Vilanova de Arousa

Die gestrige Sightseeing Tour hat meinen Beinen etwas Entspannung und die Möglichkeit sich ein wenig zu regenerieren gebracht und so konnte ich heute mit neuer Kraft aufs Brett steigen.

Der erste interessante Moment der Etappe war, als ich an eine Brücke kam, die ich leider zu Fuß überqueren musste, da die Fußgängerspur mit Holz beplankt war.

Es war dennoch schön, da ich im Schatten wandern konnte…

…und eine sehr schöne Aussicht über den Fluss und die umgebende Landschaft hatte.

Gegen Mittag wurde es heute sehr heiß, doch da ich im Vergleich zu den vergangenen Tagen extrem gut voran kam vielen die Temperaturen nicht so sehr ins Gewicht.

Die Etappe führte durch viele kleine Dörfer mit wenig Verkehr, sodass ich die meiste Zeit einfach mitten auf der Straße durchziehen konnte.

Hin und wieder sorgte ein kleines Waldstück für eine schattige Abkühlung und der Fahrtwind tat sein übriges.

Es ging noch eine ganze Weile über kleine Sträßchen…

…bis ich dann Vilanova erreichte und endlich einmal über gut ausgebaute Radwege rollen konnte.

Diese führten mich zunächst einmal quer durch die Stadt…

…bis ich dann die Strandpromenade erreicht hatte…

…und ab hier nur noch am Wasser entlang fuhr.

Auf der weiteren Stecke kam ich noch an diesem Pumptrack vorbei den ich zu gerne selbst gefahren wäre, doch mein tiefergelegtes Reise-Longboard ist leider überhaupt nicht für so einen Parcours ausgelegt – Ich würde überall aufsetzen und das will ich dem guten Stück beim besten Willen nicht antun.

Zu guter Letzt kam ich dann zu einer Brücke die den letzten Teil der heutigen Route einleitete.

Am anderen Ufer angekommen waren es nur noch wenige hundert Meter bis ich dann das Ziel für heute erreicht hatte.

Nachdem ich dann am Campingplatz angekommen war, verstaute ich Longboard und Rucksack und es ging für den Rest des Nachmittags an den Strand um dort faul in der Sonne zu liegen.

Am Abend gab es dann noch etwas gesundes vom eigenen Grill bevor ich mich wieder ans Schreiben machte.

Santiago de Compostela

Heute stand wie angekündigt etwas Abwechslung auf dem Plan.

Nach dem Frühstück packten wir alles zusammen und machten uns mit Helmut auf den Weg entlang der Küsenstraße…

…bis wir nach einigen Kilometern ins Landesinnere abbiegen mussten, denn das Ziel des heutigen Tages war Santiago de Compostela.

Und das ausgerechnet am Jakobus Tag – heute wird die Hölle in Santiago los sein.

Denn auch der spanische König soll wohl vor Ort sein.

In Santiago angekommen wollte erstmal das dort ansäßige Federvieh unbedingt etwas von meinen Keksen ab haben und natürlich habe ich an so einem Feuertag brüderlich geteilt 😀

Nach dieser kleinen Raubtierfütterung ging es auch direkt hinein in die Altstadt…

…wo es allerlei historische Bauwerke zu bestaunen gab, wie zum beispiel das Kloster San Francisco…

…das Convento de San Francisco…

Das Bedediktinerkloster Monasteiro de San Martino Pinario, das heute als Hotel und Studentenwohnheim genutzt wird und sogar ein Museum für religiöse Kunst beherberg.

..die Igreja de San Fructuoso…

…oder das Rathaus an der Praza do Obraidoro, dem Platz an dem sich sämtliche Pilger nach ihrer erfolgreichen Pilgerreise zusammenfinden und einen Moment inne halten bevor es dann weiter zum wohl beeindruckendsten Gebäude und gleichzeit auch Wahrzeichen der Stadt…

…der beeindruckenden Kathedrahle von San Sebastian geht.

Auch wenn die Schlange zum Eingang in die Kathedrale echt lang ist, darf eine Besichtigung auf keinen Fall fehlen wenn man schon einmal hier ist.

Und so stellten auch wir uns in die Schlange und warteten darauf die Kathedrale von Innen zu bestaunen.

Und das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Im Inneren wirkte alles noch einmal viel gewaltiger. Die Höhe der Decke, die Größe der Räume und vorallem die Akkustik waren unglaublich.

