Barreiros

Heute war es nun soweit, die letzte Etappe auf der Reise 2021.

Leider war es nicht so sonnig und warm wie gestern, das hätte ich mir für die letzte Etappe gerne gewünscht.

Mit den letzten Ausläufern des cantabrischen Gebirges im Hintergrund machte mich mich also auf den Weg.

Zunächst kam ich unglaublich gut voran, denn es ging erstmal nur über leere Landstraßen über die höchstens mal ein Wohnmobil oder ein Camper fuhr der an die Küste wollte.

Der Weg wurde nur einmal kurz von einem kleinen Stück Schotterpiste unterbrochen…

…bevor ich wieder Asphalt unter den Rollen hatte und über eine gefühlt endlose Gerade…

..ein nahezu perfekte Abfahrt surfen konnte.

Am Ende der Geraden war ich ein wenig verwirrt und hatte schon sorgen, dass ich einen mehrere Kilometer weiten Umweg gehen müsste, da hier plötzlich Autobahnauffarten kamen…

…und die einzige Brücke über den Fluss eine Autobahnbrücke war.

Doch meine Sorgen waren unbegründet und mein Navi hatte recht behalten, denn es ging direkt neben der Straße durch einen schmalen Gang über den Fluss.

Es war schon ein wenig unbehaglich auf dieser Brücke, denn bei jeden vorbeifahrenden LKW fing alles an zu beben und zu wackeln.

Ich versuchte also so schnell wie möglich auf die andere Seite zu gelangen und schoss noch ein paar Bilder bevor ich die Brücke hinter mir lassen konnte.

Auf der anderen Seite ging es dann wieder rollend weiter durch kleine Vororte…

…und alte Dörfer am Rande Galiziens.

Da die Gebirgsausläufer in weiter Entfernung lagen schienen die Straßen, Wege und Bahngleise ins Endlose zu verlaufen. Ein krasser Kontrast zu den Aussichten auf und von den Bergen zu beginn der Reise.

Ich kam hier wieder sehr gut voran und war vollkommen alleine auf den Straßen unterwegs…

…bis dann eine kleine Bahnunterführung das Ende des Rollens einläutete…

…denn ab hier ging es dann erstmal nur noch zu Fuß weiter.

Ich wanderte eine ganze Weile zwischen Wiesen,…

…durch Wälder…

…und vorbei an Ackerland und hatte sehr viel Zeit die Erlebnisse der diesjährigen Tour nocheinmal in Erinnerung zu rufen.

Doch meine Tagträumerei wurde durch die Ankunft an der Küste unterbrochen, denn hier warteten jede Menge kleiner…

…und größerer Buchten auf mich, von denen manche durch die hohen Wellen ein ziemlich spektakuläres Naturschauspiel zeigten.

An der Küste entlang der Buchten führte ein beplankter Fußgängerweg…

…der mich vorbei an einem wunderschönen Strand führte an dem ich nur zu gerne meine Ausrüstung abgelegt hätte um in den Wellen baden zu gehen, denn zwischenzeitlich hatten die Wolken etwas aufgeklart und die Sonne kam wieder heraus.

Leider war hier aber noch nicht das Ende der Etappe und der Reise. Also machte ich mich weiter in Richtung Campingplatz, immer entlang der Küste…

…bis ich dann von einer Anhöhe aus in einiger Entfernung den Strand an dem der letzte Campingplatz lag sehen konnte.

Ich nahm noch eine letzte Abfahrt vor dem Ziel…

…und kam am frühen Nachmittag, ziehmlich erschöpft von den letzten Tag aber sehr zufrieden über das Geleistete und die zurückgelegte Strecke, am Campingplatz an.

Wie auch schon die Tage zuvor ging es erstmal an den Strand.

Hier gab es einen Felsen mitten am Strand der bei Flut wahrscheinlich komplett vom Meer umspült wird.

Das interressante an diesem Felsen ist, dass ein Stuhl auf ihm befestigt ist.

Und ja, natürlich musste ich da hoch klettern und für eine Weile Platz nehmen und den Gezeiten zusehen. 🙂

Denn die Wellen an diesem Strand waren wegen der einsetzenden Flut doch schon recht groß geworden.

Nachdem wir bei Helmut zu Abend gegessen hatten ging es zurück an den Strand wo wir noch dem wunderschönen Sonnenuntergang über der Küste zusahen.

