Gestern Sonne, heute Regen…was ne Scheiße!
Muss doch nicht sein, kann nicht endlich einfach nur die Sonne scheinen?
Ich mein, hey ich bin hier in Spanien mitten im Sommer und habe gefühlt seit fast zwei Wochen kaum die Sonne gesehen.
Aber genug gejammert und ab auf die heutige Etappe.
Den Morgen mal kurz zusammengefasst….Regen, zusammenpacken, Regen, rein in den Bus und raus aus dieser Wolke, Regen.
Ich verfüge über die Ressourcen (Helmut), also wieso sollte ich sie dann nicht nutzen und überhaupt auf Wandern im Regen habe ich echt keine Lust.
Nachdem ich mich also kurz hinter der Regenwolke absetzen ließ ging es auf nassen Straßen mit dem Longboard weiter.

Ich fuhr gefühlt von einem kleinen Bauernhof zum nächsten….

…und bin dann wohl irgendwo falsch abgebogen, denn plötzlich stand ich mal wieder mitten im Wald – passiert mir dieses Jahr irgendwie recht oft – …

…wo hinter einer Biegung diese Gang hier auf mich wartete.
Aber die wollten nichts von mir, sondern wunderten sich wohl nur darüber was dieser kaputte Typ mit nem Longboard im Wald will.

Ich irrte noch eine Weile im Wald umher und hoffte dass mich mein GPS nicht nochmal an der Nase herumführt sonder aus dem Wald heraus.

Als ich wieder festeren Boden unter den Füßen hatte kam ich an einer kleinen Brücke…

…und hier und da an kleinen Schildchen vorbei die daran erinnerten dass man auf dem Camino wanderte.

Leider ging die heutige Route zum Großteil über Schotterpisten…

…und unbefestigte Feldwege…

…und dabei hatte ich es doch etwas eilig, denn ich wollte dieser Wolke entkommen die mich schon seit dem Morgen verfolgte.

Nachdem ich dann mehrere Stunden gewandert war traf ich auch wieder auf ein Stück Asphalt…

…auf dem ich natürlich sofort mein Brett vom Rucksack nahm und versuchte ein wenig Zeit gut zu machen.

Die Straße führte mich durch die Altstadt von Ribadesella…

…in den kleinen Stadtkern…

…und direkt über eine Brücke….

…neben der alte Boote am vermodern waren…

…direkt an den Strand.
Ich habe glaube noch nie so schnell eine Stadt durchquert. 🙂

Leider war es nicht der Strand an dem heute das Lager aufgeschlagen werden sollte und so musste ich weiter rollen.
Es ging weiter in die Hügelkette hinter der Stadt wo ich diese Schildersammlung entdeckte, die witzigerweise das Ziel der Europa-Tour, Tarifa, anzeigte.

Ein wenig später traf ich auf diesen kleinen Zeitgenossen, Eddie die Eidechse, der an einer Mauer eine Siesta machte.
Anfangs war er noch etwas grumpy als ich ihn auf meine Hand nahm, aber als er merkte dass ich nicht vorhabe ihn zu essen war er dann doch für eine kleine Fotosession bereit.

Nachdem ich mich von Eddie verabschiedet und ihn zurück auf seine Mauer gesetzt habe ging es weiter auf Tour.

Ich fand auf meiner weitere Route dieses Graffiti, was übersetzt soviel heißt wie „Alle Wege sind der Jakobs-Weg“.

Heute ging es sehr viel auf und ab und so kam ich durch die Hügel auch wieder zurück an die Küste…

…in ein kleines Fischerdorf, indem historische Pfahlbauten als Zeitzeugen erhalten wurden.

Außerdem scheint in dem kleinen Dörfchen auch ein recht begabter Künstler zu leben dessen Kunstwerke die eine oder andere Hauswand verzierten.

Leider führte mich der Weg nicht komplet hinunter an den Strand sondern durch die Grasdünen dahinter.

Aber ein schönes Panorama über den Strand hatte ich dennoch.

Ein wenig später kam ich durch ein weiteres Dörfchen in dem wieder Schilder von verschiedenen Orten angebracht waren.
Wahrscheinlich haben hier ein paar Pilger eine Art Ritual ins Leben gerufen als sie damals damit angefangen hatten ein Schild mit Ihrer Heimatstadt und der Entfernung dorthin aufstellten.

Kurz hinter dem Dörfchen kam dann noch einmal ein kurzes aber ausgesprochen gutes Stück Asphalt auf dem ich dann meine heutigen Skate-Defizite versuchte einigermaßen auszugleichen…

…was leider nicht möglich war, denn nach einer kurzen aber sehr geilen Abfahrt musste ich schon wieder absteigen und zu Fuß weiter gehen…

…und ich fand mich erneut in einem Wald wieder…

…den ich diesmal aber ohne größere Zweischenfälle hinter mir lassen konnte und vom weiteren Weg immer mal wieder einen Blick auf eine kleinen Bucht…

…oder Strand werfen konnte…

…bevor ich dann recht erschöpft vom vielen Wandern am Campingplatz ankam wo Helmut zu einer Art Wäscheständer umfunktioniert wurde.
Denn ja, heute war Waschtag. 🙂