Und der Altar selbst war natürlich auch eine echte Sehenswürdigkeit mit den vielen Goldverzierungen und deren Inszenierung durch den Lichteinfall durch die vielen Fenster.

Ein unglaubliches Bauwerk, vorallem wenn man bedenkt, dass der Bau bereits im Jahr 1075 begonnen hatte und über die Jahrhunderte immer wieder erweitert wurde.

Nach der Besichtigung machten wir uns wieder auf den Weg zurück zu Helmut und fuhren wieder hinaus aus der Stadt…

…und weiter in Richtung Küste…

…von wo aus es dann morgen wieder mit der Tour weitergehen soll.

Der heutige Tag war eine gelungene Abwechslung zu dem ganzen Drucheinander der letzten Tage und ebenso auch ein Muss wenn man schon einmal hier in Galiozien ist.

Hoffentlich war der heutige Tag auch ein wenig erholsam für meinen Travel-Buddy, sodass sie wieder Kraft tanken konnte damit bald wieder ganz fit ist.

San Francisco

Da der gestrige Tag einen sehr außerplanmäßigen Verlauf nahm und wir sehr spät einen Platz zum Schlafen finden mussten blieb uns nur die Möglichkeit frei zu stehen.

Das schöne daran ist, dass man sich dabei direkt an den Strand stellen kann und am Morgen bei den Wellen aufwacht.

Da wir leider durch die gestrige Aktion einen Tag verloren hatten und einen festen Zeitplan haben, mussten wir heute ein ganzes Stück aufholen.

Also musste ich erst einmal Busfahren.

Einige Kilometer später sprang ich dann ab um wenigstens einen Teil der heutigen Etappe selbst zurück zu legen.

Der graue Himmel vom Morgen hatte sich auch bereits verzogen und die Temperaturen kletterten nahe an die 30°C Marke.

Es ging zunächst neben einer Hauptstraße recht lang bergauf…

…bis ich dann links auf einen Wanderpfad abbog…

…der sich seitlich am Berg entlang bis zum Gipfel schlängelte.

Von dort oben hat man einen grandiosen Ausblick über die Gipfel bis hinunter zur Bucht von Muros wo auch der heutige Campingplatz liegt.

Auf meinem weiteren Weg begegnete mir noch eine kleine Herde Kühe, die sich sichtlich wunderten was der irre Mensch mit seinem Skateboard auf einem Wanderweg macht.

Kurze Zeit später hatte ich dann den Gipfel hinter mir gelassen und der Weg ins Tal hatte begonnen.

Leider führte dieser direkt an der Hauptstraße entlang, sodass ich immer nur kurze Strecken skaten konnte, da ständig Autos mit ca 90 km/h angeschossen kamen.

Nach und nach kam ich meinem heutigen Ziel immer näher…

…und ich versuchte so schnell wie möglich von dieser Hauptstraße weg zu kommen.

Nach einiger Zeit kam ich dann am Fuß des Berges an und konnte nun endlich an der Hafenpromenade von Muros entlang rollen.

Meine Route führte mich vorbei am Rathausplatz…

…und weiter durch die Altstadt…

…bis ich Muros schließlich über eine Landstraße durch ein kleines Wäldchen verließ.

Hier konnte ich dann endlich wieder ein ganzes Stück auf dem Brett zurücklegen.

Ich kam meinem Ziel, der „Praia da San Francisco“ immer näher…

…um dann am Campingplatz angekommen festzustellen, dass Helmut zu einem Wäscheständer umfunktioniert wurde. 😀

Nach einem kurzen Besuch am Strand erkundete ich noch die Umgebung und entdeckte das Nonnenkloster „Convento de San Francisco do Rial“ direkt hinter dem Campingplatz…

…zu dem wohl auch dieser kleine Pilgerpfad gehörte, der sich ein paar hundert Meter den Berg hinauf schlängelt.

Der Pfad war am Abend noch eine gute Übung um die Beine nach dem heutigen Anstieg wieder ein wenig zu lockern.

Morgen steht ein dann wenig Abwechslung zum bisherigen Programm auf dem Plan.

Ungeplanter Zwischenstopp

Es war eine sehr unruhige Nacht.

