Biscarrosse

Die heutige Etappe sollte eine der kürzesten der diesjährigen Tour werden und meinen Beinen ein wenig Erholung gönnen.

Zunächst ging es am Vormittag weg vom Campingplatz an der Düne, eine ganze Weile lang leicht bergab.

Da ich so gut wie alleine auf dem Radweg unterwegs war, war Asphaltsurfen angesagt.

Es war wundervoll die ganze Fahrbahn ausnützen zu können.
Durch den Fahrtwind merkte ich allerdings erst recht spät wie heftig die Sonne heute wieder von oben brannte.

Doch die Route führte mich zum Glück auch ein gutes Stück durch schattige Wälder…

…in denen ich mich wieder etwas abkühlen konnte.

Nachdem ich die Anhöhe der Düne hinter mir gelassen und die ein oder andere Hauptstraße überquert hatte…

…ging es recht gemütlich durch das letzte Stückchen schattigen Wald…

…bis ich dann Biscarrosse erreicht hatte.

Hier kurzerhand wieder den Campingplatz und Helmut gesucht und gefunden…

…und ab an den Strand.

Wie gesagt, es war heute eine der kürzesten Etappen der Tour und dementsprechend früh kam ich auch schon am Ziel an und hatte somit auch viel Zeit um in der Sonne zu entspannen und im Meer baden zu gehen.

– scheiße, hab ich jetzt einen Sonnenbrand !!! –

Am Abend schlenderten meine Freundin und ich dann noch über den Marktplatz und sahen uns alle möglichen kleinen Geschäfte an und aßen hier und da eine Kleinigkeit an den unzähligen Snackbars…

…bevor wir uns auf den Rückweg zu Helmut machten und den Tag ausklingen ließen.

Pyla sur Mer

Als ich am Vormittag in Richtung „Cap-Ferret“ aufgebrochen war, hatte sich das Wetter im Vergleich zu gestern kaum verändert und der Himmel war immer noch grau.

Ich fuhr anfangs noch durch kleinere Dörfer bis ich dann wieder auf den EuroVelo traf.

Hier kam ich wieder sehr gut voran und auch am Himmel kam immer mehr Blau zwischen den Wolken hindurch.

Je näher ich meinem ersten Ziel kam, umso weiter weg von der Hauptstraße führte mein Weg.

Als ich dann in „Cap-Ferret“ ankam musste ich nur noch die Anlegestelle für die Fähre finden, die mich über die Bucht „Bassin d’Arcachon“ bringen sollte.

Gerade noch rechtzeitig habe ich es geschafft ein Ticket für die Überfahrt nach Arcachon zu kaufen und zur Fähre zu kommen.

Nach einer guten halben Stunde kam ich dann auf der anderen Seite der Bucht in Arcachon an…

…und machte mich gleich auf den Weg entlang der Strandpromenade…

…in Richtung des heutigen Ziels, der größten Düne Europas, der „Dune du Pilat“.

Von Arcachon aus waren es nur noch ungefähr zehn Kilometer, die ich dank des guten Radweges recht schnell hinter mich gebracht hatte.

Am Campingplatz bei Pyla-sur-Mer angekommen legte ich rasch meine Ausrüstung ab und es ging direkt zur Düne.

Und die war einfach nur gewaltig.
Beinahe senkrecht türmen sich die Sandmassen vor einem auf…

…und diese zu erklimmen ist alles andere als ein Spaziergang.

Oben angekommen erkennt man erst wie gigantisch die Ausmaße der Düne, die bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang ist, sind.

Um zum Strand zu gelangen reicht es natürlich nicht einfach aus die Düne zu erklimmen.
Man muss auf der anderen Seite auch wieder hinunter steigen, hat dabei aber eine unglaubliche Aussicht…

…und kommt dabei auch mitten durch ein Gleitschirm-Eldorado.

Unten am Strand angekommen lagen meine Freundin und ich noch ein paar Stunden in der Sonne bis es Abend wurde…

…und wir uns wieder auf den beschwerlichen Rückweg, durch eine wüstenähnliche Szenerie, machten.

