Perfektes Wetter und hammer Straßen, so könnte man die heutige Etappe am besten beschreiben.
Bereits früh auf der Etappe kam der Radweg, der mich heute den Tag über begleitete zum Vorschein.
Entweder ist es hier ein Teil des Camino oder schon der Eurovelo-Radweg den ich bereits auf früheren Touren befahren bin.
Sei’s drum, es war einfach herrlich auf ihm dahin zu gleiten.

Ein Blick zurück offenbarte wie weit ich bereits gekommen war und wo ich mich noch vor ein paar Tagen befunden habe.

Der Weg verlief heute eigentlich die ganze Zeit direkt am Wasser und in den unzähligen kleinen Buchten konnte man das kristallklare Wasser sehen in dass ich mich am liebsten sofort hineingelegt hätte, denn heute war einer der heißesten Tage bisher.

Aber zurück zum Weg, denn der war echt der Hammer. So müssten alle Wege sein, absolut glatt aber ein Glatt mit extrem Gripp wenn ihr versteht was ich meine.
Auf solchen Strecken komme ich mit dem richtigen Gefälle gut und gerne auch mal auf 40 km/h und mehr…

…was heute dazu geführt hat, dass ich wohl irgendwo auf der Strecke Helmut überholt habe weil Madame irgendwo auf dem Weg einen Aussichstspunkt angefahren ist um ein paar Fotos zu schießen.

Leider war der Spaß gefühlt viel zu schnell vorbei und der wunderbare gelbe Radweg endete viel zu früh in einer Schotterpiste.

Es war als ob den Spaniern hier einfach nur der Belag für ein paar hundert Meter ausgegangen wäre, denn kurze Zeit später fing der Radweg einfach wieder an.

Doch erneut sollte es auch diesesmal nur von kurzer Dauer sein…

…und ich fand mich erneut auf einem Wanderweg wieder.

Und dieses Mal zog er sich eine ganze Weile, zunächst vorbei an steinernen Mäuerchen…

…und später dann über die offene Küstenebene mit dem Atlantik zu Rechten und den Bergen zur Linken.

Schließlich wurde der Weg wieder besser und ich kam in ein kleines Städtchen…

…wo mich meine Route durch dessen Altstadt…

…mit ihren schmalen Gassen führte.

Am Ortsausgang kam ich noch an einer kleinen Pilgerkapelle vorbei…

…bevor es dann wieder einmal hieß:
„Follow the yellow (Brick)Road“ – Frei nach The Wizard of Oz von 1939

Aber wie schon bereits zuvor war es ein ständiger Wechsel zwischen schnell rollen und langsam wandern.
Und so war auch hier nach ein paar Kilometern der Weg schon wieder zu Ende…

…und ich musste mein Longboard wieder einmal an den Rucksack schnallen und zu Fuß weitergehen.

Zwischenzeitlich war es bereits unangenehm heiß geworden…

…und so war ich froh als die Wanderung über die staubigen Pfade endlich vorüber war und ich wieder auf meinem Brett steigen und den kühlenden Fahrtwind spüren konnte.

Dieser letzte Abschnitt auf dem Radweg führte mich dann einige Kilomter weiter bis das Ziel der heutigen Etappe A Guarda zu sehen war.

Im Ort habe ich dann nicht zu viel Zeit verbracht und machte mich auf direktem Weg in Richtung Campingplatz…

…wo ich dann, sozusagen als letzte Prüfung des heutigen Tages, noch einmal vom Brett steigen und die letzten 1000 Meter über diese staubige Schotterpiste wandern musste.

Ich war komplett fertig als ich endlich Helmut erreicht hatte.

Fertig aber irgendwie auch glücklich, da ich heute sehr viel Skaten konnte.