Als dann sehr früh am Morgen die Bauchkrämpfe und heftigen Schmerzen meine Begleitung trafen packten wir so schnell es möglich war unser Lager ein und machten uns auf direktem Weg zum nächsten Arzt, der uns nach kurzer Untersuchung ins nächste Krankenhaus schickte.

Die Lebensmittelvergiftung war offensichtlich doch noch nicht ganz auskuriert.

Dort angekommen, ging es direkt über die Notaufnahme hinein wo sich die Ärzte auch sogleich an die Arbeit machten.

Nach jeder Menge Untersuchungen und Ewigkeiten des Wartens wussten die Ärzte dann auch was meinem Travel-Buddy fehlte und konnten sie wieder aufpäppeln.

Nachdem wir so den Tag im Krankenhaus verbracht hatten und die Ärzte der Überzeugung waren, dass sie wieder fit genug war um das Krankenhaus zu verlassen, machten wir uns spät in der Nacht auf den Weg um einen Platz zu finden an dem wir die Nacht verbringen konnten.

Baldaio

Wie eigentlich jeden Morgen war der Himmel grau und es wehte ein kühler Wind.

Irgendwie habe ich mir das Wetter in Spanien anders vorgestellt.

Aber zurück zum Wesentlichen. Die Route.

Da die heutige Etappe aus planungstechnischen Gründen mein Tagespensum etwas überschritt, fuhr ich ein Stück mit Helmut mit und wir nutzten den Moment auch gleich dafür unseren Proviant wieder aufzufüllen als wir die nächste Stadt erreichten.

Während der Fahrt begegnete uns auch wieder der Jakobsweg, der hier ziehmlich ungemütlich neben dem Verkehr entlang geführt wurde.

Kurz nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen haben sprang ich auch schon wieder ab und machte mich rollend weiter auf den Weg.

Die Route führte mich dann durch ein paar Küsterndörfer…

…und vorbei an zahlreichen Buchten.

Zwischendurch musste ich natürlich auch mal einen „Selfie“ machen.

Auch wenn es heute einige Male recht steil bergauf ging waren die guten Straßenverhältnisse ein Traum im Vergleich zu den letzten Tagen…

…und so konnte ich mich bereits beim Hochlaufen auf die kommende Abfahrt freuen.

Und ja, irgendwie habe ich mir (so wie jedes Jahr) wiedereinmal einen Sonnenbrand zugeszogen. 😀

Die Sonne grillt mich auch durch eine Wolkendecke hindurch…

Mitten bei einer Abfahrt musste ich hart bremsen und dachte im ersten Moment ich sehe nicht richtig.

Aber direkt vor mir stand dieser Raubvogel, ich glaube es ist ein Bussard, auf der Straße und sah mich verwundert an bzw. er erwiederte wahrscheinlich einfach nur meinen verwunderten Blick.

Wir waren keinen halben Meter von einander entfernt als ich leider bemerkte, dass er sich wohl seinen linken Flügel verletzt hatte und deswegen hier auf der Straße herum saß und mich so nah an sich heran ließ.

Um ihn zumindest aus der Gefahrenzone Straße zu bekommen half ich ihm sehr vorsichtig mit Hilfe meines Longboards zurück ins Gebüsch.

Nach dieser Begegnung ging es für mich weiter in Richtung Campingplatz, nur leider nicht mehr rollend.

Wie gerne wäre ich diese Strecke gefahren, doch leider ist mein Longboard nicht offroadfähig.

Während dieser Wanderung klarte der Himmel nach und nach immer weiter auf und ich hatte einen wunderbaren Blick über die Hügel und Berge Galiziens.

Ich musste noch ein paar Kilometer weiter wandern…

…bevor ich dann das heutige Ziel in der Ferne sehen konnte…

…wo auch schon Helmut und mein Travel-Buddy auf mich warteten.

Nachdem ich meine Ausrüstung verstaut und mich umgezogen hatte ging es dann auch sofort an den Strand…

…wo ich beim Erkunden der Felsen auch gleich die nächste tierische Bekannstschafft machen durfte…

…denn dieser kleine Krebs hatte sich an einem Felsen versteckt und mich ganz schön erschreckt. 😀

Der Strand lud mit seinen Felsformationen regelrecht zum Erkunden ein und so mussten wir nicht mal lange suchen um diese coole Höhle zu entdecken.

Wir verbrachten noch eine ganze Weile am Strand bevor wir dann am Abend zum Platz zurückkehrten…

…wo es heute zur Belohnung (wofür auch immer) Pizza zum Abendessen gab.