Auf dem Gipfel der Düne angekommen legten wir noch eine kurze Pause ein und sahen noch eine Weile dem Sonnenuntergang über der Bucht zu…

..bevor es dann wieder nach untern zum Campingplatz ging auf dem wir die heutige Nacht verbringen werden.


Lacanau

Heute war der Himmel leider durchgehend grau und die Temperaturen wieder weiter weg von den oberen Zwanzigern.

Aber das sollte mich jetzt weniger aufhalten.
Also raus aus dem Bett und rauf aufs Brett.

Die heutige Etappe führte direkt vom Strand weg hinein in den Wald.

In einen Wald in dem ein höllischer Lärm herrschte.

Ohne Zweifel war der Wald fest im Besitz von zig tausenden von Zikaden, die hier fröhlich musizierten.

Und das in einer Lautstärke, dass es zeitweise schon wieder unheimlich war.
(ruhig mal auf das Bild unten klicken falls ihr das Tierchen nicht gleich erkennt)

Ich rollte also weiter mit Soundkulisse durch den Wald und kam dank des ausgezeichneten Asphalts sehr schnell voran.

Aber es wäre ja keine Herausforderung wenn die Strecke durchgehen guten Belag hätte.
Also hier und da mal eben bisschen was gröberes unter die Rollen damit man auch mal wieder etwas Kraft aufbringen muss um voran zu kommen.

Auf dieser Etappe wichen die gewohnten Schilder des EuroVelo diesen auch ganz netten Wegweisern, die mir den gelegentlichen Blick aufs Navi ersparten.

Es ging stundenlang gefühlt immer tiefer in den Wald…

…bis es dann plötzlich immer lichter wurde und ich an dieser Bank nebst improvisierter Hundehütte eine kurze Pause einlegte.

Denn direkt danach wurde der Weg abenteuerlich.

Er bestand eigentlich nur noch aus aneinandergereihte Betonplatten…

…die der Witterung vollkommen überlassen wurden.

Teilweise war an ein vorankommen mit dem Brett nicht mehr zu denken und mir blieb nichts anderes übrig als zu wandern…

…und das für mehrere Kilometer, was meinen Zeitplan heute ziemlich durcheinander brachte.

Nach einer guten Stunde Fußmarsch ging es dann wieder auf befahrbarem Untergrund weiter und die letzten Kilometer bis zum Campingplatz vergingen wie im Flug.

Der heutige Campingplatz übertrifft alles was ich bisher erlebt habe.
Ein unglaublich großes Gelände das neben mehreren Pools und Restaurants auch noch einen Tennisplatz und sogar einen eigenen Car-Wash-Service und mehrere Themenbereiche für Kinder bietet.

Es war gar nicht so einfach Helmut in diesem Labyrinth zu finden.

Nachdem ich es dann aber doch irgendwie geschafft hatte legte ich die Ausrüstung ab und machte mich mit meiner Freundin auf den Weg zum Strand.
Leider war heute kein Badewetter, denn die Wellen hätten sicherlich für jede Menge Spaß gesorgt.

Am Abend gab es dann noch ausreichend Kalorien um bei Kräften zu bleiben…

…bevor wir den Abend am Bus ausklingen ließen.

Montalivet

Die heutige Etappe bestand aus zwei bzw. drei Teilen.
Der erste Teil war eine relativ kurze Strecke von knappen zehn Kilometern bis nach Royan.

Die Strecke dorthin führte nie weit vom Meer entfernt…

…vorbei an einem Leuchtturm…

…und vorbei an Austernhütten denen man hier an der Küste häufiger begegnet.

In Royan angekommen musste ich erst einmal durch die ganze Stadt in Richtung Fährhafen fahren.

Gott sei dank musste ich mich dabei nicht durch den Verkehr oder durch die ganzen Fußgänger schlängeln, sondern kam durch den sehr guten Radweg schnell voran.

Auf dem Weg zum Hafen kam ich noch an einigen wenigen Denkmälern vorbei…

…bis ich dann schließlich die Fähre sehen konnte, die uns über „La Gironde“ bringen sollte.