Dass dieser Sonennuntergang der erste wirklich schöne auf dieser Reise war, war ein gelungener Abschluss für die diesjährige Tour.

Santa Gadea

Heute war es einmal richtig schön sonnig und warm.

Heute war die vorletzte Etappe der Tour 2021 und die heutige Strecke sehr abwechslungsreich bzw. eigentlich hatte die Strecke heute zwei Teile die sich deutlich voneinander abgrenzten.

Fangen wir vorne an.
Die heutige Etappe fing mit wandern über Trampelpfade bei erfreulichen 28 Grad an.

Ich wanderte eine Weile auf Wegen zwischen den Maisfeldern entlang, überquerte einen alte Bahnlinie…

…und kam an einer kleinen Kapelle vorbei.

Zwischendurch durfte ich sogar ein kurzes Stück auf einem geteerten Feldweg entlang rollen…

…bevor ich wieder über Trampelpfade zwischen Gärten…

…oder über Waldwegen wandeln musste.

Es erinnerte mich ein wenig an Zuhause als ich über diese Feldwege zwischen Maisfeldern…

…und Obstwiesen wanderte.
Zudem war das Wetter heute perfekt und diese Wanderung unglaublich entspannend.
Zumindest für den Kopf, denn meine Füße meldeten sich schon bereits seit einigen Tagen.

Auf meinem Weg kam ich, um den Wanderwegen ein wenig Kontrast zu geben dann an einem Dorf vorbei…

…um gleich im Anschluss wieder in die Natur abzubiegen.

So überquerte ich einen kleinen Bach…

…und fand mich kurze Zeit später auf dem Jakobsweg wieder.

Die Route führte mich kurz noch über nagelneue und menschenleere Landstraßen…

…bevor sie noch ein letztes Mal ins Dickicht abbog…

…und schlussendlich auf alten Landstraßen mündete, wo ich zu allererst an einer Kirche mitten im Norgendwo vorbei kam.

Ab hier begann dann der zweite Teil der heutigen Route der mich weiter über alte und verlassene Landstraßen (in Deutschland wären es Feldwege) führte.

Hier konnte ich mich auch endlich wieder auf meine liebste Art vortbewegen, auf vier Rollen rollend, und konnte dadruch auch sehr viel Zeit die ich durch das Wandern verloren hatte wieder aufholen.

Der weitere Streckenverlauf führte mich vorbei an einigen Buchten und Stränden wo ich jedesmal auf mein Navi sehen musste und hoffte endlich angekommen zu sein und auch am Strand oder im Wasser entspannen zu können.

Aber leider war es noch nicht soweit…

…und ich musste noch einige Kilometer weiter über die Landstraßen-Feldwege…

…vorbei an eigenartigen Gebäuden mitten auf dem Land…

…bevor ich dann das letzte Dörfen vor dem Campingplatz erreicht hatte und auch das Meer wieder am Horizont sehen konnte.

Es ging noch einen letzten Hügel hinauf auf dem eine Kapelle stand…

…bevor die letzte Abfahrt und die letzte Kurve auf mich wartete…

…bevor ich dann am Campingplatz ankam und mein Longboard für heute in den parkenden Helmut einladen konnte.

Nachdem alles verstaut und ich meine Badehose angezogen hatte gingen wir natürlich sofort an den Strand…

…und ab in die Wellen.

Der Strand hatte viele interessante Feldformationen und sogar einen Druchgang durch einen der größeren Felsen.

An einigen Stellen am Strad gab es auch sehr viele kleine Felsen…

…in deren Ritzen und Spalten man allerlei Tierchen entdecken konnte, wenn man nur genau genug hinsah.

Wir verbrachten noch eine ganze Weile am Strand bevor wir uns zum Abendessen auf den Weg zurück zu Helmut machten.

Heute war also der vorletzte Tag und somit ist morgen die letzte Etappe der Tour dran und ich freue mich schon auf ein gelungenes Ende und eine schöne letzte Fahrt.

Lluarca

Nachdem der heutige Tag mit Regen begonnen hatte und die gesamte Bucht in starken Nebel tauchte, haben wir uns dazu entschieden den Tag mit einem Besuch im Aquarium zu starten.

Im Aquarium waren insgesamt 12 Ökosysteme wie der Atlantik, die Karibik oder der Pazifik dargestellt und besonders bemerkenswert waren hier die riesigen Becken.