So langsam kommen wir der Westküste immer näher und ich freue mich darauf wenn es endlich Richtung Süden weiter geht.

Ares

Heute Morgen wurde ich doch recht unsanft aus meinem wohlverdienten Schlaf gerissen, denn mein Travel-Buddy erfreute sich bester Laune. Dennoch war weiterhin Schohnung angesagt damit sich der Organismus wieder richtig  erholen kann.

Es war so gar nicht mein Morgen, der Himmel war grau und es ging ein kalter Wind. Also war auch bei mir beste Laune angesagt – nicht!

Nach einem kleinen Frühstück ging es dann auch schon wieder los, Helmut zog an mir vorbei und verschwand hinter der nächsten Kurve und ich war somit wieder on Tour.

Doch nach wenigen hundert Metern war es schon wieder vorbei mit rollen und es ging wie schon so oft zu Fuß weiter. Aber zumindest klarte das Wetter auf und die Sonne kam wieder zum Vorschein.

Zum Glück dauerte es nicht allzu lange bis ich wieder Asphalt unter den Rollen hatte.

Es war zwar eine Hauptstraße zwischen jeder Menge kleinen Dörfchen…

…aber der Seitenstreifen war ausreichend breit für meine Verhältnisse und außerdem war es mit heute auch irgendwie egal.

Ich wollte endlich rollen!

Also zog ich durch und machte ein recht gutes Tempo…

…was für diesen Teil der heutigen Etappe auch echt notwendig war, da es Ewigkeiten nur geradeaus entlang dieser Hauptstraße ging…

…bevor ich dann schließlich in einer größeren Stadt, Ferrol, ankam.

Und auch hier versuchte ich so viel Weg wie möglich mit dem Brett zurück zu legen.

So zog ich quer durch die Stadt…

…bis ich plötzlich auf den Jakobsweg stieß, den ich eigentlich erst viel später auf meiner Tour erwartet hatte.

Hier beschloss ich auf einer Bank am Wegesrand eine kurze Pause einzulegen und eine Kleinigkeit zu essen…

…bevor ich mich wieder auf den Weg machte und Ferrol hinter mir ließ.

Auf den anderen Seite der Bucht, in Fene angekommen führte mich meine Route seltsamerweise ständig über Bahngleise und so „durfte“ ich heute mehrere dieser Bahnübergänge erklimmen.

Glaubt mir, der Erste ist ok, der Zweite wird schon anstrengend und ab dem Dritten willst du die Teile nur noch abreißen und direkt über die Gleise laufen. 😀

Ab hier ging es dann von Dorf zu dorf und je nach Verkehr erlaubte ich es mir auch mal mitten auf der Straße zu fahren.

Der letzte Teil der Etappe war wirklich schön zu fahren.

Wenig Verkehr, gute Straßen…

…und es gab sogar einige gute Abfahrten mit ordentlich Gefälle…

…sodass ich heute ganz gut Material auf der Strecke gelassen haben.

Der schwarze Staub ist übrigens Gummiabrieb von meiner Schuhsohle.

Bremmsstaub wenn man so will.

Ab einer gewissen Geschwindigkeit hat man mit dem Longboard einen Bremsweg wie ein Öltanker wenn man mit dem Fuß bremsen muss, denn leider ist ein Powerslide wegen meinem Gepäck keine Option.

Gegen frühen Nachmittag erreichte ich dann schließlich den Campingplatz bei Ares und durfte zu meiner Freude sehen, dass wir einen Platz mit Blick direkt auf die Bucht bekommen hatten.

Denn das tolle an solchen Plätzen ist, dass man abends während man Blogeinträge schreibt noch einen wunderbaren Blick hinaus aufs Wasser und auf den Sonnenuntergang hat.

Valdovino

Heute starteten wir zunächst wieder motorisiert in die heutige Etappe…

…und fuhren erstmal ein wenig entlang der Route um heraus zu finden  ob der Kreislauf stabil genug ist um problemlos ein Fahrzeug zu führen.

Zwischendurch hielten wir an einer kleinen Aussichtsplattform an um etwas frische Luft zu schnappen…

…und den Blick über die Bucht zu genießen…

…bevor es dann wieder zurück auf die Straße ging.