Da ich seltsamerweise mit dem Brett schneller war als meine Freundin mit Helmut…

…wartete ich dort bis die beiden endlich eintrafen und hoffte darauf, dass die Fähre nicht bereits ohne uns losfuhr.

Aber die beiden haben es noch rechtzeitig geschafft und ich bin kurzerhand aufgesprungen und mit auf die Fähre gefahren…

…die uns dann rüber nach „La Pointe de Grave“ brachte.

Dort angekommen sprang ich wieder ab und rollte wieder mit Eigenantrieb weiter.

Zu Beginn dieses Teils der Etappe ging es noch direkt neben dem Strand entlang…

…bevor sich die Strecke dann in endlosen Geraden hinter den Dünen verlor.

Die einzige Abwechslung auf diesen Wegen war die wechselnde Vegetation oder dass hin und wieder eine Straße den Weg kreuzte.

Es ging etliche Kilometer stur gerade aus.
Nicht eine einzige Kurve auf dem Weg.
NICHT EINE EINZIGE!!!

Also musste ich mir die Zeit vertreiben indem ich beim Fahren ein wenig mit der Kamera spielte.

Das letzte Stück vor dem Campingplatz in Montalivet ging, als hätte man es anders erwartet, ewig gerade aus.

Dort angekommen machten wir uns fertig und gingen noch ein paar Stunden an der Strand..

…und aßen am frühen Abend noch eine Pizza beim französischen Italiener. 😀

Später am Abend zogen noch ein paar Wolken über dem Meer auf.
Hoffentlich bleiben die nicht länger, denn die letzten Tage waren perfekt zum Skaten…

Saint-Palais-sur-Mer

Da wir heute noch Proviant für die nächsten Tag einkaufen mussten, fuhr ich ein Stück mit dem Bus mit.
Und wie sich herausstellte war die Entscheidung gar nicht so dumm, denn der Radweg neben der Straße wäre eine Zumutung gewesen und ich hätte wohl einige Kilometer weit laufen müssen.

Nach dem Einkaufen ließ ich mich noch bis über den Fluss „La Seudre“ mitnehmen…

…wo ich dann kurz nach der Brücke absprang um wieder mit Eigentantrieb voran zu kommen.

Direkt nach der Brücke führte ein extrem gut asphaltierter Radweg direkt in den Wald…

…und es war natürlich der EuroVelo1 oder auch „La Vélodyssée“ wie dieser Abschnitt heißt.

Die Straße war dermaßen gut zu befahren, dass es schon wieder motivierend war sobald es ein wenig bergauf ging und dadurch etwas anstrengender wurde.

Obwohl die Route mitten durch einen Wald verlief wurde man kaum von der brennenden Sonne verschont und ich war froh über jeden Baum der ein wenig Schatten spendete.

Zwischendurch blitzte etwas rotes durch die Bäume hindurch…

… und ich machte einen kurzen Abstecher abseits der Route um einen besseren Blick zu bekommen.

Nach dieser kurzen Pause ging es wieder zurück aufs Brett und nach und nach veränderte sich die Vegetation.
Es sah immer mehr danach aus als ob ein Strand in der Nähe sei…

…und nach paar Kurven stand ich plötzlich neben einer ca. 5 Meter hohen Düne.

Ein paar minuten Fahrt später verließ die Route den Wald und ich konnte endlich das Meer sehen.

Hier fuhr ich dann einige Kilometer immer an der Strandpromenade entlang…

…und hatte dabei auch hin und wieder einen wunderschönen Blick aufs Meer, ohne dabei ständig Badegäste vor der Kamera zu haben.

Das letzte Stück der heutigen Etappe führte dann noch neben einer Straße bis nach „Saint-Palais-sur-Mer“…

…wo ich dann kurz Brett und Rucksack in den Bus warf und auf direktem Weg zum Strand ging…

…um dort den Nachmittag in der Sonne liegend zu verbringen…

…bevor dann am frühen Abend noch gegrillt wurde.

Die morgige Etappe führt zunächst nach Royan, von wo aus ich dann die Fähre nach La Pointe de Grave nehmen werde um anschließend weiter nach Montalivet zu rollen.

Gute Nacht und bis morgen.

