Ab hier Urlaub

Heute stand Sightseeing auf dem Programm.

Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Innenstadt von San Sebastián.
Der Weg dorthin führte uns durch kleine Parks…

…und vorbei an interessanten Gebäuden.

In der Innenstadt angekommen überragte der Turm der Kathedrale „Good Shepherd of San Sebastián“ alles in ihrem Umkreis.

Und sie war von innen ebenso überwältigend wie von außen.

Nachdem wir hier durch die Läden gezogen sind, um ein wenig zu shoppen, machten uns weiter auf dem Weg in Richtung Altstadt und überquerten dabei die „Brücke von Maria Cristina“ mit ihren vier imposanten Säulentoren.

Die Altstadt von San Sebastián lud durch ihre vielen kleinen Gassen geradezu zu einer Erkundungstour ein.

Wir entdeckten bei unserer Tour durch die verwinkelten Gassen…

…neben jeder Menge kleiner Läden und Bars…

…auch die Saint Vincent’s Church (Bild unten) und die Basílica de Santa María, von der ich leider kein gutes Bild machen konnte.

Wir streiften noch einen ganze Weile durch die Altstadt…

…bis wir uns dann auf den Weg in Richtung Strand machten..

…wo man im Sand die Kunstwerke von Straßenkünstlern bestaunen konnte.

Am Nachmittag gingen wir zurück zum Hotel um uns kurz frisch zu machen und dann am Abend zur Bucht, der „Playa de La Concha“ zurück zu kehren…

…um dort noch etwas zu Abend zu essen.

Anschließend unternahmen wir noch einen nächtlichen Spaziergang…

…entlang der Strandpromenade zurück zum Hotel.

Da nach intensiver Recherche die einzig noch rollbare Etappe nur noch ca. 30 Kilometer weit führen würde ohne in größeren Kontakt mit dem Straßenverkehr zu kommen, oder ich entweder wandern oder einen kilometerweiten Umweg ins Landesinnere machen müsste, viel – wenn auch leicht geknickt – die Entscheidung, die diesjährige Tour hier in San Sebastián zu beenden.
Leider konnte ich somit mein eigentliches Ziel, Bilbao, nicht auf dem Longboard erreichen.
Aber mein persönliches Ziel, dieses Jahr Spanien zu erreichen habe ich dennoch geschafft.

So, ab hier ist dann Urlaub…

San Sebastián

Heute war anstrengend und gefühlt ewig lang, aber es sollte der letzte Tag in Frankreich und der erste in Spanien werden.

Vormittags musste ich erstmal ein kleines Stück über Kies und Sand wandern…

…bevor ich wieder auf einen Radweg traf.

Diesem folgte ich dann auch eine ganze Weile,…

…bis ich dann von Weitem eine kleine Hafenstadt entdeckte, die direkt auf meiner heutigen Route lag.

Der Weg dort hin war voll von schönen Motiven, für die es sich lohnte kurz anzuhalten.

Aber auch das kleine Städchen hatte ein paar Motive zu bieten.

Ab hier wurde die Strecke leider richtig anstrengend, da ich nun quer durch die Ausläufer der Pyrenäen kam.

Und das bedeutete erstmal rauf auf den Hügel und zwar zu Fuß.

Der Weg nach oben zog sich ewig, doch die grandiose Aussicht lenkte ein wenig davon ab.

Als dann aber der Rad- beziehungsweise Gehweg plötzlich zu Ende war, beschlich mich das ungute Gefühl, dass die heutige Etappe Spuren hinterlassen würde.

Aber noch konnte mich die Aussicht auf den Atlantik weiter motivieren.

Ich wanderte also immer weiter über diesen Trampelpfad, der angeblich ein Teil des EuroVelo-Radweges sein soll…

…bis ich dann den ersten Gipfel erreichte und sah was mich heute noch so erwarten sollte.

Als der Pfad dann weg von der Straße führte und von der Beschaffenheit mehr einem Hindernisparcour als einem Wanderweg ähnelte, kam ich mir vor als wäre ich einen Teil des Jakobswegs gewandert.

