D-Day

Heute war also der letzte Tag der Reise und wir verbrachten ihn damit, uns all die historischen Orte dieser für die europäische Geschichte wichtigen Region einmal live anzusehen.

So sahen uns wir einmal einen Bunker des Atlantikwalls von innen an…

…um zu erfahren was sich hinter diesen meterdicken Betonmauern verbirgt.

Natürlich durfte auch ein Besuch im Museum nicht fehlen um die Geschichte der Landung der alliierten Truppen in der Normandie näher kennenzulernen.

Danach ging es dann an den wohl wichtigsten und wohl auch bekanntesten Ort der Region.

Es ging nach Omaha Beach.

Den Strand an dem am 6. Juni 1944 ca 35.000 amerikanische Soldaten während der Operation Overlord landeten.

Weiter ging es dann an den Pointe du Hoc…

…und weiter zu den gewaltigen Kanonen der Küstenbatterie bei Longues-sur-Mer.

Zum Schluss fuhren wir dann weiter nach Arromanche-les-Bains, wo sich die Überreste des künstlichen Hafens Mulberry B, der von den Alliierten errichtet wurde um militärisches schweres Material an Land zu schaffen, heute noch als Denkmal in der gesamten Bucht befinden.

Alles in allem war der heutige Tag gefüllt mit bewegenden Eindrücken aus der europäischen Geschichte, aber dennoch ein gelungenes Ende der diesjährigen Reise.

Caen

Heute kam alles ein wenig anders als ursprünglich geplant.

Fangen wir aber vorne an.

Nach der letzten Nacht die ein wenig was von Wildcamping hatte ging es am Vormittag los.

Ich ließ mich diesmal aber den Berg nach oben bringen bevor ich wieder aufs Brett stieg.

Die Strecke war heute relativ eintönig.

Es ging hauptsächlich über Feldwege…

…oder Landstraßen…

…bis nach Le Havre.

Hier traf ich mich mit meiner Freundin und wir sahen uns erst noch ein wenig in der Stadt um.

Hier gab es neben Kirchen…

…mit absurd hohen Türmen…

…Statuen…

…und Containerkunst…

…sogar ein UFO in einem Park zu sehen.

Dazu fiel uns noch auf, dass überall in der Stadt verteilt dieses kleine Männchen auf alle möglichen Oberflächen gesprüht ist.

Da wir relativ viel Zeit in Le Havre verbracht hatten, entschieden wir uns dazu, den restlichen Weg bis zum geplanten Campingplatz mit unserem Bus zurück zu legen.

Ob das wirklich eine Zeitersparnis war sei mal dahingestellt…

Schlussendlich haben wir es dann doch noch ganz gut durch den Stau geschafft und die Schrägseilhängebrücke „Pont de Normandie“ überquert.

Danach wurden unsere Pläne aber etwas über den Haufen geworfen.

Denn wie bereits am Tag zuvor war der von uns angepeilte Platz restlos ausgebucht.

Und nicht nur dieser, die ganze Umgebung war komplett zugeparkt.

In der ganzen Umgebung war heute auch wieder ungewöhnlich viel los.

Also mussten wir kurzerhand umdisponieren und entschieden uns dazu, einfach die nächste Etappe zu überspringen und direkt nach Caen weiter zu fahren und dort einfach in ein Hotel zu gehen.

So fuhren wir also immer an der Küste entlang von Örtchen zu Örtchen…

…und vorbei an interessanten Grünanlagen…

…bis wir dann schließlich unser Hotel in Caen erreichten.

Nachdem wir ausgepackt und geduscht hatten, ging es noch ab in die Stadt auf eine kleine Erkundungstour.

Wir wanderten zum Château de Caen…

…in dem eine kleine Kirche steht…

…und von dem aus man einen Blick von oben über die Stadt werfen kann.

Nach einem kurzen Abendessen in der Nähe des Châteaus…

…ging die Erkundungstour noch etwas weiter…

…bevor wir dann wieder zum Hotel zurück kehrten.

Meine Tour mit dem Longboard hat damit heute sein Ende für dieses Jahr gefunden, dennoch werden wir die Tour mit unserem Bus noch etwas weiter fortsetzen um uns noch die historischen Plätze der Normandie anzuschauen bevor wir Frankreich dann wieder in Richtung Deutschland verlassen werden.

Saint-Jouin-Bruneval

Wie bereits die letzten Tage zuvor musste ich zu Beginn der heutigen Tour erstmal wieder aus dem Tal heraus und hoch auf die Klippen wandern.

Danach ging es kilometerweit über Landstraßen entlang…

…durch kleine Dörfchen mit lustig geschmückten Gärten…

…und zwischendurch die ein oder andere Abfahrt hinunter.

Nach ein paar Stunden kam ich dann in Fecamp an, wo es außer einer recht großen Kirche für mich nicht viel interessantes zu sehen gab.

Dennoch musste ich die Stadt durchqueren und warf noch einmal einen Blick zurück als ich in Richtung Ortsausgang lief.

Auf halber Strecke bergauf tauchte ein kleiner Schleichweg auf über den ich die langen Serpentinen abkürzen konnte.

