San Sebastián

Heute war anstrengend und gefühlt ewig lang, aber es sollte der letzte Tag in Frankreich und der erste in Spanien werden.

Vormittags musste ich erstmal ein kleines Stück über Kies und Sand wandern…

…bevor ich wieder auf einen Radweg traf.

Diesem folgte ich dann auch eine ganze Weile,…

…bis ich dann von Weitem eine kleine Hafenstadt entdeckte, die direkt auf meiner heutigen Route lag.

Der Weg dort hin war voll von schönen Motiven, für die es sich lohnte kurz anzuhalten.

Aber auch das kleine Städchen hatte ein paar Motive zu bieten.

Ab hier wurde die Strecke leider richtig anstrengend, da ich nun quer durch die Ausläufer der Pyrenäen kam.

Und das bedeutete erstmal rauf auf den Hügel und zwar zu Fuß.

Der Weg nach oben zog sich ewig, doch die grandiose Aussicht lenkte ein wenig davon ab.

Als dann aber der Rad- beziehungsweise Gehweg plötzlich zu Ende war, beschlich mich das ungute Gefühl, dass die heutige Etappe Spuren hinterlassen würde.

Aber noch konnte mich die Aussicht auf den Atlantik weiter motivieren.

Ich wanderte also immer weiter über diesen Trampelpfad, der angeblich ein Teil des EuroVelo-Radweges sein soll…

…bis ich dann den ersten Gipfel erreichte und sah was mich heute noch so erwarten sollte.

Als der Pfad dann weg von der Straße führte und von der Beschaffenheit mehr einem Hindernisparcour als einem Wanderweg ähnelte, kam ich mir vor als wäre ich einen Teil des Jakobswegs gewandert.

Wahrscheinlich habe ich das wirklich…

Die Temperatur stieg heute Mittag wieder über 30°C und so suchte ich mir ein schattiges Plätzchen um eine kurze Pause einzulegen und wieder Kraft zu sammeln.

Longboard und Skaterschuhe sind eindeutig nicht die richtige Ausrüstung für diese Art von Wanderung.

Zwischendurch wurde man trotz der Strapazen immer wieder daran erinnert an welch schönen Ort man gerade ist.

So ging es dann noch recht lange über diesen Pfad bergauf…

…und wieder bergab.

Bis das letzte Stück dann noch richtig schräg wurde und meinen geschundenen Gelenken dann völlig den Rest gab…

…bevor es wieder zurück auf normale Wege ging.

Schließlich kam ich dann in der Grenzstadt Hendaye an, wo ich mir noch das Schloß Abbadie ansah, das nach seinem Bauherrn, dem französischen Weltreisenden und Kartographen Antoine Thomson d’Abbadie benannt ist.

Nach dem kurzen Rundgang ging es weiter durch die Stadt…

…in Richtung spanischer Grenze…

…die mich dann allerdings ein wenig enttäuschte.

Da hier in Spanien der innerstädtische Radweg quasi mit dem Verkehr fließt…

und zwischen den Städten eigentlich nicht existiert…

– ich hab nicht so gerne Autos mit 70Km/h an mit vorbei fahren –

…und ich dazu noch durch die Wanderung nicht mehr ganz so gut zu Fuß war, ließ ich mich aufsammeln um das letzte Stück motorisiert zurück zu legen.

In San-Sebastián angekommen ging es auf direktem Weg zum Hotel, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden.

Für die Tage danach müssen wir uns etwas einfallen lassen.
Wenn die Situation mit den Radwegen nun überall so sein wird muss ich sehen ob ich zumindest noch Teilstücke mit dem Brett zurücklegen kann…