Nachdem wir nun einige Kilometer weit gefahren waren und sich soweit keine Anzeichen irgendwelcher Nachwirkungen zeigten, beschlossen wir mich hier am Wegesrand rauszuschmeißen…

…auf dass ich mich nun rollend weiter fortbewege.

Leider war der Spass erstmal nur von kurzer Dauer, denn ich war nur wenige hundert Meter gerollt, als ich schon wieder zu Fuß weitergehen musste.

Der erzwungene Spaziergang zog sich ein ganzes Stück durch den Wald und es ging eine ganze Zeit lang bergauf und bergab…

…bevor ich wieder ausreichend festen Boden unter den Füßen hatte…

…und endlich das Tempo erhöhen konnte.

Doch leider war auch hier nach kurzer Zeit wieder Schluss mit Lustig, und ich musste mein Brett erneut auf den Rücken schnallen und  weiter wandern.

Zwischendurch führte meine Route mich leider auch ein Stück entlang einer Hauptstraße. Die sind zwar recht gut asphaltiert, eignen sich aber nur bedingt zum Skaten, da die Menschen hier einen recht wilden Fahrstil pflegen und ich doch sehr an meinem Leben hänge. 😀

Eine Brücke über einen kleinen Bach führte mich dann endlich von der Hauptstraße weg und ich freute mich schon darauf wieder skaten zu können ohne ständig über die Schulter nach hinten sehen zu müssen.

Doch ich hatte mich zu früh gefreut und musste noch einen letzten, richtig steilen Anstieg über eine Schotterpiste meistern…

Wieso kommt das eigentlich auf Bilder nie so raus?

Nächstes mal nehm ich echt ne Wasserwaage mit auf Tour

…bevor ich dann endlich die Straße vor mir hatte auf der ich mich nach Herzenslust austoben konnte.

Zwischendurch wurde die Straße kurz etwas schlechter, aber ausreichend Geschwindigkeit und Gefälle haben das geregelt.

An einem Gebirgssee entlang der Route legte ich noch eine kleine Verschnaufpause ein…

…bevor ich dann die letzten Kilometer noch ordentlich Tempo machte…

…bis ich schließlich das heutige Ziel, Valdovino, sehen konnte.

Die Abfahrt hinunter in die Stadt und zum Strand war leider nicht mehr so schön –> Gehwege, Zebrastreifen und Verkehr…

Am Campingplatz, der direkt am Strand liegt, wartete bereits mein Travel Buddy mit Helmut auf mich…

…um endlich an den Strand zu gehen.

Wo wir dann auch den Abend verbracht haben, bevor wir zurück zu Helmut gingen, etwas aßen und ich diese Zeilen geschrieben habe.

Dieser erste Tag auf dem Brett war durch die vielen Wandereinlagen und Steignungen doch anstrengender als ich erwartet hatte und so fühlen sich meine Beine heute Abend ziehmlich schwer an.

Doch wir wollen den Teufel nicht an die Wand malen, denn jeder Meter auf dem Brett ist jede Wandereinlage wert.

Viveiro – Ein holpriger Start

Den Start der Tour hatte ich mir ehrlich gesagt ein wenig anders vorgestellt…

Aber fangen wir vorne an oder besser bei gestern Abend.

Irgend etwas am gestrigen Abendessen hat meiner Reisebegleitung überhaupt nicht gut getan, denn bereits in der Nacht zeigten sich erste Symptome einer Lebensmittelvergiftung.

Am Morgen war klar, skaten kommt heute definitiv nicht in Frage und so hieß es also rasch zusammen packen und dieselbetrieben ab zur nächsten Apotheke die zwar auf der Route lag aber dennoch einige Kilometer weit weg war.

Nachdem wir die benötigten Medikamente besorgt hatten, beschlossen wir das nächste Ziel direkt anzufahren, mieden dabei aber die Autobahn um die Fahrt so ruhig wie möglich zu gestallten.

Wir fuhren eine ganze Weile an der Küste entlang…

…und legten an einer kleinen Bucht eine Pause ein um etwas frische Luft zu schnappen…

…da lange Autofahrten noch nicht gut verkraftet wurden.

Trotzdem wirkte die kleine Bucht wie ein Ruhepol und durch die frische Brise die vom Meer aus entgegen wehte konnte wieder ein wenig Kraft für die Weiterfahrt getankt werden.

Das letzte Stück vor Viveiro mussten wir dann doch noch die Schnellstraße nehmen.

