La Rochelle

Als ich heute morgen die Türe öffnete um aus dem Bus zu kommen wurde ich von einem, oh Wunder, grauen Himmel erwartet.

Und da Frankreich sich am letzten Tag der Tour noch einmal von seiner besten Seite zeigen wollte fing es zu allem Überfluss auch noch an zu regnen.

Da ich mir das am letzten Tag nicht mehr geben wollte, ließ ich mich ein Stück mit dem Bus mitnehmen bis wir aus der Regenzone hinaus waren.

Ab hier ging es dann wieder mit dem Brett weiter und die Route führte zunächst über Feldwege…

…wo mir zwischendurch eine Sonnenblume begegnete, die mir wohl sagen wollte, dass ich den Kopf nicht hängen lassen und einfach mein Ding weiter durchziehen sollte.

Es ging eine ganze Weile weiter über die Feldwege. Zwar war hier nicht der beste Belag zu finden, dafür war es aber trocken und ich musste nicht laufen.

Nach ein paar Kilometern kam ich dann wieder auf gut geteerte Wege…

…und auch das Ziel kam immer näher.

Ich fuhr nun einige Zeit über verlassene Landstraßen…

…bis ich das letzte mal auf dieser Tour ein Stück weit wandern musste.

Kurz darauf erreichte ich die Randbezirke von La Rochelle…

…und auch meine persönliche Zielgerade.

Nun hatte ich endlich das Ziel der diesjährigen Reise erreicht.

Ab hier rollte ich dann weiter in Richtung Innenstadt…

…und durch den Stadtpark…

…runter zum Hafen wo ich mich mit meiner Freundin verabredet hatte um dann gemeinsam zum Hotel zu fahren.

Nachdem wir uns dort noch ein wenig ausgeruht hatten spazierten wir noch ein wenig an der Promenade entlang…

…und durch einen kleinen Park…

…zum Restaurant, wo wir das Ende der Tour ein wenig feierten.

In den nächsten Tagen werden wir La Rochelle erkunden und uns noch etwas ausruhen bevor es dann auf den langen Heimweg geht.

La Tranche-sur-Mer

Irgendwie scheint es in Frankreich an der Küste normal zu sein, dass morgens erstmal alles grau am Himmel ist. Zumindest hab ich dieses Phänomen seit Tagen beobachten können.

Naja, egal geht ja eigentlich um den Weg, denn der ist hier auch das Ziel.

Zu Beginn der heutigen Etappe, Himmel war noch grau, ging es noch über gut ausgebaute Straßen…

…und ich konnte richtig gut Strecke machen…

…bis ich dann von den Hauptverkehrswegen weg und über Nebenstraßen…

…durch die kleinen Ortschaften geführt wurde.

Aus einem der Dörfer führte meine Route dann über einen Wanderweg und ich ahnte nicht was mir ab hier noch bevor stehen sollte…

…denn der Wanderweg wich nach wenigen hundert Metern einem Sandweg…

…und mir kam der Gedanke, dass ich wohl irgendwo in den Dünen stecken musste.

Und kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, konnte ich auch schon das Meer sehen.

Eigentlich ein echt einladender Anblick, aber leider musste ich weiter und die heutige Etappe zu Ende bringen.

Also ging es immer weiter den „Weg“ entlang…

…auf dem ich mir beim Laufen tonnenweise Sand in die Schuhe schaufelte.

Mit Skaterschuhe auf Sand ist echt mega anstrengend.

Als ob die Strapazen nicht schon genug waren, so war ich kurz vor dem Ende dieser Sandwüste auch noch einem heimtückischen Luftangriff ausgeliefert, denn plötzlich schoss ein Paraglider nur wenige Meter über mir an den Baumwipfeln vorbei in Richtung Strand.

Nachdem mein Frustrationslevel durch diesen kurzen Adrenalinschub wieder gesenkt wurde, ging es zudem auch endlich wieder über einen richtigen Radweg weiter.

Dieser führte anschließend weiter durch einen Wald…

…wo ich dann wieder auf den EuroVelo 1 traf und feststellen musste, dass der Teil davon auf dem ich heute fahren sollte gleich zu Beginn schon eine Sandpiste war.

Also mal wieder Brett unter den Arm, oder über die Schulter, egal, einfach weg vom Boden und Füße in Bewegung.