Wahrscheinlich habe ich das wirklich…

Die Temperatur stieg heute Mittag wieder über 30°C und so suchte ich mir ein schattiges Plätzchen um eine kurze Pause einzulegen und wieder Kraft zu sammeln.

Longboard und Skaterschuhe sind eindeutig nicht die richtige Ausrüstung für diese Art von Wanderung.

Zwischendurch wurde man trotz der Strapazen immer wieder daran erinnert an welch schönen Ort man gerade ist.

So ging es dann noch recht lange über diesen Pfad bergauf…

…und wieder bergab.

Bis das letzte Stück dann noch richtig schräg wurde und meinen geschundenen Gelenken dann völlig den Rest gab…

…bevor es wieder zurück auf normale Wege ging.

Schließlich kam ich dann in der Grenzstadt Hendaye an, wo ich mir noch das Schloß Abbadie ansah, das nach seinem Bauherrn, dem französischen Weltreisenden und Kartographen Antoine Thomson d’Abbadie benannt ist.

Nach dem kurzen Rundgang ging es weiter durch die Stadt…

…in Richtung spanischer Grenze…

…die mich dann allerdings ein wenig enttäuschte.

Da hier in Spanien der innerstädtische Radweg quasi mit dem Verkehr fließt…

und zwischen den Städten eigentlich nicht existiert…

– ich hab nicht so gerne Autos mit 70Km/h an mit vorbei fahren –

…und ich dazu noch durch die Wanderung nicht mehr ganz so gut zu Fuß war, ließ ich mich aufsammeln um das letzte Stück motorisiert zurück zu legen.

In San-Sebastián angekommen ging es auf direktem Weg zum Hotel, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden.

Für die Tage danach müssen wir uns etwas einfallen lassen.
Wenn die Situation mit den Radwegen nun überall so sein wird muss ich sehen ob ich zumindest noch Teilstücke mit dem Brett zurücklegen kann…

Saint-Jean-de-Luz

Heute hatten wir ein wenig improvisiert.

Mitten drin auf der heutigen Etappe lag das Städtchen Biarritz und wir hatten kurzerhand beschlossen dort eine kleine Sightseeing-Tour zu unternehmen.

Also ging es am Morgen erstmal mit dem Bus dort hin.

In Biarritz angekommen, schlenderten wir erst einmal an der Strandpromenade entlang und kamen dabei ein einem kleinen Felsen vorbei auf den eine Brücke führte.

Von dem Felsen aus hatte man einen tollen Rundumblick…

…über den Golf von Biskaya.

Nachdem wir genug Ozean gesehen hatten, ging es in die Altstadt mit ihren vielen schönen Gebäuden…

…und Kirchen…

…oder auch den maskierten Schweinchen die man hier und da entdecken kann.

Wir erkundeten die ein und andere kleine Gasse…

…und den Markt, wo wir uns noch ein paar frische Zutaten für das Abendessen besorgten.

Nachdem wir genug von Biarritz gesehen hatten ging es für mich wieder auf dem Brett weiter.

Ab hier wurde die Route etwas hügeliger als die letzten Tage…

…und so musste ich öfter mal absteigen und ein Stück bergauf wandern.

Aber von den Hügeln hatte man einen schönen Blick in Richtung Meer.

Ich durchquerte ein paar kleine Gemeinden…

…entdeckte dabei versteckte Street-Art…

…und wundervolle Aussichten auf den Atlantik.

Gegen Ende der heutigen Etappe wurde der Weg dann etwas anstrengender als geplant, denn irgendwie führte der Radweg plötzlich eine Schotterpiste nebst Treppe einen recht steilen Hügel hinauf.

Aber das tolle an Hügeln ist ja, dass es auf der anderen Seite auch wieder hinab geht.

Und wenn der Weg dann auch noch gut geteert ist macht es gleich doppelt so viel Spass.

Am Campingplatz bei Saint-Jean-de-Luz angekommen wurde ich bereits ungeduldig erwartet um endlich hinunter zum Strand zu gehen…

…wo wir dann auch den restlichen Nachmittag verbrachten…

…bevor wir dann zum Abendessen zu Helmut zurück kehrten.