Port-des-Barques

Gleich nach dem Frühstück im Hotel ging es auch direkt los auf die Straße in Richtung Port-des-Barques.
Das Wetter war traumhaft und die Straßen konnten auch nicht besser sein.
Zu Beginn ging es über verlassene Straßen, mit nagelneuem Asphalt, zwischen den Feldern hindurch.

Zwischendurch gab es immer mal wieder einen Bahnübergang an dem ich etwas mit dem Motiv herumexperimentieren konnte.

Zu meiner Überraschung fuhr ich bereits Heute ein kurzes Stück auf dem Eurovelo-Radweg…

…der auch hier schon unglaublich gut ausgebaut war.

Da die Sonne schon mittags ziemlich heftig war, war ich über jedes kleine Wäldchen dankbar das ein wenig Schatten spendete…

…bevor es dann wieder zurück in die Hitze ging.

Nach ein paar Stunden im Nirgendwo kam ich dann in Rochefort an…

…wo ich eigentlich vor hatte den Fluss „La Charente“ mit der Schwebefähre zu überqueren.
Doch leider war die Überfahrt wegen Wartungsarbeiten gesperrt.

Aber es gab ja auch noch andere Fähren die mich auf die andere Seite des FLussen bringen konnten.
Also kurz umdisponiert, GPS neu gestellt und weiter.

Leider war die Strecke ab hier nicht mehr so gut in Schuss wie davor und so wurde es auch etwas anstrengender zu fahren.

Nach einer guten Stunde Umweg hatte ich dann endlich die Fähre erreicht und konnte über den Fluss übersetzen um die Etappe wieder nach Plan fortzusetzen.

Zunächst ging es durch das winzige Dorf Soubise,…

wo ich ein paar schöne alte Gebäude auf der Strecke entdeckte.

Anschließend führte der Weg wieder hinaus zu den Feldern…

…bis ich dann endlich das heutige Etappenziel „Port-des-Barques“ erreicht hatte.

Auf dem dortigen Campingplatz warteten auch schon Helmut und meine Freundin auf mich und es gab noch etwas zu essen,…

… bevor wir dann einen kurzen Ausflug zur „L’Île de Madame“ machten um dort den Abend zu genießen.

Insgesamt war der erste Tag der Tour ein sehr anstrengender aber auch sehr schöner Tag als Einleitung in die Etappen die noch folgen sollen.


Morgen geht es dann weiter auf die zweite Etappe mit dem Ziel „Royan“.

Châtelaillon-Plage

Die ersten 1000+ Kilometer wären schon mal geschafft…

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es mitten in selbiger los in Richtung Frankreich, nach Châtelaillon-Plage wo letztes Jahr die Tour geendet hatte und die diesjährige Tour beginnen soll.
Also kurzerhand Freundin und Gepäck in den Van gestopft und ab auf die Autobahn.
Zum Glück ist dort Samstag-Nachts nicht so viel los wie in der Innenstadt von Stuttgart. – Es war wie ausgestorben….

Wir kamen unglaublich gut voran und fuhren durch die Nacht bis in den Morgengrauen.

Als dann Stück für Stück der Tag anbrach überquerten wir die Grenze nach Frankreich.

Um ehrlich zu sein haben wir von einer Grenze (gerade in Zeiten von Corona nichts) gemerkt.
Hätten die Franzosen nicht andere Straßenschilder als wir, hätte ich wohl erst nach Stunden gemerkt dass wir nicht mehr in Deutschland sind.

Während die Sonne am Horizont aufging und den neuen Tag einleutete, wurden auch wir immer munterer und die anfänglich Müdigkeit verflog sehr schnell.

Auf den Autobahnen in Frankreich herrscht gähnende Leere.
Es war kilometerweit kein anderes Fahrzeug unterwegs.
Einerseits ist das natürlich super, da man sehr gut voran kommt.
Andererseits gibt es nichts langweiligeres, als stundenlang stumpf 130 zu fahren.

In Châtelaillon-Plage angekommen suchten wir einen Parkplatz für unseren Van „Helmut“ und machten uns auf den Weg zum Strand.
Leider war Ebbe und das Wasser hatte seinen Tiefstand erreicht.

