Irgendwie scheint es in Frankreich an der Küste normal zu sein, dass morgens erstmal alles grau am Himmel ist. Zumindest hab ich dieses Phänomen seit Tagen beobachten können.
Naja, egal geht ja eigentlich um den Weg, denn der ist hier auch das Ziel.
Zu Beginn der heutigen Etappe, Himmel war noch grau, ging es noch über gut ausgebaute Straßen…

…und ich konnte richtig gut Strecke machen…

…bis ich dann von den Hauptverkehrswegen weg und über Nebenstraßen…

…durch die kleinen Ortschaften geführt wurde.

Aus einem der Dörfer führte meine Route dann über einen Wanderweg und ich ahnte nicht was mir ab hier noch bevor stehen sollte…

…denn der Wanderweg wich nach wenigen hundert Metern einem Sandweg…

…und mir kam der Gedanke, dass ich wohl irgendwo in den Dünen stecken musste.

Und kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, konnte ich auch schon das Meer sehen.
Eigentlich ein echt einladender Anblick, aber leider musste ich weiter und die heutige Etappe zu Ende bringen.

Also ging es immer weiter den „Weg“ entlang…

…auf dem ich mir beim Laufen tonnenweise Sand in die Schuhe schaufelte.
Mit Skaterschuhe auf Sand ist echt mega anstrengend.

Als ob die Strapazen nicht schon genug waren, so war ich kurz vor dem Ende dieser Sandwüste auch noch einem heimtückischen Luftangriff ausgeliefert, denn plötzlich schoss ein Paraglider nur wenige Meter über mir an den Baumwipfeln vorbei in Richtung Strand.

Nachdem mein Frustrationslevel durch diesen kurzen Adrenalinschub wieder gesenkt wurde, ging es zudem auch endlich wieder über einen richtigen Radweg weiter.

Dieser führte anschließend weiter durch einen Wald…

…wo ich dann wieder auf den EuroVelo 1 traf und feststellen musste, dass der Teil davon auf dem ich heute fahren sollte gleich zu Beginn schon eine Sandpiste war.

Also mal wieder Brett unter den Arm, oder über die Schulter, egal, einfach weg vom Boden und Füße in Bewegung.

Und es zog sich gewaltig, was mich dazu auch in meiner Zeitplanung noch weiter zurück warf.
Die Wüste allein hatte mich ja schon um mehr als eine Stunde zurückgeworfen und jetzt auch noch das hier.

All die verlorene Zeit versuchte ich natürlich sofort wieder einzuholen als ich von der Sandpiste runter auf eine richtig gut asphaltierten Radweg kam.

Auf den dann folgenden kilometerlangen Geraden mit wunderbar glattem Belag, konnte ich endlich wieder einmal richtig pushen.
Dieser letzte Teil der Etappe vor dem Campingplatz hat für die ganzen Strapazen davor entschädigt…

…und da nun auch wieder die Sonne zum Vorschein kam und der Strand nur einen Katzensprung weit weg vom Platz lag, sorgte das Baden im Atlantik für den Rest.

Entspannt und wieder gut gelaunt ging es dann am frühen Abend zurück zu Helmut, in dem wir heute unsere letzte Nacht dieser Tour verbringen werden…

…denn morgen werden wir das Ziel dieser Reise – La Rochelle – erreichen.