Und es zog sich gewaltig, was mich dazu auch in meiner Zeitplanung noch weiter zurück warf.

Die Wüste allein hatte mich ja schon um mehr als eine Stunde zurückgeworfen und jetzt auch noch das hier.

All die verlorene Zeit versuchte ich natürlich sofort wieder einzuholen als ich von der Sandpiste runter auf eine richtig gut asphaltierten Radweg kam.

Auf den dann folgenden kilometerlangen Geraden mit wunderbar glattem Belag, konnte ich endlich wieder einmal richtig pushen.

Dieser letzte Teil der Etappe vor dem Campingplatz hat für die ganzen Strapazen davor entschädigt…

…und da nun auch wieder die Sonne zum Vorschein kam und der Strand nur einen Katzensprung weit weg vom Platz lag, sorgte das Baden im Atlantik für den Rest.

Entspannt und wieder gut gelaunt ging es dann am frühen Abend zurück zu Helmut, in dem wir heute unsere letzte Nacht dieser Tour verbringen werden…

…denn morgen werden wir das Ziel dieser Reise – La Rochelle – erreichen.

Bretignolles-sur-Mes

Heute ging es die ersten Kilometer von Dorf zu Dorf…

…wo mich neben ein paar Kirchen…

…und Brücken…

…in einem größeren Städtchen sogar ein Rummel mit wunderschönen alten Karousells…

…in den verschiedensten Ausführungen erwartete.

Gegen Nachmittag führte die Route dann raus aus den Fußgängerzonen und runter von den Gehwegen endlich auf einen richtigen Radweg…

…trotzdem hielt sich meine Laune in Grenzen, was sicherlich auch an diesem mistigen grauen Himmel lag.

Ich will wieder Sonne 😒

Nach einiger Zeit auf dem Radweg gab sich dieser als EuroVelo 1 zu erkennen, auf dem ich gestern bereits ein Stück weit gefahren bin, und ich freute mich schon auf eine gut ausgebaute Strecke.

Aber meine Vorfreude wurde bitter enttäuscht als ich dann plötzlich auf eine Sandpiste einrollte.

Doch bereits nach wenigen Kilometern hatte ich wieder Asphalt unter den Rollen und gleitete entspannt durch ein kleines Wäldchen…

…um mich dann kurze Zeit später wieder auf der Sandpiste, dafür aber zwischen den Dünen wiederzufinden.

Dort ging es dann auch mal durchs Dickicht…

…bevor der Weg wieder zurück in den Wald führte…

…um mich dann anschließend wieder in die Dünen zu leiten.

Dort mußte ich dann erstmal eine Weile bleiben und einige Kilometer der heutigen Etappe zurücklegen…

…bevor ich wieder richtigen Boden unter mein Brett bekommen sollte.

Ab hier hatte ich dann schon Bretignolle-sur-Mer erreicht und es ging nun mit Vollgas in Richtung Campingplatz.

Auf den letzten wenigen Kilometern führte die Route mich direkt an der Küste entlang.

Am Campingplatz angekommen legte ich meine Ausrüstung ab, machte mich kurz ein wenig frisch und ging gemeinsam mit meiner Freundin zum Strand.

Dieser lag direkt hinter dem Campingplatz und war teilweise für Surfer reserviert…

…und ein paar Wellen hätte es heute durchaus gehabt.

Am späten Nachmittag kam dann sogar nochmal die Sonne zum Vorschein und schaffte einen gelungenen Abschluss des heutigen Tages.

Saint-Jean-de-Monts

Der heutige Tag war irgendwie zäh und wenig motivierend.

Aber gehen wir erstmal an den Anfang zurück.

Am Vormittag war es eigentlich noch ganz ok, der Himmel war zwar ein einziger grauer Brei aber die Straßen waren gut und ich kam recht gut voran.Entlang der Route kam ich an einer Windmühle vorbei……hinter der es dann raus auf die Felder ging wo mich ein ekelhafter Gegenwind erwartete.Ich folgte heute ein kurzes Stück dem EuroVelo 1, dem insgesamt 8.186 Kilometer langen europäischen Atlantikküstenradweg, der sich vom Nordkap bis in den Süden Portugals erstreckt.Doch die Route war heute leider recht eintönig und der Wind machte es dazu nicht unbedingt erträglicher……nur die kleinen Bäche zwischen den Feldern……und die ein oder andere verrückte Aktion auf dem Brett sorgten für etwas Abwechslung. Aber ich wollte ja irgendwann noch ankommen und so hieß es Zähne zusammenbeißen und stumpf Kilometer hacken. Hin und wieder wechselte mal der Fahrbahnbelag… …oder es ging über eine kleine Brücke. Das war dann aber auch schon das höchste der Gefühle und so war ich froh als ich am Campingplatz, der mitten in den Dünen liegt, ankam… …und meine Ausrüstung endlich ablegen konnte. Ein kurzer Ausflug um die Dünen zu erkunden… …sowie ein Abstecher am Strand durften trotzdem nicht fehlen.