Nachdem wir unsere Tour beendet hatten ging es zunächst mit Helmuts Diesel-Power raus aus dem Stadtzentrum…

…bevor ich dann am Rand der Außenbezirke wieder auf mein Brett stieg.

Größere Städt haben immer mindestens zwei Gesichter, das habe ich auf meinen Reisen bisher gelernt. Die eine Seite die man auf den üblichen Touri-Reisen sieht, die Seite des täglichen Lebens und dann noch die schmutzige Seite mit den dreckigen und stinkenden Industrieanlagen.
Durch letztere gelangt man häufig wenn man längere Touren durch ein Land macht und ich habe bisher von sehr vielen Städten auf meinen Reisen auch diese Seite kennen lernen dürfen.
So auch heute.

Es dauerte eine ganze Weile bis ich von den Straßen auf einen Fußgängerweg wechseln konnte…

…und dieser schlängelte sich dann noch ein Stück an einem kleinen Fluß entlang durch das Industriegebiet.

Dennoch muss ich zugeben dass der Asphalt hervorragend zum Skaten war 🙂

Nachdem ich das Industriegebiet hinter mir gelassen habe gelangte ich auf eine Fahrradautobahn…

…die entlang des kleinen Fußes verlieft und an der hier und da Kunstobjekte ausgestellt waren.

Zwischendurch kamen immer wieder kurze Regenschauer auf und hatte meine Mühe nicht jede Pfütze die sie hinterlassen hatten mitzunehmen.

Ein paar Kilometer weiter gelangte ich dann an ein kleines Küstenstädtchen…

…mit einer wunderschönen Bucht…

…an deren einem Seitenarm sich eine Aussichtsplattform befindet…

…die man über einen Steg über die Felsklippen erreichen kann.

Von dieser Plattform aus hat man eine wunderbare Aussicht über die schroffen Felsformationen und natürlich auch über die Bucht und den Ozean.

Vor dieser Plattform kann man noch einige Kunstwerke die über mehrere Wege verteilt sind bestaunen.

Für mich ging es aber weiter auf die Route, und das zunächst durch einen Tunnel dessen Fußgängerweg recht abenteuerlich anmutete.

Hinter dem Tunnel dauerte es dann auch nicht mehr lange und ich betrat meinen für heute ersten unbefestigten Wanderweg.

Dieser dauerte glücklicherweise nicht allzu lange und ich konnte bald wieder auf mein Brett steigen…

…und eine sehr geile Abfahrt hinunter skaten.

Bis ich dann endich das kleine Dörfchen Santa Maria del Mar erreicht hatte…

…wo eigentlich in direkter Nähe zum Strand unsere heutiger Campingplatz sein sollte.

Leider kam hier die erste schlechte Nachricht auf uns zu, denn hier war alles komplett belegt.
Uns wurden ein paar Adressen in der Nähe gegeben bei denen wir es einmal versuchen sollten, doch auch hier war alles restlos ausgebucht.
Somit blieb uns leider nichst mehr anderes übrig als auf den nächsten Campingplatz auf unserer Tour auszuweichen.

Und so fuhren wir dann mit Helmut eine Station weiter…

…und konnten dann doch noch am Abend unser Lager aufschlagen.

Da wir also eine Etappe überspringen mussten war somit heute schon einer der letzten drei Tage der diesjährigen Tour und so kommt das Ende mit riesen Schritten näher.

Gijon

Heute stand erneut ein Tag aAwechslung auf dem Plan.

Es ging nach Gijon, einer großen Küstenstadt Asturiens.

Wie auch bereits bei Bilbao ging es zunächst mit Helmut auf die Straße…

…da heute aber die Sonne schien konnte ich nicht einfach nur im Bus sitzen sondern musste selbst raus auf die Straße, und so fuhr ich die letzten Kilometer der Strecke mit dem Longboard weiter.

Ich kam zunächst durch die Hügellandschaft von Gijon in dessen Vororte wo man bereits von Weitem das gigantische Bauwerk der Universidad Laboral de Gijon mit seinen 270.000 m² sehen konnte.

Dieses gigangtische Gebäude aus den 50er Jahren, das zugleich das größte Bauwerk in Spanien ist, beherrbergt nicht nur einen Universität sondern auch mehrere Forschungszentren sowie eine Kirche, Apartments, Sportanlagen und sogar ein eigenes Theater.

Für mich ging es weiter über Radwege in Richtung Stadtzentrum…

…wo ich auf dem Weg an Statuen…

…Markierungen des Jakobsweges…

…und einem kleinen Stadtpark vorbei gekommen bin.