Am dortigen Campingplatz angekommen, stellte ich unser Lager auf und machte mich sofort auf in die Stadt um ein paar leichte Lebensmittel und Wasser einzukaufen, während mein Travel-Buddy versuchte ein wenig zu schlafen um sich zu erholen.

Auf dem Weg durch die Altstadt kam ich wie schon so oft an alten Kirchen vorbei…

…von denen letztere sogar ein eigenes kleine Koster besaß…

  …welches man sogar frei betreten konnte.

Neben den Kirchen gab es auch wieder viele Statuen zu sehen..

…zu denen ich nicht immer Informationen finden konnte was oder wen genau sie darstellen sollten.

Bei manchen wiederrum war es direkt ersichtlich, Kanonen sind und bleiben eben einfach Kanonen.

Nach der kleinen Erkundungs- und Einkaufstour machte ich mich wieder aud den Weg zurück zum Platz um zu sehen wie es um das Wohlbefinden meiner Begleitung steht.

Heute abend gibt es wohl erstmal leichte Kost in der Hoffnung, dass wir morgen wieder Fit in die nächste Etappe starten und diesen doch sehr holprigen Start hinter uns lassen können.

Drei Tage und 2000 Km später

Es geht also wieder los. Eine neue Tour beginnt.

Da der Startpunkt dieses Jahr bereits sehr weit weg von Deutschland ist, haben wir beschlossen die Anreise auf mehrere Tage zu verteilen. Und da die ganze Autobahnfahrerei stink langweilig ist, habe ich wiederum beschlossen aus drei Tagen einen einzigen Eintrag zu machen.

Will ja keiner sehen, die ganzen Bilder von der Autobahn.

Nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag Ausrüstung und Proviant in Helmut verladen wurden, starteten wir unsere Reise früh am Samstagmorgen.

Zunächst ging es über fast menschenleere Autobahnen…

…durch kleine verschlafenen Dörfer…

…quer durch Frankreich.

Es dauerte etwas mehr als acht stunden bis wir das erste Etappenziel in Merlins erreichten…

…und Helmut eine Verschnaufpause gönnen konnten.

Wir übernachteten in einem kleinen Hotel in Merlins, dass direkt an einem See liegt.

Am Abend unternahmen wir einen Spaziergang rund um den See um uns nach der langen Fahrt noch die Beine zu vertreten…

…und den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.

Denn bereits früh am nächsten Morgen hieß es direkt wieder zurück auf die Straße…

…und ab auf die Autobahn in Richtung San Sebastian.

Dort angekommen wurde Helmut zügig in seine Parkbox rangiert, das Reisebepäck aufs Hotelzimmer gepackt und es ging über Strandpromenade…

…hinein in die Altstadt wo es erst einmal etwas zu essen gab und wir ein wenig durch die kleinen Läden bummelten…

…bevor wir uns dann am frühen Abend wieder zurück auf den Weg zum Hotel machten.

Nachdem es Nacht geworden war konnte ich es mir jedoch nicht nehmen lassen noch einmal zur Bucht zurück zu kehren…

…um noch die Lichter der Stadt einzufangen.

Der letzte Abschnitt sollte für Helmut der anstrengendste werden, denn nun lagen die Pyrenäen vor uns die wir überqueren mussten.

Es ging bergauf und bergab, doch Helmut kämpfte sich tapfer durch bis wir das Gebirge schließlich hinter uns ließen…

…und den Rest der Etappe mit Blick auf den Atlantik zurücklegen konnten.

Nach 2000 km waren wir dann endlich am Ziel der 3-tägigen Anreise, Barreiros, angekommen und bauten erst einmal unser Lager auf…

…bevor wir uns auf den Weg zum Strand machten…

…wo wir den Wellen der einsetzenden Flut zusahen…

…und einen kleinen Abendspaziergang unternahmen, bevor wir zu Helmut zurückkehrten um zu Abend zu Essen und uns shclafen zu legen.

Ab morgen werde ich mich dann wieder unmotorisiert auf meine Reise entlang der Atlantikküste machen und bin schon sehr gespannt und aufgeregt, wer und was mir alles auf der diesjährigen Tour begegnen wird und welche abenteuerlichen Wege ich dieses Jahr gehen werde.

Barreiros

Heute war es nun soweit, die letzte Etappe auf der Reise 2021.