War heute leider nur kein Badewetter… …aber wenigstens die Kitesurfer hatten ihren Spaß.

Pornic

Die heutige Etappe startete mit einer kilometerweiten Fahrt…

…quer durch die Salzfelder, in denen die Fleur de Sel mit Hilfe des Windes und der Sonne aus dem Meerwasser gewonnen wird.

Danach führte meine Route weiter nach Saint-Nazaire, wo ich mich mit meiner Freundin traf, die mich dann über die Brücke über den Fluss Loire mitnahm.

Und mir dadurch einen Kilometerweiten Umweg erspart hat.

Vorausschauende Routenplanung zahlt sich aus. 😜

Auf der anderen Seite des Flusses ging es dann über die besten Straßen der gesamten Tour bisher.

Kaum befahren, ziemlich breit…

…und stets ein leichtes Gefälle.

Hier konnte ich mich nach Herzenslust auf der ganzen Fahrbahn austoben.

Bei der ganzen Alsphalt-Surferei fiel mir gar nicht auf wie viel Strecke ich bereits zurückgelegt hatte.

Nach einem kurzen Blick aufs Navi bemerkte ich dass irgendwo hinter den Häusern dieses Wohngebiets doch schon wieder Strand sein musste.

Und ich fand ihn auch.

Nach dem kurzen Abstecher ging es dann weiter über diese ausgezeichneten Straßen…

…danach durch ein kleines Wäldchen…

…und raus zu den Feldern…

…wo ich dann leider wieder eingebremst wurde.

Die Wanderung zog sich dann doch etwas hin.

Aber schließlich kam ich dann in Pornic – irgendwie komm ich nicht so richtig auf diesen Namen klar – an…

…und rollte quer durch das Städtchen…

…in Richtung Campingplatz…

…der wenige Kilometer außerhalb lag.

Gleich nach mejner Ankunft, haben wir uns dann auch schon auf den Weg zum Strand gemacht…

…und dabei ein paar schöne Ausblicke von den Klippen auf die Bucht gehabt.

Nachdem wir dann ein paar Stunden im Wasser waren…

…und in der Sonne lagen…

…machten wir uns dann auf den Rückweg…

…vorbei an den zerklüfteten Felsen…

…zu unserem Bus „Helmut“ um dort noch etwas zu Abend zu essen und den Tag ausklingen zu lassen.

La Turballe

Gleich nach dem Frühstück ging es heute los auf die Strecke. Zunächst noch über Radwege…

…vorbei an verrückt geschmückten Kreisverkehren…

…und weiter über Landstraßen…

…bis die Straße dann plötzlich im Wasser endete.

Aber alles easy, die winzige Fähre kam ja schon angefahren…

…um mich und die Radfahrer die hier bereits warteten zum anderen Ufer zu bringen. Also kurz rein in die Nussschale…

…rüber über den Fluss…

…und am anderen Ufer wieder rauf aufs Brett.

Ab hier ging es dann lange Strecken durch die Felder…

…und quer durch ein Naturschutzgebiet.

Und da mein Navi ja ein richtiger Fan vom Wandern in der Natur ist, hat es entschlossen dass wir dieses Naturschutzgebiet doch noch intensiver erleben sollten.

Ab hier hieß es dann runter vom Brett und los gelaufen.

Und ab einem gewissen Punkt ging es dann wirklich quer durch das Naturschutzgebiet.

Ach was liebe ich mein Navi für diese kurzen Abstecher.

Aber Spaß bei Seite. Dieses Mal bin ich ihm echt dankbar, denn obwohl ich wandern musste hat es mir einen kilometerweiten Weg um das Naturschutzgebiet herum erspart.