Oben angekommen führte die Route weiter über Feldwege oder Landstraßen oder was auch immer das für die Franzosen ist.

Da es immer wieder eine gute Abfahrt ins nächste Tal gab, musste ich natürlich auf der anderen Seite wieder bergauf wandern und nahm daher jeden Schleichweg und jede Abkürzung dankend an die mich auf kürzestem Wege wieder nach oben brachte.

Von dort aus ging es zunächst wie gewohnt weiter…

…bis ich dann ein wunderbares Panorama vor mir hatte…

…und dazu eine ewig lange Abfahrt nach unten…

…bis in das nächste Dörfchen…

…in dem die kleinste Schule steht, die ich jemals gesehen habe.

Nach Etretat ging es dann ebenfalls nur noch bergab…

…über eine ausgezeichnete kurvige Strecke.

Aber natürlich musste ich auf der anderen Seite wieder bergauf um dann schließlich oben auf den Kreideklippen neben einer kleinen Kapelle zu stehen…

…und den unglaublichen Ausblick auf die Klippen…

…und die Bucht von Etretat zu genießen.

Da heute irgend ein Fest in der Stadt zu sein schien, fanden wir hier leider keinen Platz mehr für unseren Bus um eine Nacht zu bleiben.

Die Stadt war komplett zu und die Fahrzeuge standen bis weit hinter der Stadtgrenze links und rechts auf den Grünstreifen.

Also mussten wir einen anderen Ort zum Übernachten finden und fuhren weiter bis nach Saint-Jouin-Bruneval, wo es einen großen Parkplatz gibt auf dem Wohnmobile und Camper stehen dürfen.

Die Strecke zu diesem Parkplatz war atemberaubend…

…und ich konnte es mir natürlich nicht entgehen lassen noch einmal hoch zu laufen und diese Kurven mit dem Longboard hinab zu surfen.

Aber ich muss zugeben, 10% Gefälle sind schon ne ziemliche Hausnummer.

Unten stellten wir unseren Bus neben die ganzen Wohnmobile…

…und verbrachten den Abend mit einem kleinen Ausflug in die Steilwand, die einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang bietet.

Veulettes-sur-Mer

Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. So startete ich heute meine Tour, die weg vom Campingplatz zunächst über ewig lange Landstraßen führte.

Hin und wieder konnte man das Meer in der Ferne am Horizont erkennen.

Die heutige Route führte wieder weg von der Küste und mein Navi brachte mich durch einen versteckten Pfad…

…hinein in ein kleines verschlafenes Örtchen mit einem Bächlein…

…einer Kirche…

…und verwinkelten kleinen Straßen.

Nachdem ich das Dorf hinter mir gelassen hatte, ging es wieder hinaus auf die Felder.

Die Sonne brannte heute dermaßen stark herunter, dass der Teer auf den Straßen anfing weich und klebrig zu werden…

…was die Fahrt ziemlich erschwerte und meine Rollen leider in Mitleidenschaft zog.

Heute gab es zum Glück einige gute Abfahrten, die für kühlenden Fahrtwind sorgten.

Und auch hier und da ein schattiges Plätzchen, wo eine kurze Pause zum abkühlen möglich war.

Lange konnte ich jedoch nie Pause machen, da ich ja noch ankommen wollte. Und so ging es weiter über die Landstraßen, die hier nicht mehr von besseren Feldwegen zu unterscheiden waren.

Nach einigen Kilometern kam ich dann durch einen Wald, wo mir das wahrscheinlich schönste Schild das es für Longboarder geben kann, eine wunderbare Abfahrt ankündigte.

Und es hatte nicht zu viel versprochen, denn es ging zügig eine kurvige Straße bergab…

…die in einer 90°-Kurve den Höhepunkt dieser Abfahrt hatte.

Danach ging es noch einige wenige Kilometer über einen Radweg entlang…

…bis ich schließlich den Strand erreichte…

…an dem Flaggen daran erinnern welche Nationen hier vor mehr als 70 Jahren gemeinsam für die Freiheit Europas kämpften.

Ich setzte meine Fahrt nach dieser kurzen Unterbrechung in Richtung Campingplatz fort, wo ich dann unser rollendes zuhause stehen sah.

Hier verbrachten wir nach einem kurzen Ausflug zum Strand den Abend und planten unsere Nächte Etappe nach Étretat.

Quiberville

Die heutige Etappe fing bereits richtig gut an…

…zwar musste ich erneut auf die Klippen hoch um meiner Route zu folgen, aber ein solcher Ausblick zu Beginn einer Tagestour sorgt für die richtige Motivation.

Eine kleine Orientierungshilfe bekam ich dort oben auch gleich. Half halt nicht so wirklich viel weiter. 😁

Von den Klippen ging es dann erstmal ein Stück weit bergab.

Und zwar immer an der Kante entlang…

…bis ich den Strand im Tal erreicht hatte.

Von hier aus ging es erstmal ein Stück weit ins Landesinnere…

…vorbei an kleinen Dörfchen und ihren Kirchen…

…und eine Abfahrt durch einen Wald hinunter…

…bis ich dann zunächst in Dieppe ankam.