Labenne

Heute sind wir irgendwie sehr früh wach geworden und dann auch schon recht früh aufgebrochen.
War aber nicht schlimm, denn so musste ich schon mal nicht durch die krasse Mittagshitze fahren.

Am Anfang der heutigen Etappe teilte ich mir die Straße noch mit den Autos und allem anderen motorisiertem.

Die meiste Zeit führte die Route heute aber wieder über Radwege neben der Straße.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber wie gut das Radwege-Netz hier ausgebaut und auch genutzt wird…

…bis mir dann wieder klar wird dass die Radwege hier zu einem Teil der Tourismus-Infrastruktur gehören und dass die meisten Menschen die mir hier auf dem Radweg begegnen Touristen oder Radreisende sind.

Auf meiner heutigen Strecke kam ich durch mehrere kleine Städte und hatte dabei auch ein paar Flüße zu überqueren.

Hier gab es aber diesmal Brücken und ich musste nicht extra eine Fähren nehmen.

Ich folgte heute auch eine ganze Weile einem kleinen Fluß…

…der sich durch mehrere Dörfer mit ein paar interessanten alten Gebäuden schlängelte…

Nachdem ich den kleinen Fluß dann überqueren und hinter mir lassen musste…

…begegnete mir ein junger Franzose der eines meiner weiteren Boarding-Hobbies mit mir teilt.

– Hier steht ein vollausgestattetes Trampa Holy Pro mit 160Kv DualMotor-Antrieb!!!
Das Teil hat 7200 Watt Gesamtleistung, das sind fast 10PS !!! –

Nachdem wir uns ein wenig über unser Hobby unterhalten und gefachsimpelt haben setzten wir beide unsere Reise weiter fort und wenige Kilometer später kam ich auch schon am heutigen Zielort Labenne an.

Da ich heute bereits sehr früh losgefahren bin, kam ich auch dementsprechend früh schon am Ziel an und somit war noch viel freie Zeit übrig.

Also Freundin und Sachen gepackt und ab ins Dorf.
Dort kurz ein Eis geholt…

…und dann ab an den Strand.

Da gerade die Flut einsetzte hatten wir sehr viel Spaß in den Wellen, die hin und wieder auch recht groß wurden.
Hier verbrachten wir den restlichen Tag, bevor wir dann am Abend zu unserem Bus zurückkehrten.

Die morgige Etappe wird dann die letzte in Frankreich sein, denn Übermorgen werde ich die spanische Grenze überqueren.

Messanges

Heute war Halbzeit!
Und aus diesem Grund hab ich mal Urlaub gemacht.
Das heißt, aufstehen, zusammenpacken und losfahren. Nur dieses Mal mit dem Bus.

– Ich roll‘ heute keinen Meter von selbst… –

Heute haben wir mal etwas länger ausgeschlafen und sind nach dem Frühstück zu unserem nächsten Ziel gemeinsam aufgebrochen.

Anfangs mussten wir etwas ins Landesinnere fahren, da wir das Raketentestgelände „DGA Essais de missiles“ des französischen Militärs umfahren mussten.
Dadurch kamen wir aber durch ein paar malerische Dörfer…

…bevor es dann weiter über Landstraßen ging.

Ich bin ganz froh darüber, heute eine Pause eingelegt zu haben.
Denn schon zur Mittagszeit stieg die Temperatur auf über 34°C…

…ich wäre heute geschmolzen, wenn ich nicht auf dem Beifahrersitz im klimatisierten Bus gesessen hätte.

Nach einem kurzen Stück über die Autobahn ging es dann wieder zurück auf die Landstraßen in Richtung Messanges wo wir heute unser Lager aufschlugen.

Dort angekommen organisierten wir mir kurz einen Sonnenschirm, damit ich nicht komplett verbrenne und verbrachten den Nachmittag am Strand.

Um den erholsamen Tag noch abzurunden haben wir dann am Abend noch gemütlich gegrillt.

