Heute ging es also los.
Nach dem Frühstück im Hotel packten wir unsere Sachen in den Bus und machten uns beide auf den Weg.
Für mich ging es ab hier erstmal mit dem Longboard weiter.
Ich fuhr ein Stück an der Strandpromenade von San Sebastian entlang…

…bevor ich die Stadt auf dem Jakobsweg verließ.

Es ging erst einmal eine ganze Weile bergauf…

…und die Stadt hinter mir wurde immer kleiner…

…bis ich schließlich nur noch den Monte Igueldo hinter mir sehen konnte.

ab hier war ich also offiziell on Tour und folgte immer den gelben Pfeilen und Muscheln entlang dem Jakobsweg bzw. dem Camino del norte der mich dieses Jahr begleiten wird.

Der Weg verlief durch die hügeligen Felder und Wiesen…

…über kleine Landsträßchen…

…und auch durch ein kleines Wäldchen…

..bis sich die Route dann ein ganzes Stück neben der Autobahn her durch die hügelige Landschaft schlängelte.

Es ging heute grundsätzlich immer bergauf und bergab, damit hatte ich bereits gerechnet.
Auch dass ich nicht immer die besten Straßen unter den Rollen haben werde war mir bereits vorher bewusst…

…aber darauf, dass ich plötzlich über einen matschigen Trampelpfad mitten im Wald wandern musste, war ich nicht vorbereitet.

Dass dieser Trampelpfad dann einfach endete und nur noch eine Schneise druch das Dickicht als Weg übrig blieb…

…der dann später nur noch als Weg zu erahnen war, ließ mich heute doch ein wenig an der Routenplanung zwiefeln.

Als ich dann aus dem Dickicht heraus auf den unter mit liegenden Weinberg und Fluss blicken konnte war die kurze Jungle-Expedition aber wieder schnell vergessen.

Den Weinberg also zügig heruntergestiegen, ging es direkt neben dem Fluss über einen Radweg weiter.

Dieser führte nach wenigen Kilometern wieder hinaus zu den Feldwegen in der Hügelkette.

Als ich wieder an die Küste kam verschlechterte sich das Wetter immer mehr…

…und auch das Meer wirkte sehr aufgewühlt als ich Zarautz entlang der Strandpromenade durchquerte.

Ab hier ging es eine ganze Weile direkt am Meer entlang…

…und ich hätte mir wirklich besseres Wetter gewünscht, denn durch den andauernden Nieselregen war ich vollkommen durchnäßt.

Das letze Stück der heutigen Etappe führte dann wieder weg vom Meer über einen Berg, dessen Aufstieg zu den steilsten des heutigen Tages zählte.

Auf dem Gipfel stand eine kleine Kapelle die mich daran erinnerte, dass ich noch auf dem richtigen Weg bin.

Jeden Berg den man erklimmt muss man auf der anderen Seite auch wieder herabsteigen, was nach dem heutigen Tag zu den unangenehmeren Teilen der Route gehörte.
Ich wäre gerne viel mehr Wege bergab geskated – Laufen ist da eher uncool.
Als ich dann endlich in Zumaja angekommen war…

…wartete auch schon der fertig aubgebaute Bus auf mich, der ab heute dann für die nächsten Nächte mein Schlafplatz sein wird.

Nach dem Abendessen kam sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor und verschaffte dem recht durchwachsenen Tag einen gelungenen Ausklang.

Heute schnappte ich am Wegesrand diesen Spruch auf der mich sehr zum nachdenken brachte, auch über meine Reise entlang der der europäischen Küstenlinie…

Morgen geht die Tour dann weiter nach Mutriku und das hoffentlich bei besserem Wetter.