Bem vindo a Portugal
Heute war es endlich soweit. Ich verließ Spanien und setzte meine Tour in Portugal fort.
Aber bis dahin dauerte es noch ein wenig.
Am Vormittag ging es dieselbe staubige Piste des Vortages weiter in Richtung „Hafen“ von A Guarda, den Blick bereits auf Portugal gerichtet.

Ich stapfte einige Zeit durchs Grüne…

…bevor ich den Fährhafen von A Guarde erreichte.

Es war aber irgendwie weit und breit keine Fähre zu sehen…

…bis mir dann klar wurde, dass hier keine Fähre wie ich sie mir vorgestellt hatte fahren wird, sondern dieses kleine Böttchen.
Machte aber nichts, schließlich waren wir mit Kapitän auch nur zu viert, die über den Fluss nach Portugal wollten.

Bevor wir ablegten war aber noch etwas Zeit, die ich in Fotos von meinem Longboard investierte und mich daran erinnerte, was wir beide bereits auf unserer Reise durch Europa gemeinsam erlebt haben.
Ich bin sehr froh uns auch stolz zugleich, dass es mich in all den Jahren noch nie im Stich gelassen hat.

Doch zurück zur Reise, die sich in der Zwischenzeit auf dem Wasser fortsetzte.
Es ging mit „Vollgas“ nach Portugal. 😀

Dort angekommen erwarteten mich zunächst endlose Kilometer vorbei an Dörfern und Feldern.
Aber der Radweg ließ mich sehr gut vorankommen, sodass die Strecke nicht allzuviel Zeit in Anspruch nahm.

In Viana do Castello musste ich dann nochmal einen Fluss überqueren, aber davon gleich mehr.
Ich rollte zunächst in die Stadt hinein und weiter zum Hafen, wo die Gil Eannes, ein altes Lazarettschiff von 1955 dass heute als Museumsschiff vor Anker liegt.

Die Stadt überragend im Hintergrund sticht die Basilica de Santa Luzia bereits von Weitem ins Auge aber leider war mir der Weg dort hin bei den heutigen Temperaturen einfach zu weit um sie zu besichtigen…

…und so musste ich mich mit den Kunstwerken die hier und da verstreut waren zufrieden geben.

Ein kurzes Stück am Fluss entlang kam ich wieder in den Genuss des gelben Radweges der mir von ein paar Tagen bereits Freude bereitet hatte.

Und es war auch dieses Mal wieder eine echte Freude hier drüber zu gleiten.

Wie vorhin schon erwähnt musste ich erneut einen Fluss überqueren und dafür über eine Brücke fahren. Aber nicht über diese hier.

Sondern über diese hier, die Ponte Eiffel. Und wenn sich einer von euch jetzt fragt ob er oder sie den Namen schon mal irgendwo gehört hat dann liegt ihr richtig. Die Brücke wurde nämlich von Gustave Eiffel, dem selben Ingenieur der den Eiffelturm entworfen hat konstruniert.
Die Brücke überbrückt seit 1878 den Rio Lima und ist wie der Eiffelturm auch eine genietete Eisenkonstruktion. Das besondere an ihr ist außerdem, dass sie zwei Etage hat, die obere auf der sich Fahrzeuge und Fußgänger bewegen dürfen und die untere Ebene auf der Schienenverkehr stattfindet.

Auf der anderen Seite angekommen erwartete mich leider erstmal nur stumpfes Kilometerreißen entlang einer Hauptstraße…

…zumindest war der Seitenstreifen so breit und der Belag ausreichend gut, dass ich unbehelligt vom Verkehr meiner Route folgen konnte.

Ehrlich gesagt war dieser Teil der Etappe sehr öde und bei den Temperaturen auch noch recht erschöpfend dazu.

Aber wenigstens hatte ich dadurch ziemlich viel Zeit um mit der Kamera zu spielen und das ein oder andere Bild, Video oder GIF vom Skaten zu kreieren.

Für etwas Abwechslung sorgte dann schließlich eine etwas ausgeprägtere Wandereinlage, die sich von anfänglichen Pflasterwegen…

…über staubige Feldwege…

…bis zu einem Waldweg ausdehnte, wodurch ich wieder ein wenig Tempo rausnehmen musste…

…bis ich dann wieder auf einen Radweg kam und zumindest für eine kurze Strecke wieder ein wenig Gas geben konnte.

Ich fuhr noch ein letztes Mal über eine Brücke…

…bevor ich dann die letzte Wanderung vor erreichen des Campingplatzes antrat.

Nachdem wieder Ausrüstung und Longboard verstaut und ich umgezogen war ging es natürlich wieder direkt zum Strand…

…wo ich zusammen mit meinem Travel-Buddy den Tag ausklingen ließ.

Morgen ist dann wiedermal ein Day Off angesagt, denn es geht nach Porto, dass wir in aller Ruhe erkunden möchten.