Heute war der Himmel leider durchgehend grau und die Temperaturen wieder weiter weg von den oberen Zwanzigern.
Aber das sollte mich jetzt weniger aufhalten.
Also raus aus dem Bett und rauf aufs Brett.
Die heutige Etappe führte direkt vom Strand weg hinein in den Wald.

In einen Wald in dem ein höllischer Lärm herrschte.
Ohne Zweifel war der Wald fest im Besitz von zig tausenden von Zikaden, die hier fröhlich musizierten.
Und das in einer Lautstärke, dass es zeitweise schon wieder unheimlich war.
(ruhig mal auf das Bild unten klicken falls ihr das Tierchen nicht gleich erkennt)

Ich rollte also weiter mit Soundkulisse durch den Wald und kam dank des ausgezeichneten Asphalts sehr schnell voran.

Aber es wäre ja keine Herausforderung wenn die Strecke durchgehen guten Belag hätte.
Also hier und da mal eben bisschen was gröberes unter die Rollen damit man auch mal wieder etwas Kraft aufbringen muss um voran zu kommen.

Auf dieser Etappe wichen die gewohnten Schilder des EuroVelo diesen auch ganz netten Wegweisern, die mir den gelegentlichen Blick aufs Navi ersparten.

Es ging stundenlang gefühlt immer tiefer in den Wald…

…bis es dann plötzlich immer lichter wurde und ich an dieser Bank nebst improvisierter Hundehütte eine kurze Pause einlegte.

Denn direkt danach wurde der Weg abenteuerlich.

Er bestand eigentlich nur noch aus aneinandergereihte Betonplatten…

…die der Witterung vollkommen überlassen wurden.

Teilweise war an ein vorankommen mit dem Brett nicht mehr zu denken und mir blieb nichts anderes übrig als zu wandern…

…und das für mehrere Kilometer, was meinen Zeitplan heute ziemlich durcheinander brachte.

Nach einer guten Stunde Fußmarsch ging es dann wieder auf befahrbarem Untergrund weiter und die letzten Kilometer bis zum Campingplatz vergingen wie im Flug.

Der heutige Campingplatz übertrifft alles was ich bisher erlebt habe.
Ein unglaublich großes Gelände das neben mehreren Pools und Restaurants auch noch einen Tennisplatz und sogar einen eigenen Car-Wash-Service und mehrere Themenbereiche für Kinder bietet.

Es war gar nicht so einfach Helmut in diesem Labyrinth zu finden.

Nachdem ich es dann aber doch irgendwie geschafft hatte legte ich die Ausrüstung ab und machte mich mit meiner Freundin auf den Weg zum Strand.
Leider war heute kein Badewetter, denn die Wellen hätten sicherlich für jede Menge Spaß gesorgt.

Am Abend gab es dann noch ausreichend Kalorien um bei Kräften zu bleiben…

…bevor wir den Abend am Bus ausklingen ließen.
