Heute Morgen wurde ich doch recht unsanft aus meinem wohlverdienten Schlaf gerissen, denn mein Travel-Buddy erfreute sich bester Laune. Dennoch war weiterhin Schohnung angesagt damit sich der Organismus wieder richtig erholen kann.
Es war so gar nicht mein Morgen, der Himmel war grau und es ging ein kalter Wind. Also war auch bei mir beste Laune angesagt – nicht!
Nach einem kleinen Frühstück ging es dann auch schon wieder los, Helmut zog an mir vorbei und verschwand hinter der nächsten Kurve und ich war somit wieder on Tour.

Doch nach wenigen hundert Metern war es schon wieder vorbei mit rollen und es ging wie schon so oft zu Fuß weiter. Aber zumindest klarte das Wetter auf und die Sonne kam wieder zum Vorschein.

Zum Glück dauerte es nicht allzu lange bis ich wieder Asphalt unter den Rollen hatte.
Es war zwar eine Hauptstraße zwischen jeder Menge kleinen Dörfchen…

…aber der Seitenstreifen war ausreichend breit für meine Verhältnisse und außerdem war es mit heute auch irgendwie egal.
Ich wollte endlich rollen!
Also zog ich durch und machte ein recht gutes Tempo…

…was für diesen Teil der heutigen Etappe auch echt notwendig war, da es Ewigkeiten nur geradeaus entlang dieser Hauptstraße ging…

…bevor ich dann schließlich in einer größeren Stadt, Ferrol, ankam.

Und auch hier versuchte ich so viel Weg wie möglich mit dem Brett zurück zu legen.

So zog ich quer durch die Stadt…

…bis ich plötzlich auf den Jakobsweg stieß, den ich eigentlich erst viel später auf meiner Tour erwartet hatte.

Hier beschloss ich auf einer Bank am Wegesrand eine kurze Pause einzulegen und eine Kleinigkeit zu essen…

…bevor ich mich wieder auf den Weg machte und Ferrol hinter mir ließ.

Auf den anderen Seite der Bucht, in Fene angekommen führte mich meine Route seltsamerweise ständig über Bahngleise und so „durfte“ ich heute mehrere dieser Bahnübergänge erklimmen.
Glaubt mir, der Erste ist ok, der Zweite wird schon anstrengend und ab dem Dritten willst du die Teile nur noch abreißen und direkt über die Gleise laufen. 😀

Ab hier ging es dann von Dorf zu dorf und je nach Verkehr erlaubte ich es mir auch mal mitten auf der Straße zu fahren.

Der letzte Teil der Etappe war wirklich schön zu fahren.
Wenig Verkehr, gute Straßen…

…und es gab sogar einige gute Abfahrten mit ordentlich Gefälle…

…sodass ich heute ganz gut Material auf der Strecke gelassen haben.
Der schwarze Staub ist übrigens Gummiabrieb von meiner Schuhsohle.
Bremmsstaub wenn man so will.
Ab einer gewissen Geschwindigkeit hat man mit dem Longboard einen Bremsweg wie ein Öltanker wenn man mit dem Fuß bremsen muss, denn leider ist ein Powerslide wegen meinem Gepäck keine Option.

Gegen frühen Nachmittag erreichte ich dann schließlich den Campingplatz bei Ares und durfte zu meiner Freude sehen, dass wir einen Platz mit Blick direkt auf die Bucht bekommen hatten.

Denn das tolle an solchen Plätzen ist, dass man abends während man Blogeinträge schreibt noch einen wunderbaren Blick hinaus aufs Wasser und auf den Sonnenuntergang hat.