Bis ich dann das Hotel erreicht hatte, dass einen wunderbaren Blick auf den Strand Playa de San Lorenzo hat.

Von hier aus ging es dann auf Erkundungstour durch die Innen- und Altstadt von Gijon…

…wo es neben Kirchen…

…alten Bauwerken…

…und noch mehr Kirchen…

…auch noch Statuen, wie dieser hier vom Römischen Kaiser Octavio Augusto, der während der Geburt Christi Kaiser über das römische Reich war,…

…sowie Kunstwerke wie dem Wahrzeichen der Stadt, dem Elogio del Horizonte…

…oder dem Árbol de la Sidra, der aus 3000 Flaschen Cidre besteht und eine Homage an die lange Tradition der Cidre-Herstellung in Gijon und allgemein in Asturien sein soll…

…sowie natürlich am Schriftzug der Stadt selbst zu sehen gab.

Nach diesem etwas längerem Spaziergang durch die Stadt kehrten wir zum Strand zurück um ein Restaurant zu finden wo wir heute zu Abend essen wollten.

Auf Empfehlung von Einheimischen haben wir uns ins La Galana auf gemacht…

…und dort neben köstlichem Essen natürlich auch noch eine Flasche Cidre getrunken, den sie dort kubikmeterweise an die Gäste ausschenken. 🙂

Es war einfach herrlich, und so gehen wir heute glücklich und mit einem kleinen Schwips ins Bett.

Caravia

Gestern Sonne, heute Regen…was ne Scheiße!
Muss doch nicht sein, kann nicht endlich einfach nur die Sonne scheinen?
Ich mein, hey ich bin hier in Spanien mitten im Sommer und habe gefühlt seit fast zwei Wochen kaum die Sonne gesehen.

Aber genug gejammert und ab auf die heutige Etappe.
Den Morgen mal kurz zusammengefasst….Regen, zusammenpacken, Regen, rein in den Bus und raus aus dieser Wolke, Regen.

Ich verfüge über die Ressourcen (Helmut), also wieso sollte ich sie dann nicht nutzen und überhaupt auf Wandern im Regen habe ich echt keine Lust.

Nachdem ich mich also kurz hinter der Regenwolke absetzen ließ ging es auf nassen Straßen mit dem Longboard weiter.

Ich fuhr gefühlt von einem kleinen Bauernhof zum nächsten….

…und bin dann wohl irgendwo falsch abgebogen, denn plötzlich stand ich mal wieder mitten im Wald – passiert mir dieses Jahr irgendwie recht oft – …

…wo hinter einer Biegung diese Gang hier auf mich wartete.
Aber die wollten nichts von mir, sondern wunderten sich wohl nur darüber was dieser kaputte Typ mit nem Longboard im Wald will.

Ich irrte noch eine Weile im Wald umher und hoffte dass mich mein GPS nicht nochmal an der Nase herumführt sonder aus dem Wald heraus.

Als ich wieder festeren Boden unter den Füßen hatte kam ich an einer kleinen Brücke…

…und hier und da an kleinen Schildchen vorbei die daran erinnerten dass man auf dem Camino wanderte.

Leider ging die heutige Route zum Großteil über Schotterpisten…

…und unbefestigte Feldwege…

…und dabei hatte ich es doch etwas eilig, denn ich wollte dieser Wolke entkommen die mich schon seit dem Morgen verfolgte.

Nachdem ich dann mehrere Stunden gewandert war traf ich auch wieder auf ein Stück Asphalt…

…auf dem ich natürlich sofort mein Brett vom Rucksack nahm und versuchte ein wenig Zeit gut zu machen.

Die Straße führte mich durch die Altstadt von Ribadesella…

…in den kleinen Stadtkern…

…und direkt über eine Brücke….

…neben der alte Boote am vermodern waren…

…direkt an den Strand.
Ich habe glaube noch nie so schnell eine Stadt durchquert. 🙂

Leider war es nicht der Strand an dem heute das Lager aufgeschlagen werden sollte und so musste ich weiter rollen.
Es ging weiter in die Hügelkette hinter der Stadt wo ich diese Schildersammlung entdeckte, die witzigerweise das Ziel der Europa-Tour, Tarifa, anzeigte.