Leider war es nicht so sonnig und warm wie gestern, das hätte ich mir für die letzte Etappe gerne gewünscht.

Mit den letzten Ausläufern des cantabrischen Gebirges im Hintergrund machte mich mich also auf den Weg.

Zunächst kam ich unglaublich gut voran, denn es ging erstmal nur über leere Landstraßen über die höchstens mal ein Wohnmobil oder ein Camper fuhr der an die Küste wollte.

Der Weg wurde nur einmal kurz von einem kleinen Stück Schotterpiste unterbrochen…

…bevor ich wieder Asphalt unter den Rollen hatte und über eine gefühlt endlose Gerade…

..ein nahezu perfekte Abfahrt surfen konnte.

Am Ende der Geraden war ich ein wenig verwirrt und hatte schon sorgen, dass ich einen mehrere Kilometer weiten Umweg gehen müsste, da hier plötzlich Autobahnauffarten kamen…

…und die einzige Brücke über den Fluss eine Autobahnbrücke war.

Doch meine Sorgen waren unbegründet und mein Navi hatte recht behalten, denn es ging direkt neben der Straße durch einen schmalen Gang über den Fluss.

Es war schon ein wenig unbehaglich auf dieser Brücke, denn bei jeden vorbeifahrenden LKW fing alles an zu beben und zu wackeln.

Ich versuchte also so schnell wie möglich auf die andere Seite zu gelangen und schoss noch ein paar Bilder bevor ich die Brücke hinter mir lassen konnte.

Auf der anderen Seite ging es dann wieder rollend weiter durch kleine Vororte…

…und alte Dörfer am Rande Galiziens.

Da die Gebirgsausläufer in weiter Entfernung lagen schienen die Straßen, Wege und Bahngleise ins Endlose zu verlaufen. Ein krasser Kontrast zu den Aussichten auf und von den Bergen zu beginn der Reise.

Ich kam hier wieder sehr gut voran und war vollkommen alleine auf den Straßen unterwegs…

…bis dann eine kleine Bahnunterführung das Ende des Rollens einläutete…

…denn ab hier ging es dann erstmal nur noch zu Fuß weiter.

Ich wanderte eine ganze Weile zwischen Wiesen,…

…durch Wälder…

…und vorbei an Ackerland und hatte sehr viel Zeit die Erlebnisse der diesjährigen Tour nocheinmal in Erinnerung zu rufen.

Doch meine Tagträumerei wurde durch die Ankunft an der Küste unterbrochen, denn hier warteten jede Menge kleiner…

…und größerer Buchten auf mich, von denen manche durch die hohen Wellen ein ziemlich spektakuläres Naturschauspiel zeigten.

An der Küste entlang der Buchten führte ein beplankter Fußgängerweg…

…der mich vorbei an einem wunderschönen Strand führte an dem ich nur zu gerne meine Ausrüstung abgelegt hätte um in den Wellen baden zu gehen, denn zwischenzeitlich hatten die Wolken etwas aufgeklart und die Sonne kam wieder heraus.

Leider war hier aber noch nicht das Ende der Etappe und der Reise. Also machte ich mich weiter in Richtung Campingplatz, immer entlang der Küste…

…bis ich dann von einer Anhöhe aus in einiger Entfernung den Strand an dem der letzte Campingplatz lag sehen konnte.

Ich nahm noch eine letzte Abfahrt vor dem Ziel…

…und kam am frühen Nachmittag, ziehmlich erschöpft von den letzten Tag aber sehr zufrieden über das Geleistete und die zurückgelegte Strecke, am Campingplatz an.

Wie auch schon die Tage zuvor ging es erstmal an den Strand.

Hier gab es einen Felsen mitten am Strand der bei Flut wahrscheinlich komplett vom Meer umspült wird.

Das interressante an diesem Felsen ist, dass ein Stuhl auf ihm befestigt ist.

Und ja, natürlich musste ich da hoch klettern und für eine Weile Platz nehmen und den Gezeiten zusehen. 🙂

Denn die Wellen an diesem Strand waren wegen der einsetzenden Flut doch schon recht groß geworden.

Nachdem wir bei Helmut zu Abend gegessen hatten ging es zurück an den Strand wo wir noch dem wunderschönen Sonnenuntergang über der Küste zusahen.

Dass dieser Sonennuntergang der erste wirklich schöne auf dieser Reise war, war ein gelungener Abschluss für die diesjährige Tour.