Dort kurz über eine Brücke…

…und ab ins Stadtzentrum…

…vorbei an einer imposanten Kirche…

…kurz über die Einkaufsmeile…

…und wieder raus aus der Stadt.

Meine Route führte über viele Seitenstraßen…

… hinaus durch den Außenbezirk der Stadt, bis ich dann plötzlich wieder vor einer Schotterpiste stand.

Die Beschaffenheit des Weges war jetzt aber nicht das eigentliche Problem, sondern vielmehr, dass ich bereits sehen konnte wie mein weiterer Weg nun verlaufen sollte…

…es ging also erstmal über Schotter und einen kleinen Schleichweg bergab…

…um dann auf der anderen Seite des Tals wieder bergauf zu wandern.

Oben angekommen ging es dann erstmal über Feldwege weiter und ich konnte endlich wieder Rollen und Tempo machen.

Ein wenig später zeigte mir dann ein vertrauenerweckendes Schild, dass ich mich nur links halten müsse um wieder zum Meer zu gelangen.

Da das heutige Etappenziel direkt am Meer liegt, folgte ich dem Rat des Schildes ohne zu zögern…

… Was für ne Scheißidee!!!

Ein paar Kilometer dem Weg gefolgt und ich stand plötzlich mitten im Wald.

Ich könnte so kotzen! Zum umdrehen war’s jetzt aber schon zu weit, also blieb mir nichts anderes übrig als Brett über die Schulter und durch.

Nicht lange jedoch und der Rat des Schildes erwies sich doch als wahr und ich hätte endlich wieder das Meer vor mir.

Kurz noch den Hügel runter gesurft und ich hatte mein Ziel für heute erreicht.

Als ich dann am Campingplatz ankam…

…untersuchte ich erstmal die Auswirkungen der heutigen Etappe.

Denn das ständige Auf und Ab hatte nicht nur an meinen Gelenken und Muskeln seine Spuren hinterlassen.

Auch meine Schuhe zeigten bereits heftige Verschleißerscheinungen.

Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen noch jenen gemeinsamen Spaziergang am Strand zu unternehmen, wo es heute nicht nur die Steilküste zu sehen gab…

…sondern auch den ein oder anderen kleinen Strandbewohner.

Le Tréport

Der Tag fing mit strahlend blauem Himmel an.

Dazu kamen noch perfekte Straßen vorbei an idyllischen Orten.

Zwischendurch mal ein kleines Wäldchen…

…und die ein oder andere Abfahrt…

…oder Allee.

Alles in Allem hätte es bis hier nicht besser laufen können, doch nach und nach stiegen die Temperaturen wieder stark an…

…und die Route führte mich immer weiter raus auf die Felder…

…wo von kühlendem Schatten keine Spur mehr zu sehen war.

Ich durchquerte zwischendurch das ein oder andere kleine Dorf mit seinen Kirchen…

…und hier und da auch mal ganz witzigen Künstlereien.

Aber auch in den kleinen Gemeinden war nicht viel Schatten zum abkühlen, lediglich die kurzen rasanten Abfahrten sorgten für kühlenden Fahrtwind.

Allerdings sollte es nach der Abkühlung durch die Bergabfahrten erst noch so richtig heiß werden, denn die Franzosen hatten sich einmal mehr dafür entschieden einen Teil meiner Strecke nicht zu asphaltieren.

Und es war ein langes Stück, dass ich heute zu wandern hatte…

…doch auf diesem Weg begegneten mir zwei Überbleibsel des letzten großen Krieges die hier mitten in einem Feld standen.

Nach einigen Kilometern zu Fuß gelangte ich dann wieder auf befahrbaren Untergrund und setzte meine Reise in gewohnte Tempo fort, bis ich sie schließlich vor mir hatte.

Die Steilküste Frankreichs.

Ich schoss also das letzte steile Stück Straße herunter, flitzte durch die schmalen Straßen…

…vorbei an Denkmälern…

…und herrlicher Streetart.

Und wie schon Tage zuvor musste ich erneut durch eine viel zu niedrige Unterführung hindurch…

…um dann endlich den Campingplatz zu erreichen…

…wo auch schon der Bus stand und auf mich wartete.

Leider hatte ich nicht allzu viel Zeit.

Kurz duschen, umziehen und ab in die Stadt.

Angefangen beim Hafen…

…zog es uns direkt in Richtung Steilküste.

Hier kann man sogar mit einer Seilbahn direkt nach oben fahren…

…und das atemberaubende Panorama über Frankreichs Steilküste sehen kann.

Für den Weg nach unten nahmen wir dann doch lieber die Treppen, die uns durch verwinkelte Gassen…

…vorbei an verschachtelten Häusern…

…und durch steinerne Tore…

…wieder nach unten brachten.

Anschließend schlenderten wir noch etwas herum und suchten uns ein schöne Restaurant…

…um meinen Körper mit den nötigen Nährstoffen für die weitere Tour zu versorgen 😉…

…und nebenher noch die Aussicht zu genießen bevor es dann später wieder zurück in den Bus ging.