Nachdem ich dann wieder auf befahrbaren Wegen war, kam ich durch das einzige kleine Dorf das heute auf meiner Route lag.

Danach ging es weiter über das was die Franzosen anscheinend Landstraße nennen. Sorry Leute, aber das ist ein besserer Feldweg!

Im Anschluss an diesen Feldweg, kam ich dann auf die Straße auf der ich die längste Strecke der heutigen Etappe machen sollte.

Hier wurde ich zwischendurch von einem Regenschauer überrascht.

Doch genauso schnell wie er aufgetaucht ist, war er dann auch schon wieder vorübergezogen…

…und ließ einen strahlend blauen Himmel zurück.

Am Nachmittag habe ich dann La Turballe erreicht und mich direkt zum Campingplatz begeben…

…der nur wenige Meter vom Strand entfernt liegt.

Hier haben wir dann noch die Nachmittagssonne genossen…

…und den Abend mit dem Sonnenuntergang im Meer ausklingen lassen.

Vannes

Bereits kurz nachdem ich die heutige Etappe startete musste ich auch schon wieder anhalten um Fotos zu machen.

Hier von einem Kriegsdenkmal zu ehren der gefallenen französischen Soldaten des ersten Weltkrieges.

Gleich danach wollte eine Kirche, dass ich sie fotografiere…

…und da diese offen stand, habe ich natürlich gleich mal einen Blick hinein geworfen.

Und nein, ganz entgegen der verbreiteten Annahme, fange ich doch kein Feuer sobald ich ein Gotteshaus betrete 😂😇.

Im Anschluss an dieses Selbstversuch wartete bereits das nächste Motiv auf mich. Und zwar dieses Hotel an dessen Fassade die drei Worte „Liberte, Egalite, Fraternite“, die Losungen der französischen Revolution von 1789, geschrieben stehen.

Danach ging es noch recht entspannt weiter…

…bis sich dann endlich ein richtiger Radweg vor mir auftrat…

…der dann auch mehrere Kilometer weit an einer Schnellstraße entlang führte.

Hier konnte ich nun zum ersten Mal auf der diesjährigen Reise richtig Gas geben und über eine lange Zeit eine gute Geschwindigkeit halten.

Doch leider wurde ich bereits nach wenigen Kilometern wieder eingebremst, da die Route nun durch einen Wald führte, dessen Fahrbahn sehr glitschig war.

Gleich nach dem Waldstück ging es dann über eine kleine Fußgängerbrücke…

..mit wunderschöner Aussicht.

Ab hier wurden die Wege zunächst richtig gut…

…bis dann mein Navi mal wieder eine seiner Schnappsideen hatte und ich mich plötzlich auf einem kleinen Trampelpfad…

…und kurz darauf in einem Wald wiederfand.

In mitten diesem Wald stand auf einer Lichtung einsam und verlassen eine kleine Kapelle.

Als ich dann wieder Asphalt unter meine Rollen bekam ging es schlagartig wieder gut voran und ich konnte sogar wenigstens die 30 Km/h Marke knacken.

Bei wunderbarem Belag…

…und so gut wie keinem Verkehr konnte ich die durch das Wandern verlorene Zeit schnell wieder rein holen.

Doch auf mein Navi ist verlass. Das miese Stück hat immer noch ein Ass im Ärmel. 😅

Und ja, auch wenn man es kaum auf dem Bild erkennt, aber das ist wirklich ein Weg…

…und der führte wie so oft quer durch den Wald.

Aber nicht so tragisch, denn direkt danach hatte ich die Randbezirke von Vannes erreicht und konnte auf den gut ausgebauten Radwegen in Richtung Zentrum rollen.

Dort kam ich zunächst an einem wunderschönen alten Karussell vorbei…

…bevor ich mich in die historische Altstadt begab.

Dort kam ich an der Kathedrale von Vannes vorbei, deren ältester Gebäudeteil aus der Zeit um 1020 stammt.

Leider ist die Altstadt so eng gebaut und die Kathedrale so gewaltig, dass man es aus keinem Winkel schafft das Gebäude auch nur annähernd als ganzes zu Fotografieren.

Natürlich musste ich auch hier einen Blick hinein werfen.

Im Innern der Kathedrale gibt es einen weißen „Raum“ dessen Zweck mir nicht ganz klar wird.

