Heute war es nun soweit, die letzte Etappe auf der Reise 2021.
Leider war es nicht so sonnig und warm wie gestern, das hätte ich mir für die letzte Etappe gerne gewünscht.
Mit den letzten Ausläufern des cantabrischen Gebirges im Hintergrund machte mich mich also auf den Weg.

Zunächst kam ich unglaublich gut voran, denn es ging erstmal nur über leere Landstraßen über die höchstens mal ein Wohnmobil oder ein Camper fuhr der an die Küste wollte.

Der Weg wurde nur einmal kurz von einem kleinen Stück Schotterpiste unterbrochen…

…bevor ich wieder Asphalt unter den Rollen hatte und über eine gefühlt endlose Gerade…

..ein nahezu perfekte Abfahrt surfen konnte.

Am Ende der Geraden war ich ein wenig verwirrt und hatte schon sorgen, dass ich einen mehrere Kilometer weiten Umweg gehen müsste, da hier plötzlich Autobahnauffarten kamen…

…und die einzige Brücke über den Fluss eine Autobahnbrücke war.

Doch meine Sorgen waren unbegründet und mein Navi hatte recht behalten, denn es ging direkt neben der Straße durch einen schmalen Gang über den Fluss.
Es war schon ein wenig unbehaglich auf dieser Brücke, denn bei jeden vorbeifahrenden LKW fing alles an zu beben und zu wackeln.

Ich versuchte also so schnell wie möglich auf die andere Seite zu gelangen und schoss noch ein paar Bilder bevor ich die Brücke hinter mir lassen konnte.

Auf der anderen Seite ging es dann wieder rollend weiter durch kleine Vororte…

…und alte Dörfer am Rande Galiziens.

Da die Gebirgsausläufer in weiter Entfernung lagen schienen die Straßen, Wege und Bahngleise ins Endlose zu verlaufen. Ein krasser Kontrast zu den Aussichten auf und von den Bergen zu beginn der Reise.

Ich kam hier wieder sehr gut voran und war vollkommen alleine auf den Straßen unterwegs…

…bis dann eine kleine Bahnunterführung das Ende des Rollens einläutete…

…denn ab hier ging es dann erstmal nur noch zu Fuß weiter.

Ich wanderte eine ganze Weile zwischen Wiesen,…

…durch Wälder…

…und vorbei an Ackerland und hatte sehr viel Zeit die Erlebnisse der diesjährigen Tour nocheinmal in Erinnerung zu rufen.

Doch meine Tagträumerei wurde durch die Ankunft an der Küste unterbrochen, denn hier warteten jede Menge kleiner…

…und größerer Buchten auf mich, von denen manche durch die hohen Wellen ein ziemlich spektakuläres Naturschauspiel zeigten.

An der Küste entlang der Buchten führte ein beplankter Fußgängerweg…

…der mich vorbei an einem wunderschönen Strand führte an dem ich nur zu gerne meine Ausrüstung abgelegt hätte um in den Wellen baden zu gehen, denn zwischenzeitlich hatten die Wolken etwas aufgeklart und die Sonne kam wieder heraus.

Leider war hier aber noch nicht das Ende der Etappe und der Reise. Also machte ich mich weiter in Richtung Campingplatz, immer entlang der Küste…

…bis ich dann von einer Anhöhe aus in einiger Entfernung den Strand an dem der letzte Campingplatz lag sehen konnte.

Ich nahm noch eine letzte Abfahrt vor dem Ziel…

…und kam am frühen Nachmittag, ziehmlich erschöpft von den letzten Tag aber sehr zufrieden über das Geleistete und die zurückgelegte Strecke, am Campingplatz an.

Wie auch schon die Tage zuvor ging es erstmal an den Strand.

Hier gab es einen Felsen mitten am Strand der bei Flut wahrscheinlich komplett vom Meer umspült wird.

Das interressante an diesem Felsen ist, dass ein Stuhl auf ihm befestigt ist.
Und ja, natürlich musste ich da hoch klettern und für eine Weile Platz nehmen und den Gezeiten zusehen. 🙂

Denn die Wellen an diesem Strand waren wegen der einsetzenden Flut doch schon recht groß geworden.

Nachdem wir bei Helmut zu Abend gegessen hatten ging es zurück an den Strand wo wir noch dem wunderschönen Sonnenuntergang über der Küste zusahen.

Dass dieser Sonennuntergang der erste wirklich schöne auf dieser Reise war, war ein gelungener Abschluss für die diesjährige Tour.