Ein wenig später traf ich auf diesen kleinen Zeitgenossen, Eddie die Eidechse, der an einer Mauer eine Siesta machte.
Anfangs war er noch etwas grumpy als ich ihn auf meine Hand nahm, aber als er merkte dass ich nicht vorhabe ihn zu essen war er dann doch für eine kleine Fotosession bereit.

Nachdem ich mich von Eddie verabschiedet und ihn zurück auf seine Mauer gesetzt habe ging es weiter auf Tour.

Ich fand auf meiner weitere Route dieses Graffiti, was übersetzt soviel heißt wie „Alle Wege sind der Jakobs-Weg“.

Heute ging es sehr viel auf und ab und so kam ich durch die Hügel auch wieder zurück an die Küste…

…in ein kleines Fischerdorf, indem historische Pfahlbauten als Zeitzeugen erhalten wurden.

Außerdem scheint in dem kleinen Dörfchen auch ein recht begabter Künstler zu leben dessen Kunstwerke die eine oder andere Hauswand verzierten.

Leider führte mich der Weg nicht komplet hinunter an den Strand sondern durch die Grasdünen dahinter.

Aber ein schönes Panorama über den Strand hatte ich dennoch.

Ein wenig später kam ich durch ein weiteres Dörfchen in dem wieder Schilder von verschiedenen Orten angebracht waren.
Wahrscheinlich haben hier ein paar Pilger eine Art Ritual ins Leben gerufen als sie damals damit angefangen hatten ein Schild mit Ihrer Heimatstadt und der Entfernung dorthin aufstellten.

Kurz hinter dem Dörfchen kam dann noch einmal ein kurzes aber ausgesprochen gutes Stück Asphalt auf dem ich dann meine heutigen Skate-Defizite versuchte einigermaßen auszugleichen…

…was leider nicht möglich war, denn nach einer kurzen aber sehr geilen Abfahrt musste ich schon wieder absteigen und zu Fuß weiter gehen…

…und ich fand mich erneut in einem Wald wieder…

…den ich diesmal aber ohne größere Zweischenfälle hinter mir lassen konnte und vom weiteren Weg immer mal wieder einen Blick auf eine kleinen Bucht…

…oder Strand werfen konnte…

…bevor ich dann recht erschöpft vom vielen Wandern am Campingplatz ankam wo Helmut zu einer Art Wäscheständer umfunktioniert wurde.
Denn ja, heute war Waschtag. 🙂

Llanes

Sonne!!!
Zumindest teilweise, aber Sonne ist Sonne.

Der Tag startete mit einem Frühstück bei Sonnenschein direkt an den Klippen…

…bevor ich mich dann auf die heutige Etappe begab, die zu Beginn vorbei an ein paar sehr schönen Seen führte.

Später kam ich an einigen kleinen Städten vorbei…

…von denen San Vincente de la Barquera von weitem deutlich am schönsten gelegen war.

Für mich ging es heute viel über Feldwege, die größtenteils sehr gut ausgebaut waren wodurch ich sehr gut voran kam.

Leider war auch immer mal wieder eine Landstraße mit dabei.
Eigentlich sollte ich über Landstraßen am schnellsten voran kommen aber durch den Verkehr ist man immer wieder dazu gezwungen auf den Seitenstreifen auszuweichen, was ziehmlich anstrengend und teilweise auch echt gefährlich ist, da Seitenstreifen leider immer die Angewohnheit haben jede Menge Steine zu sammeln die das Fahren zu einer echt holprigen Angelegenheit machen was bei höheren Geschwindigkeiten richtig uncool werden kann.
Von daher versuche ich Landstraßen die noch befahren werden eher zu meiden und weiche lieber auf gut ausgebaute Feldwege aus.

Heute war zwischendurch auch wieder einmal wandern angesagt.
Ist aber nicht so schlimm, hab ja nagelneue Schuhe an 🙂 …

…die nun leider nicht mehr so richtig neu wirken.

Der Wanderweg war eine einzige Schlammpiste und mich hätte es ein paar mal beinahe in den Matsch gesetzt.

Nach dieser abenteuerlichen Passage ging es dann zum glück wieder auf zivilisierteren Wegen weiter…

…und nachdem ein kleines Örtchen mit Fluss durchquert hatte…

…ging es auch schon wieder einen Berg hinauf und ein Blick zurück zeigte wie schön sich die kleinen Dörfchen hier in die Natur einbinden.