Nachdem ich mich genügend umgesehen hatte, ging es weiter durch die kleinen Gassen der Altstadt…

…wo ich noch ein paar witzige Bowling-Pins begegnete.

Nun machte ich mich weiter auf den Weg in Richtung Campingplatz und fuhr dabei ein wenig an der historischen Stadtmauer mit ihren Wachtürmen entlang.

Im Hintergrund kann man auch die Kathedrale erkennen.

Die restliche Strecke war dann noch sehr angenehm zu fahren…

…und so kam ich dann am späten Nachmittag am Campingplatz an.

Ach, heute ist übrigens Waschtag 😅

Übrigens: Auch die Stadt Vannes hat offenbar ein Hermelin (also eigentlich ein Frettchen) als Wappentier.

Carnac

Als es heute Vormittag auf die Strecke ging war der Himmel beinahe frei von Wolken und die Sonne schien.

Allerdings ging auch ein recht ordentlicher Wind, der einen die Kraft der Sonne nicht spüren ließ. Beste Konditionen also für einen richtig guten Sonnenbrand. 😅

Auf meiner Route kam ich durch viele kleine Ortschaften und konnte dabei einige sehr schöne alte Kirchengebäude sehen.

Natürlich kam ich auch diesmal wieder an einer Selfiebox vorbei.

Einige Kilometer und ein paar Dörfer weiter…

…führte meine Route mich zur Abwechslung einmal über eine größere Brücke…

…die über den Riviere d’Étel führte.

Danach ging es zunächst auf Gehwegen weiter…

…die sich leider kurze Zeit später wieder in Feldwegen verloren…

…und mich immer weiter weg von befahrbarem Untergrund führten.

Die Route wurde ab hier immer abenteuerlicher…

…und führte mich schließlich noch durch ein kleines Wäldchen.

Nachdem ich wieder aus dem Wald herausgefunden hatte ging es eine zeitlang über einen Radwege. Allerdings mündete auch dieser wenig später in einem Trampelpfad…

…der mich anschließend durch eine Heckenlandschaft führte.

Glücklicherweise ging es danach auf asphaltierten Wegen weiter…

…und ich konnte endlich gut Strecke machen und ein wenig der verlorenen Zeit wieder einholen.

Dabei kam ich am Wegesrand hier und da an schönen Motiven vorbei…

…und kam sogar in den Genuss von Radwegen entlang der Strecke.

Aber damit mir bei all diesen Radwegen und asphaltierten Straßen nicht zu langweilig wird hatte sich mein Navi kurzerhand dazu entschlossen erneut auf eine Schotterpiste abzubiegen.

Und auch diese sollte zu einem Trampelpfad übergehen um meine heutige Etappe nicht durch zu viel skaten zu schnell vorüber gehen zu lassen.

Nachdem ich dann sämtlichen Kies und Schotter aus meinen Schuhen ausgelehrt hatte ging es wieder rollend weiter.

Auf dem weiteren Weg kam ich noch an der imposanten Abtei Saint-Michel de Kergonan vorbei.

Anschließen traf ich dann auf den letzten Fahrbahnzustand für die heutige Etappe.

Und dieser begleitete mich dann auch bis an den Strand…

…und die letzten Kilometer an der Küste entlang…

…bis zum Campingplatz, wo auch schon unser guter alter Camper Helmut auf mich wartete.

Nachdem Rucksack und Longboard verstaut waren ging es zusammen mit der Freundin noch ein wenig an den Strand um die Sonne zu genießen…

…bis wir uns dann am Abend mit ihrer Tante und ihrem Onkel sowie deren beiden Kindern, die witzigerweise auch hier in der Bretagne ihren Urlaub verbringen, trafen und bei einem gemeinsamen Abendessen sehr interessante Gespräche führten.

Alles in allem war die heutige Etappe ein wildes durcheinander.

Dennoch war der Tag, besonders wegen dem Besuch am Abend eine erfreuliche Abwechslung.

Morgen führt die Tour dann weiter nach Vannes, wo uns eine mittelalterliche Altstadt erwartet.

Lorient

Da das heutige Ziel auf der anderen Seite der Bretagne liegt, hieß es ab auf die Straße. Diesmal aber motorisiert.

Auf der Fahrt kamen wir immer mal wieder durch kurze Schauer…

…die kurz darauf aber immer wieder den blauen Himmel durchkommen ließen.

