Quiaios

Die heutige Etappe war kurzfristig auf eine sehr kurze Strecke umgeplant worden um in einer Art Selbstversuch herauszufinden wie weit ich mit meinem Knie komme.

Also am frühen Vormittag Wunde gereinigt und neuen Verband angelegt, Knieschoner drüber gepackt und los gings.

Zunächst recht eintönig an einer Hauptstraße entlang…

…durch Baustellen hindurch…

…und wandernd über frisch gepflasterte Gehwege.

Wobei ich merkte, dass sich gehen deutlich unangenehmer bemerkbar machte als rollen.

Also waren längere Wanderungen schon mal von hier ab gestrichen.

Zum Glück ging es die nächsten paar Kilometer erstmal nur noch rollend voran.

Zwischendurch kam ich an einer ziemlich eigenartigen Windmühle oder 18. Jahrhundert Radarantenne oder was auch immer das darstellen sollte vorbei…

…bis mich die Route von der Hauptstraße abbiegen ließ und ich auf einer Menschenleeren Landstraße weiterrollen konnte.

Bis hier lief es noch recht zufriedenstellend.

Natürlich spürte ich mein Knie aber nicht in dem Ausmaß bei dem ich sagen müsste ich könnte nun nicht mehr weiterfahren.

Und so versuchte ich beim leichten bergab rollen noch ein paar Bilder von meinem Brett zu schießen.

Die Strecke führte noch eine ganze Weile durch diesen Wald…

…bevor ich in ein verschlafenes und verwinkeltes kleines Dorf kam…

…in dem ein Gebäudemit seiner leuchtenden Fassade komplett aus der Reihe tanzte.

Es war schön anzusehen und brachte auch irgendwie das Gefühl von Leben in die kleine Ortschaft.

Auf den letzten, der doch recht überschaubaren Anzahl an Kilometern heute, fing mein Bein an sich immer stärker bemerkbar zu machen.

Vom Hüftgelenk abwärts verspürte ich ein andauerntes ziehen und das Knie selbst brannte nach dem ständigen ab- und aufsteigen aufs Brett, da ich in dem Städtchen ungewöhnlich vielen Fahrzeugen Platz machen musste auch wieder stärker…

…und ja, bestimmt waren die akrobatischen Bewegungen oder eher Verbiegungen die ich für solche Aufnahmen machen musste auch nicht ganz unbeteiligt.

Da die heutige Etappe keine 20 Kilometer weit ging erreichte ich relativ früh den Campingplatz…

…wo zunächst die Inspektion der Wunden auf dem Plan stand und anschließend die weitere Tourenplanung…

…bevor es von dem Abendessen noch für einen kurzen Besuch zum Strand ging.

Dass ich aktuell nicht im Meer baden gehen kann machte mir in anbetracht des trüben Wetters heute weniger aus.

Auch die Verletzung an meiner linken Hand, mit der ich den Sturz versucht haben abzufedern entwickelt sich gut und macht mir nicht so viel aus.

Jedoch die Wunde am Knie mit dem ich nach dem Sturz ungewollt gebremst habe blutet noch und nässt ungewöhnlich stark und bereitet mir ein wenig Sorgen.

Für heute Nacht wurde nun noch einmal alles gesäubert und neu verbunden und wir warten ab wie es sich bis morgen entwickelt hat.