Zum Abschluss des ersten Tages ging es dann noch zu unserem lieblings Restaurant zum Abendessen an der Strandpromenade…

…wo wir dann auch den Abend ausklingen ließen.

Morgen starte ich dann mit Eigenantrieb die erste Etappe nach Port-des-Barques.

Auch wenn Helmut nicht mehr der Allerjüngste ist, hat er es trotzdem noch drauf 😎

La Rochelle

Als ich heute morgen die Türe öffnete um aus dem Bus zu kommen wurde ich von einem, oh Wunder, grauen Himmel erwartet.

Und da Frankreich sich am letzten Tag der Tour noch einmal von seiner besten Seite zeigen wollte fing es zu allem Überfluss auch noch an zu regnen.

Da ich mir das am letzten Tag nicht mehr geben wollte, ließ ich mich ein Stück mit dem Bus mitnehmen bis wir aus der Regenzone hinaus waren.

Ab hier ging es dann wieder mit dem Brett weiter und die Route führte zunächst über Feldwege…

…wo mir zwischendurch eine Sonnenblume begegnete, die mir wohl sagen wollte, dass ich den Kopf nicht hängen lassen und einfach mein Ding weiter durchziehen sollte.

Es ging eine ganze Weile weiter über die Feldwege. Zwar war hier nicht der beste Belag zu finden, dafür war es aber trocken und ich musste nicht laufen.

Nach ein paar Kilometern kam ich dann wieder auf gut geteerte Wege…

…und auch das Ziel kam immer näher.

Ich fuhr nun einige Zeit über verlassene Landstraßen…

…bis ich das letzte mal auf dieser Tour ein Stück weit wandern musste.

Kurz darauf erreichte ich die Randbezirke von La Rochelle…

…und auch meine persönliche Zielgerade.

Nun hatte ich endlich das Ziel der diesjährigen Reise erreicht.

Ab hier rollte ich dann weiter in Richtung Innenstadt…

…und durch den Stadtpark…

…runter zum Hafen wo ich mich mit meiner Freundin verabredet hatte um dann gemeinsam zum Hotel zu fahren.

Nachdem wir uns dort noch ein wenig ausgeruht hatten spazierten wir noch ein wenig an der Promenade entlang…

…und durch einen kleinen Park…

…zum Restaurant, wo wir das Ende der Tour ein wenig feierten.

In den nächsten Tagen werden wir La Rochelle erkunden und uns noch etwas ausruhen bevor es dann auf den langen Heimweg geht.

La Tranche-sur-Mer

Irgendwie scheint es in Frankreich an der Küste normal zu sein, dass morgens erstmal alles grau am Himmel ist. Zumindest hab ich dieses Phänomen seit Tagen beobachten können.

Naja, egal geht ja eigentlich um den Weg, denn der ist hier auch das Ziel.

Zu Beginn der heutigen Etappe, Himmel war noch grau, ging es noch über gut ausgebaute Straßen…

…und ich konnte richtig gut Strecke machen…

…bis ich dann von den Hauptverkehrswegen weg und über Nebenstraßen…

…durch die kleinen Ortschaften geführt wurde.

Aus einem der Dörfer führte meine Route dann über einen Wanderweg und ich ahnte nicht was mir ab hier noch bevor stehen sollte…

…denn der Wanderweg wich nach wenigen hundert Metern einem Sandweg…

…und mir kam der Gedanke, dass ich wohl irgendwo in den Dünen stecken musste.

Und kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, konnte ich auch schon das Meer sehen.

Eigentlich ein echt einladender Anblick, aber leider musste ich weiter und die heutige Etappe zu Ende bringen.

Also ging es immer weiter den „Weg“ entlang…

…auf dem ich mir beim Laufen tonnenweise Sand in die Schuhe schaufelte.

Mit Skaterschuhe auf Sand ist echt mega anstrengend.

Als ob die Strapazen nicht schon genug waren, so war ich kurz vor dem Ende dieser Sandwüste auch noch einem heimtückischen Luftangriff ausgeliefert, denn plötzlich schoss ein Paraglider nur wenige Meter über mir an den Baumwipfeln vorbei in Richtung Strand.

