Vigo

Nachdem mein Bremsschuh über Nacht die Boxengasse besucht hat startete ich mit negalneuem „Bremsbelag“ in die heutige Etappe.

Fühlt sich sehr gut an bremsen zu können ohne dass der Fuß warm wird 😀

Die heutige Etappe hatte drei Teile.

Der erste Teil führte mich weg vom Campingplatz, durch das anliegende kleine Dörfchen…

…hinein in einen Wald…

…wo ich dank des geringen Verkehrs auch echt gut voran kam.

Die Route führte mich anschließend quer durch die Altstadt von Cangas…

…und vorbei an einer alten Kirche…

…bis an den Hafen…

…wo ich dann schließlich die Fähre nach Vigo nahm.

Die Fahrt mit der Fähre war sogesehen auch schon der zweite Teil der heutigen Etappe und ich nutzte die Zeit um eine Kleinigkeit zu essen und meinen Rücken mal wieder vom Rucksack zu entlasten.

Auf der anderen Seite des Ria de Vigo, also in Vigo, angekommen, empfing mich die Stadt direkt mit einem Radweg…

…und so kam ich recht zügig vom Hafen weg…

…und über ein noch besseres Radwegenetz quer durch die Stadt.

Auf diesen Wegen kann richtig Tempo machen und solange es einigermaßen eben ist, dieses auch recht lange halten, wodurch ich beispielsweise in Holland oder in Westfrankreich durch die dort extrem gut ausgebauten Radwege an manchen Tagen bis zu 60km zurücklegen konnte.

Leider sind solche Distanzen hier in Spanien bisher aufgrund der topographischen Gegebenheiten einfach nicht zu machen.

Ich folgte dem Radweg weiter ins Landesinnere bis ich die Stadtgrenze hinter mir hatte und rollte anschließend wieder auf die Küste zu…

…die dann auch den dritten und letzten Teil der heutigen Etappe einläutete.

Ab hier ging es eigentlich nur noch direkt am Wasser entlang.

Und auch wenn die Strandpromenade gepflastert war konnte ich hier wunderbar fahren.

Mit diesen glatten Pflastersteinen kann ich mich sehr gut anfreunden.

Der Sand hat die Fugen zwischen den einzelnen Platten gefüllt, die Oberfläche ist glatt wie eine Fliese und so gleitet mein Brett nahezu lautlos darüber.

Lediglich das Abrollgeräusch meiner Rollen wenn ich eine engere Kurve fahre ist noch leise zu hören.

In diesem „Stealth-Modus“ sind dann aber wieder die Fußgänger ein Problem, da sie einen erst wahrnehmen wenn man schon an ihnen vorbei ist und man somit ständig Acht geben muss ob nicht einer vor einem plötzlich die Richtung ändert oder sonst einen Quatsch macht.

Auf dem weiteren Weg folgte leider auch gleich noch ein Negativbeispiel für Pflastersteine.

Über diese mit Querrillen versehenen Gehwege kann man nicht fahren.

Das ganze Brett gerät in Schwingung die sich bis in die Beine fortsetzt und auch die Geräuschentwicklung der Rollen auf diesem Belag ist Ohrenbetäubend.

Querrillen – Ernsthaft???

Wollt ihr dass sich mein Brett durch Resonanz in Einzelteile zerlegt oder dass meine Gelenke den Geist aufgeben?

Nach wenigen hundert Metern hatte ich dann aber wieder Asphalt…

…und gut befahrbare Wege vor mir bis ich dann schließlich am Campingplatz ankam…

wo wieder einmal sofort die Ausrüstung verstaut wurde, ich mich umgezogen habe und ich dann mit meiner Reisebegleitung direkt zum Strand gegangen bin um dort zu entspannen und die Sonne zu genießen.

Und ja, wie man an meiner Wade unschwer erkennen kann trage ich wirklich den ganzen Tag Knieschoner, selbst wenn ich zwischendruch ein ganzes Stück wandern muss. – Ich zieh die Teile doch nicht alle paar hundert Meter an und wieder aus.