Morgen beginnt dann die zweite Hälfte der Tour und so langsam kommen wir der spanischen Grenze immer näher…

Biscarrosse

Die heutige Etappe sollte eine der kürzesten der diesjährigen Tour werden und meinen Beinen ein wenig Erholung gönnen.

Zunächst ging es am Vormittag weg vom Campingplatz an der Düne, eine ganze Weile lang leicht bergab.

Da ich so gut wie alleine auf dem Radweg unterwegs war, war Asphaltsurfen angesagt.

Es war wundervoll die ganze Fahrbahn ausnützen zu können.
Durch den Fahrtwind merkte ich allerdings erst recht spät wie heftig die Sonne heute wieder von oben brannte.

Doch die Route führte mich zum Glück auch ein gutes Stück durch schattige Wälder…

…in denen ich mich wieder etwas abkühlen konnte.

Nachdem ich die Anhöhe der Düne hinter mir gelassen und die ein oder andere Hauptstraße überquert hatte…

…ging es recht gemütlich durch das letzte Stückchen schattigen Wald…

…bis ich dann Biscarrosse erreicht hatte.

Hier kurzerhand wieder den Campingplatz und Helmut gesucht und gefunden…

…und ab an den Strand.

Wie gesagt, es war heute eine der kürzesten Etappen der Tour und dementsprechend früh kam ich auch schon am Ziel an und hatte somit auch viel Zeit um in der Sonne zu entspannen und im Meer baden zu gehen.

– scheiße, hab ich jetzt einen Sonnenbrand !!! –

Am Abend schlenderten meine Freundin und ich dann noch über den Marktplatz und sahen uns alle möglichen kleinen Geschäfte an und aßen hier und da eine Kleinigkeit an den unzähligen Snackbars…

…bevor wir uns auf den Rückweg zu Helmut machten und den Tag ausklingen ließen.

Pyla sur Mer

Als ich am Vormittag in Richtung „Cap-Ferret“ aufgebrochen war, hatte sich das Wetter im Vergleich zu gestern kaum verändert und der Himmel war immer noch grau.

Ich fuhr anfangs noch durch kleinere Dörfer bis ich dann wieder auf den EuroVelo traf.

Hier kam ich wieder sehr gut voran und auch am Himmel kam immer mehr Blau zwischen den Wolken hindurch.

Je näher ich meinem ersten Ziel kam, umso weiter weg von der Hauptstraße führte mein Weg.

Als ich dann in „Cap-Ferret“ ankam musste ich nur noch die Anlegestelle für die Fähre finden, die mich über die Bucht „Bassin d’Arcachon“ bringen sollte.

Gerade noch rechtzeitig habe ich es geschafft ein Ticket für die Überfahrt nach Arcachon zu kaufen und zur Fähre zu kommen.

Nach einer guten halben Stunde kam ich dann auf der anderen Seite der Bucht in Arcachon an…

…und machte mich gleich auf den Weg entlang der Strandpromenade…

…in Richtung des heutigen Ziels, der größten Düne Europas, der „Dune du Pilat“.

Von Arcachon aus waren es nur noch ungefähr zehn Kilometer, die ich dank des guten Radweges recht schnell hinter mich gebracht hatte.

Am Campingplatz bei Pyla-sur-Mer angekommen legte ich rasch meine Ausrüstung ab und es ging direkt zur Düne.

Und die war einfach nur gewaltig.
Beinahe senkrecht türmen sich die Sandmassen vor einem auf…

…und diese zu erklimmen ist alles andere als ein Spaziergang.

Oben angekommen erkennt man erst wie gigantisch die Ausmaße der Düne, die bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang ist, sind.

Um zum Strand zu gelangen reicht es natürlich nicht einfach aus die Düne zu erklimmen.
Man muss auf der anderen Seite auch wieder hinunter steigen, hat dabei aber eine unglaubliche Aussicht…

…und kommt dabei auch mitten durch ein Gleitschirm-Eldorado.

Unten am Strand angekommen lagen meine Freundin und ich noch ein paar Stunden in der Sonne bis es Abend wurde…

…und wir uns wieder auf den beschwerlichen Rückweg, durch eine wüstenähnliche Szenerie, machten.

