Cangas

Heute war mal wieder einer der Etappen die einfach zu weit für mich sind.

Erneut waren die Campingplätze leider etwas zu weit von einander entfernt und so startete die Etappe mit einer kurzen Fahrt mit dem Bus.

In der nächsten größeren Stadt sprang ich dann ab und machte mich rollend weiter auf meinen Weg.

Es ging nach kurzer Zeit bereits direkt am Wasser entlang…

…und aus der Stadt heraus.

Kurz nach der Stadtgrenze wandelte sich der Weg in einen Radweg und ich kam nun wieder schneller voran.

Ich vertehe diesen spanischen Zwang nicht, alles was nicht für Autos gemacht ist, pflastern zu müssen.

Ehrlich Leute, was soll der Scheiß?

Dieser Radweg zog sich eine ganze Weile. Mein Navi meinte zwar ich hätte vor ein paar hunter Meter bereits links abbiegen müssen und auf der anderen Seite der parallel verlaufenden Autobahn weiterfahren sollen aber das schien mir bei diesem gut ausgebauten Weg doch sehr fragwürdig.

Nachdem ich ungefähr eineinhalb Kilometer auf den Radweg zurückgelegt hatte wurde mir plötzlich klar wieso mein Navi darauf beharrte, dass ich vorhin hätte abbiegen sollen.

Aber ein zurück kam für mich überhaupt nicht in Frage…

Und mal ehrlich, dass soll auch irgendwie ein Abenteuer sein.

…und so sprang ich kurzer Hand über den Zaun und wanderte auf dem schmalen Felsvorsprung weiter.

Zum Glück führte dieser Pfad, wenn man es so nennen kann, auch wieder zu einem richtigen Weg, sonst wäre mal richtig aufgeschmissen gewesen.

Es ging zunächst wandernd über einen langen Holzsteg…

…hinein in die nächste Stadt, die ich wieder über einen Radweg durchqueren konnte.

Und dieses Mal kann man es auch ruhig Radweg nennen, denn ich kam richtig gut voran.

Als ich so durch die Stadt rollte begegnete mir dieser Citroen Mehari aus den 70er Jahren in unlgaublich gutem Zustand.

Das verrückte an diesem Wagen ist, dass die komplette Karosserie aus Kunststoff besteht, was den kleinen Flitzer zu einem echten Fliegengewicht mit seinen gerade mal ca 500 kg macht.

Naja, zumindest reicht dem kleinen dann auch ein 0,6 Liter Motor mit 30Ps um von A nach B zu kommen.

Um die Stadt schließlich zu verlassen führte mich meine Route erstmal eine ganze Zeit lang immer nur bergauf…

…um dann anschließend in das nächste Städtchen wieder bergag zu wandern.

Unten angekommen hatte ich wieder Wasser neben mir und ich entschied mich dazu…

…auf einer Bank eine kurze Pause einzulegen und eine Kleinigkeit zu essen….

…bevor ich mich wieder weiter auf den Weg machte.

Leider führte mich mein Weg immer weiter vom Wasser weg…

…und irgendwie auch immer weiter auf einen Berg hinauf.

Nicht nur, dass ich oben angekommen total fertig war, wurde meine weitere Route sehr abenteuerlich und wirkte hin und wieder auch ein wenig postapokalyptisch.

Es ging Ewigkeiten in den Wald am Gipfel des Berges hinein…

…bevor sich der Weg ein wenig besserte und es auch wieder bergab zu gehen schien.

Diese ungeplante Wandereinlage hatte mich in meinem Zeitplan um minestens eine Stunde zurückgeworfen und diese galt es somit wieder aufzuholen sobald ich wieder feste Wege unter die Rollen bekommen sollte.

Gesagt, getan ging es im Schuß die letzten Kilometer auf der Straße in Richtung Campingplatz…

…wo auch schon Helmut und mein Travel-Buddy auf mich warteten.

Am Abend ging es dann noch hinunter zum Strand um dort den Sonnenuntergang anzusehen und den Tag zu Ende gehen zu lassen.

Die heutige Etappe, im Speziellen der letzte Abschnitt hat meinen Schuhen nun den Rest gegeben.

Je schneller ich fahre um so heftiger muss ich bremsen, klar.

Und somit hat sich heute die Sohle, oder das was von den letzten Tagen noch davon übrig war nun vollständig in Papier verwandelt.

Aber ich bin ja vorbereitet, ist schließlich nicht die erste Tour, und habe eine Ersatzsohle und den besten Kleber den es dafür gibt am Start und so habe ich heute kurzerhand meinen Bremsschuh neu besohlt. 😀