Der Wind der letzte Nacht durch die Bäume fegte klang von meinem Zelt aus wir die Brandung am Meer und ließ mich kurzzeitig vergessen dass ich in meinem Schlafsack auf einer Wiese hinter einer Hecke lag.
Gegen fünf Uhr war es dann aber vorbei mit der Idylle, denn es begann zu regnen und hörte erst wieder kurz vor meiner Abreise auf.
Als ich dann aber nach ein paar Kilometern den Afsluitdijk erreichte, klarte das Wetter auf und die Sonne kam wieder heraus.
Kurz bevor es richtig auf den Deich ging musste ich erst noch an ein einer Schleuse warten…
…bis ein paar Schiffe den Weg gekreuzt hatten.
Leider ging es danach wiedermal nur wandernd weiter. Zwar hatte der Wind im Vergleich zu gestern etwas nachgelassen, aber von einer leichten Brise konnte immer noch nicht die Rede sein.
Es war eine echte Kraftanstrengung um gegen den Wind anzukämpfen und so musste ich mein Brett tragen und zu Fuß weitergehen.
Zwischendurch packte mich immer mal wieder die Neugier und ich musste auf den Deich klettern um mir beide Seiten anzusehen.
Dort oben fegte aber dermaßen der Wind drüber, so dass ich den Anblick nicht lange genießen konnte und mich wieder zurück auf den Weg machen musste.
Nachdem ich einige Kilometer hinter mich gebracht hatte, kam ich an der statue des „Steenzetter“ vorbei, einem Monument zur Erinnerung an den Bau des Damms.
Gleich daneben war dann auch die Statue von Cornelis Lely, dem Ingenieur dessen Idee es war diesen Damm zu bauen.
Nach einer Sturmflut 1916 wurden seine Pläne einen Damm bauen um die dahinterliegenden Küstenabschnitte zu schützen aufgegriffen und 1926 in die Tat umgesetzt.
Der dadurch geschaffene Binnensee, der früher natürlich Salzwasser beinhaltete, ist heute zum Süßwassersee geworden.
Über die späteren Jahre begannen mehrere Landgewinnungsprojekte aus denen auch der Flughafen Schiphol in Amsterdam hervorging.
Der Bau des Damms ging von 1926 – 1932 und so konnte Lely, der 1929 verstarb die Fertigstellung leider nicht mehr miterleben.
Nach der kurzen Unterbrechung machte ich mich wieder auf den Weg und erreichte ein wenig später dann endlich Nord-Holland…
…und damit das Ende des Deichs.
Nach über acht Stunden auf Tour und leider der wenigsten Zeit davon auf vier Rollen, habe ich endlich den Deich hinter mir gelassen und begebe mich nun mit schmerzenden Füßen zu meiner heutigen Unterkunft.
Das Ziel meiner Reise rückt nun näher und näher.