Auf dem Gipfel der Düne angekommen legten wir noch eine kurze Pause ein und sahen noch eine Weile dem Sonnenuntergang über der Bucht zu…

..bevor es dann wieder nach untern zum Campingplatz ging auf dem wir die heutige Nacht verbringen werden.


Lacanau

Heute war der Himmel leider durchgehend grau und die Temperaturen wieder weiter weg von den oberen Zwanzigern.

Aber das sollte mich jetzt weniger aufhalten.
Also raus aus dem Bett und rauf aufs Brett.

Die heutige Etappe führte direkt vom Strand weg hinein in den Wald.

In einen Wald in dem ein höllischer Lärm herrschte.

Ohne Zweifel war der Wald fest im Besitz von zig tausenden von Zikaden, die hier fröhlich musizierten.

Und das in einer Lautstärke, dass es zeitweise schon wieder unheimlich war.
(ruhig mal auf das Bild unten klicken falls ihr das Tierchen nicht gleich erkennt)

Ich rollte also weiter mit Soundkulisse durch den Wald und kam dank des ausgezeichneten Asphalts sehr schnell voran.

Aber es wäre ja keine Herausforderung wenn die Strecke durchgehen guten Belag hätte.
Also hier und da mal eben bisschen was gröberes unter die Rollen damit man auch mal wieder etwas Kraft aufbringen muss um voran zu kommen.

Auf dieser Etappe wichen die gewohnten Schilder des EuroVelo diesen auch ganz netten Wegweisern, die mir den gelegentlichen Blick aufs Navi ersparten.

Es ging stundenlang gefühlt immer tiefer in den Wald…

…bis es dann plötzlich immer lichter wurde und ich an dieser Bank nebst improvisierter Hundehütte eine kurze Pause einlegte.

Denn direkt danach wurde der Weg abenteuerlich.

Er bestand eigentlich nur noch aus aneinandergereihte Betonplatten…

…die der Witterung vollkommen überlassen wurden.

Teilweise war an ein vorankommen mit dem Brett nicht mehr zu denken und mir blieb nichts anderes übrig als zu wandern…

…und das für mehrere Kilometer, was meinen Zeitplan heute ziemlich durcheinander brachte.

Nach einer guten Stunde Fußmarsch ging es dann wieder auf befahrbarem Untergrund weiter und die letzten Kilometer bis zum Campingplatz vergingen wie im Flug.

Der heutige Campingplatz übertrifft alles was ich bisher erlebt habe.
Ein unglaublich großes Gelände das neben mehreren Pools und Restaurants auch noch einen Tennisplatz und sogar einen eigenen Car-Wash-Service und mehrere Themenbereiche für Kinder bietet.

Es war gar nicht so einfach Helmut in diesem Labyrinth zu finden.

Nachdem ich es dann aber doch irgendwie geschafft hatte legte ich die Ausrüstung ab und machte mich mit meiner Freundin auf den Weg zum Strand.
Leider war heute kein Badewetter, denn die Wellen hätten sicherlich für jede Menge Spaß gesorgt.

Am Abend gab es dann noch ausreichend Kalorien um bei Kräften zu bleiben…

…bevor wir den Abend am Bus ausklingen ließen.

Montalivet

Die heutige Etappe bestand aus zwei bzw. drei Teilen.
Der erste Teil war eine relativ kurze Strecke von knappen zehn Kilometern bis nach Royan.

Die Strecke dorthin führte nie weit vom Meer entfernt…

…vorbei an einem Leuchtturm…

…und vorbei an Austernhütten denen man hier an der Küste häufiger begegnet.

In Royan angekommen musste ich erst einmal durch die ganze Stadt in Richtung Fährhafen fahren.

Gott sei dank musste ich mich dabei nicht durch den Verkehr oder durch die ganzen Fußgänger schlängeln, sondern kam durch den sehr guten Radweg schnell voran.