Nachdem mein Frustrationslevel durch diesen kurzen Adrenalinschub wieder gesenkt wurde, ging es zudem auch endlich wieder über einen richtigen Radweg weiter.

Dieser führte anschließend weiter durch einen Wald…

…wo ich dann wieder auf den EuroVelo 1 traf und feststellen musste, dass der Teil davon auf dem ich heute fahren sollte gleich zu Beginn schon eine Sandpiste war.

Also mal wieder Brett unter den Arm, oder über die Schulter, egal, einfach weg vom Boden und Füße in Bewegung.

Und es zog sich gewaltig, was mich dazu auch in meiner Zeitplanung noch weiter zurück warf.

Die Wüste allein hatte mich ja schon um mehr als eine Stunde zurückgeworfen und jetzt auch noch das hier.

All die verlorene Zeit versuchte ich natürlich sofort wieder einzuholen als ich von der Sandpiste runter auf eine richtig gut asphaltierten Radweg kam.

Auf den dann folgenden kilometerlangen Geraden mit wunderbar glattem Belag, konnte ich endlich wieder einmal richtig pushen.

Dieser letzte Teil der Etappe vor dem Campingplatz hat für die ganzen Strapazen davor entschädigt…

…und da nun auch wieder die Sonne zum Vorschein kam und der Strand nur einen Katzensprung weit weg vom Platz lag, sorgte das Baden im Atlantik für den Rest.

Entspannt und wieder gut gelaunt ging es dann am frühen Abend zurück zu Helmut, in dem wir heute unsere letzte Nacht dieser Tour verbringen werden…

…denn morgen werden wir das Ziel dieser Reise – La Rochelle – erreichen.

Bretignolles-sur-Mes

Heute ging es die ersten Kilometer von Dorf zu Dorf…

…wo mich neben ein paar Kirchen…

…und Brücken…

…in einem größeren Städtchen sogar ein Rummel mit wunderschönen alten Karousells…

…in den verschiedensten Ausführungen erwartete.

Gegen Nachmittag führte die Route dann raus aus den Fußgängerzonen und runter von den Gehwegen endlich auf einen richtigen Radweg…

…trotzdem hielt sich meine Laune in Grenzen, was sicherlich auch an diesem mistigen grauen Himmel lag.

Ich will wieder Sonne 😒

Nach einiger Zeit auf dem Radweg gab sich dieser als EuroVelo 1 zu erkennen, auf dem ich gestern bereits ein Stück weit gefahren bin, und ich freute mich schon auf eine gut ausgebaute Strecke.

Aber meine Vorfreude wurde bitter enttäuscht als ich dann plötzlich auf eine Sandpiste einrollte.

Doch bereits nach wenigen Kilometern hatte ich wieder Asphalt unter den Rollen und gleitete entspannt durch ein kleines Wäldchen…

…um mich dann kurze Zeit später wieder auf der Sandpiste, dafür aber zwischen den Dünen wiederzufinden.

Dort ging es dann auch mal durchs Dickicht…

…bevor der Weg wieder zurück in den Wald führte…

…um mich dann anschließend wieder in die Dünen zu leiten.

Dort mußte ich dann erstmal eine Weile bleiben und einige Kilometer der heutigen Etappe zurücklegen…

…bevor ich wieder richtigen Boden unter mein Brett bekommen sollte.

Ab hier hatte ich dann schon Bretignolle-sur-Mer erreicht und es ging nun mit Vollgas in Richtung Campingplatz.

Auf den letzten wenigen Kilometern führte die Route mich direkt an der Küste entlang.

Am Campingplatz angekommen legte ich meine Ausrüstung ab, machte mich kurz ein wenig frisch und ging gemeinsam mit meiner Freundin zum Strand.

Dieser lag direkt hinter dem Campingplatz und war teilweise für Surfer reserviert…

…und ein paar Wellen hätte es heute durchaus gehabt.

Am späten Nachmittag kam dann sogar nochmal die Sonne zum Vorschein und schaffte einen gelungenen Abschluss des heutigen Tages.