Ibarranguelua

Das Problem daran wenn man am Vorabend im Meer baden war ist, dass man sich höhentechnisch auf dem 0-Level befindet und somit alles zwischen dem Start- und dem Zielpunkt höher gelegen ist.

Es zeichnet sich also ein Muster ab… Aufstehen, Morgenroutine inklusive Frühstück, zusammenpacken und bergauf wandern. 🙂

Aber zumindest hat man dann nochmal einen guten Überblick über das „Gestern und Heute“.

Die Route schickte mich erst einmal nach Ondarroa wo es über diese interessante Brücke ging.

Anschließend ging es einige Kilometer entlang einer Küstenstraße die mehr an einen Jungle-Highway erinnerte…

…bis ich dann in Lekeitio ankam…

…von wo aus die Route wieder den gewohnten Gang ging.

Es ging über wenig befahrene Landstraßen…

…immer im Wechsel bergauf…

…und bergab.

Nach einiger Zeit und mehreren Kilometern kam ich in einem winzigen Dörfchen an wo eine Art Wettkampf veranstalltet wurde.

Es ging darum mit einer spitzen Eisenstange im Team auf einen Betonblock einzuhacken und das auf Zeit. Gewonnen hat wohl das Team, dass am Ende das größere Loch geschlagen hat.
Der Sinn oder die Herkunft dessen blieb mir fern, es muss sich wohl um einen regionalen Brauch handeln.

Nachdem ich dem Treiben eine Weile lang zugesehen habe machte ich mich weiter auf meinen Weg, der mich zunächst über Feldwege hinaus in die Hügellandschafft führte.

Da ich heute wie auch die letzten Tag sehr viel Wandern musste, wollte ich euch mal zeigen, wie ich dabei mein Longboard transportiere.
Die Jahre zuvor musste ich es noch tragen und habe mir deshalb – in weiser Vorraussicht – einen Haken mit dem 3D-Drucker gedruckt den ich am Rucksack befestigen kann, was sich als unglaubliche Erleichterung herausgestellt hat.

Allerdings konnte ich heute mein Brett deutlich öfter vom Haken nehmen als die Tage zuvor da auf der heutigen Etappe die Straßenverhältnisse deutlich besser waren.

So gab es heute die ein oder andere Abfahrt die mir sehr viel Freude bereitet hat und mich wieder daran erinnert hat warum ich diese Tour überhaupt unternehme.

Natürlich musste ich für jede Abfahrt „bezahlen“ indem ich danach wieder einen Berg erklimmen musste, was allerdings durch eine tolle Aussicht zusätzlich belohnt wurde.

Hier und da kam ich heute durch winzig kleine Dörfchen die aus nicht mehr als einer Handvoll Häusern bestanden.

Je näher ich zum heutigen Zielort Ibarranguelua kam desto mehr ging es bergab was mir einige Zeit ersparte, da ich mich endlich wieder mehr auf vier Rollen fortbewegen konnte.

Obwohl es immer weiter ins Tal ging war die Aussicht immernoch großartig.

Auf den letzten Kilometern musste ich noch eine kurze Pause einlegen um einem tierischen Weggefährten hallo zu sagen…

…bevor ich mich dann weiter zum Campingplatz machte der in der Urdaibai-Mündung, einem Biosphärenreservat der Biskaya, liegt.

Das Ende der heutigen Etappe verlief dann noch recht entspannt über einen gut ausgebauten Radweg und war eine gelungene Entspannung auf den letzten Metern.

Es sind zwar erst drei Tage vergangen aber meine Schuhe zeigen wegen den vielen steilen Bergab-Passagen bereits massive Verschleißspuren.
Mal sehen wie lange die hier noch durchhalten.
Wenn das in diesem Tempo weitergeht verheize ich dieses Jahr mehr als nur zwei Paar Schuhe.