier haben ausgedient.


