Auch der ein oder andere Fluss lag auf der Route.

Gegen frühen Nachmittag erreichten wir dann auch schon das heutige Ziel Lorient…

…und machten uns dort gleich auf den Weg um Block K3 zu besichtigen…

…einen U-Boot-Bunker des größten U-Boot Stützpunktes der Kriegsmarine während des zweiten Weltkrieges.

Von hier aus starteten deutschen U-boote zu ihren Einsätzen im Atlantik.

Man konnte auch ein U-boot, wenn auch aus den frühen Jahren des kalten Krieges, besichtigen…

…und dessen bedrückende Enge…

…und faszinierende Technik bestaunen.

Einige Räume im U-boot waren so gut in Szene gesetzt, dass man erahnen konnte wie es sich bei einem Einsatz unter Wasser angefühlt haben muss.

Nachdem wir uns alles angesehen hatten ging es weiter in Richtung Unterkunft…

…die für die heutige Nacht ein wenig komfortabler ist als die Tage zuvor.

Da der Strand keine 100 Meter vom Hotel entfernt war, erübrigte sich die Frage ob man noch hinunter geht oder nicht.

Unten am Strand erkundeten wir die zerklüfteten Felsen…

…und entdeckten dabei hier und da kleine versteckte Strandabschnitte.

An einem schmalen Pfad entlang der Klippen…

…kamen wir bei unserem Rundgang noch an einem kleinen Häuschen vorbei, das einsam und verlassen oben auf der Klippe stand.

Als die Sonne so langsam unterging machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Hotel um dort den Abend ausklingen zu lassen.

Morgen geht es dann wieder mit Muskelkraft auf vier Rollen weiter.

Saint-Malo

Heute morgen wurde ich von einem prasselnden Geräusch geweckt und ich befürchtete schon das Schlimmste.Aber es war halb so wild, da der Regen nur wenige Minuten anhielt und es bereits nach dem Frühstück schon wieder trocken war.Also ging es raus auf die Strecke mit dem Ziel Saint-Malo. Das gestrige Ziel wollte aber nicht recht weichen und ragte noch eine lange Zeit am Horizont empor.Irgendwann war es dann aber auch verschwunden und ich rollte wie üblich über die Landstraßen……und kam dabei an schönen alten Häusern……und seltsamen Booten mit Rädern vorbei.Einige zeitlang konnte ich so an der Küstenstraße entlangrollen……bis ich mal wieder ein Stück weit wandern musste.Dafür könnte ich am Wegesrand ein paar nette Motive aufnehmen……bevor ich wieder auf festen bzw. rollbaren Untergrund kam.Ab hier ging es dann durch menschenleere Dörfer……bevor ich schon wieder über einen Schotterweg musste.Aber alles nicht so schlimm, denn kurz danach ging es dafür umso schneller in Richtung Saint-Malo.In der Stadt angekommen musste ich nur noch durch ein paar Wohngebiete……vorbei an massiven Bauwerken……und durch kleine Gassen……bis ich dann endlich den Campingplatz erreicht hatte.Dort noch kurz geduscht und schon ging es los in Richtung Hafen……vorbei an der alten Festung mit ihren Bunkern……gewaltigen Mauern……und MG-Nestern die während des Krieges ziemlich heftig einstecken mussten.An der Altstadt, eine ehemalige Freibeuterhochburg des 16. Jahrhunderts, angekommen……war wieder Sightseeing angesagt und es gab neben Kirchen……und Statuen……auch noch die Inselfestung Fort National von 1689……oder die Gezeiteninsel Grand Bé, auf der sich das Grabmal des Schriftstellers François-René de Chateaubriand befindet, zu sehen.Nach einem nicht ganz typisch französischem Essen am frühen Abend ging es dann wieder zurück in Richtung Campingplatz.Auf dem „Heimweg“ begegnete uns dann noch die Kosarenfregatte Étoile de Roy im Hafen der Altstadt.Vom Hafen unterhalb des Campingplatzes konnten wir am Abend noch die letzte Fähre nach Jersey in See stechen sehen.Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir an unserem Bus an und machten es uns für den restlichen Abend gemütlich.Übrigens ist das Wappentier von Saint-Malo ein Hermelin, also eigentlich ein Frettchen. 😁😜Morgen ist für die Tour erstmal etwas anderes angesagt…