Es ging eine ganze Weile lang bergauf…

…und oben angekommen machte ich eine kurze Pause neben einem kleinen Häuschen indem ein Kreuz angebracht war.
Ich weiß zwar nicht wie man diese Häuschen nennt, aber sie haben mit Sicherheit mit den religiösen Pilgern zu tun die den Jakobsweg wandern.

Kurz nach dem Gipfel ging es dann über eine glücklicherweise komplett leere Landstraße den Berg wieder hinunter und ich konnte wieder ein wenig Zeit gut machen…

…bevor es erneut über staubige Pisten wandernd weiter ging.

Zwischendurch wieder über eine Landstraße…

…vorbei an einer Flussmündung…

…und zu guter Letzt noch einmal über einen Wanderpfad bis ich dann endlich den heutigen Campingplatz erreicht hatte.

Da dieser wieder einmal direkt an einer Bucht liegt, ging es auch direkt dort hin und anschließend sofort in die Wellen.

Als wir nach dem Baden am Strand herumlagen bemerkten wir einen kleinen Meeresbewohner der uns entweder etwas mitteilen wollte oder nur mit seinen Scheren angeben wollte.

Wir verbrachten noch den ganzen Abend am Strand bevor wir dann zum Essen zu Helmut zurückkehrten…

…und den Tag langsam ausklingen ließen.

Comillas

Die heutige Etappe war geprägt von Kirchen, dem Jakobsweg und immer wiederkehrenden Regenschauern.

Da es letzte Nacht zu regnen begonnen hatte und seitdem noch nicht wieder aufgehört hatte ließ ich mich ein paar Kilometer mit Helmut mitnehmen um aus der festgefahrenen Regenwolke zu entkommen.

Kurze Zeit nachdem ich dann abgesprungen und auf dem Brett weitergefahren war kam ich bereits wieder auf den Jakobsweg…

…der mich sogleich über Feldwege…

…an der ersten Kirche für heute vorbei führte.

Ein Schild am Wegesrand erinnerte mich daran, dass es ab hier dann „nur“ noch 530 Kilometer nach Santiago seien, was immernoch fast zwei Wochen in Anspruch nehmen würde.
Aber Santiago soll nicht mein diesjähriges Ziel sein.

Es ging wandernd weiter über Schotterwege…

…durch kleine Dörfchen die aus kaum mehr als einer Hauptstraße bestanden…

…und skatend weiter über einsame und verlassene Landstraßen.

Auch die ein oder andere längere Abfahrt war auf der heutigen Route mit dabei.

Zwischendurch stieß ich dann auf die zweite Kirche auf dem Weg…

…bevor es dann eine ganze Weile lang über eine einsame Landstraße quer durch einen Wald ging.

Als ich den Wald dann wieder verlassen hatte, zeigte sich auch endlich mal wieder der blaue Himmel zwischen den Wolken.

Anschließend durchquerte ich die Ortschaft Cóbreces wo ich dann an Kirche Nummer drei…

…nebst einem Zisterzienserkloster vorbei kam.

Die heutige Route versuchte ich so nah wie möglich am Jakobsweg zu bleiben, der mich auch immerwieder zu sehr schönen Orten wie dieser Bucht führte…

…von der es zunächst über Holzplanken durch einen kleinen Sumpf…

…und dannach querfeldein bis zum nächsten Feldweg führte.

Allerdings haben solche schönen Orte auch immer einen Haken und im Falle der Bucht ist es der, dass man auf der einen Seite erst hinunter zu ihr und auf der anderen Seite dann wieder hoch auf die Klippen muss.

Aber von da oben hat man eine wunderbare Aussicht über die bereits zurückgelegte Strecke.

Oben auf den Klippen angekommen ging es über Feld- und Schotterwege weiter…

…und durch kleine alte Städtchen…

…bis mich der Weg zu einer Hauptstraße führte, die der letzte Abschnitt der heutigen Etappe sein sollte.

Kurz vor dem Campingplatz überquerte ich noch eine Brücke mit der Flussmündung…

…zur Bucht neben der das heutige Lager liegen sollte.

Leider hatte es kurz nach meiner Ankunft wieder angefangen zu regnen und so mussten wir uns über den späten Nachmittag in Helmut zurückziehen und warten bis der Regen vorbeigezogen war.

Nach ein paar Episoden unserer aktuellen Lieblingsserie war der Regen dann auch wieder verschwunden und wir konnten die Hecktüren öffenen und den Blick über die Küste in vollen Zügen genießen.

Wir richteten uns hinter Helmut direkt an den Klippen gemütich ein um dort zu essen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.