Auf dem Weg zum Hafen kam ich noch an einigen wenigen Denkmälern vorbei…

…bis ich dann schließlich die Fähre sehen konnte, die uns über „La Gironde“ bringen sollte.

Da ich seltsamerweise mit dem Brett schneller war als meine Freundin mit Helmut…

…wartete ich dort bis die beiden endlich eintrafen und hoffte darauf, dass die Fähre nicht bereits ohne uns losfuhr.

Aber die beiden haben es noch rechtzeitig geschafft und ich bin kurzerhand aufgesprungen und mit auf die Fähre gefahren…

…die uns dann rüber nach „La Pointe de Grave“ brachte.

Dort angekommen sprang ich wieder ab und rollte wieder mit Eigenantrieb weiter.

Zu Beginn dieses Teils der Etappe ging es noch direkt neben dem Strand entlang…

…bevor sich die Strecke dann in endlosen Geraden hinter den Dünen verlor.

Die einzige Abwechslung auf diesen Wegen war die wechselnde Vegetation oder dass hin und wieder eine Straße den Weg kreuzte.

Es ging etliche Kilometer stur gerade aus.
Nicht eine einzige Kurve auf dem Weg.
NICHT EINE EINZIGE!!!

Also musste ich mir die Zeit vertreiben indem ich beim Fahren ein wenig mit der Kamera spielte.

Das letzte Stück vor dem Campingplatz in Montalivet ging, als hätte man es anders erwartet, ewig gerade aus.

Dort angekommen machten wir uns fertig und gingen noch ein paar Stunden an der Strand..

…und aßen am frühen Abend noch eine Pizza beim französischen Italiener. 😀

Später am Abend zogen noch ein paar Wolken über dem Meer auf.
Hoffentlich bleiben die nicht länger, denn die letzten Tage waren perfekt zum Skaten…

Saint-Palais-sur-Mer

Da wir heute noch Proviant für die nächsten Tag einkaufen mussten, fuhr ich ein Stück mit dem Bus mit.
Und wie sich herausstellte war die Entscheidung gar nicht so dumm, denn der Radweg neben der Straße wäre eine Zumutung gewesen und ich hätte wohl einige Kilometer weit laufen müssen.

Nach dem Einkaufen ließ ich mich noch bis über den Fluss „La Seudre“ mitnehmen…

…wo ich dann kurz nach der Brücke absprang um wieder mit Eigentantrieb voran zu kommen.

Direkt nach der Brücke führte ein extrem gut asphaltierter Radweg direkt in den Wald…

…und es war natürlich der EuroVelo1 oder auch „La Vélodyssée“ wie dieser Abschnitt heißt.

Die Straße war dermaßen gut zu befahren, dass es schon wieder motivierend war sobald es ein wenig bergauf ging und dadurch etwas anstrengender wurde.

Obwohl die Route mitten durch einen Wald verlief wurde man kaum von der brennenden Sonne verschont und ich war froh über jeden Baum der ein wenig Schatten spendete.

Zwischendurch blitzte etwas rotes durch die Bäume hindurch…

… und ich machte einen kurzen Abstecher abseits der Route um einen besseren Blick zu bekommen.

Nach dieser kurzen Pause ging es wieder zurück aufs Brett und nach und nach veränderte sich die Vegetation.
Es sah immer mehr danach aus als ob ein Strand in der Nähe sei…

…und nach paar Kurven stand ich plötzlich neben einer ca. 5 Meter hohen Düne.

Ein paar minuten Fahrt später verließ die Route den Wald und ich konnte endlich das Meer sehen.

Hier fuhr ich dann einige Kilometer immer an der Strandpromenade entlang…

…und hatte dabei auch hin und wieder einen wunderschönen Blick aufs Meer, ohne dabei ständig Badegäste vor der Kamera zu haben.

Das letzte Stück der heutigen Etappe führte dann noch neben einer Straße bis nach „Saint-Palais-sur-Mer“…

…wo ich dann kurz Brett und Rucksack in den Bus warf und auf direktem Weg zum Strand ging…

…um dort den Nachmittag in der Sonne liegend zu verbringen…

…bevor dann am frühen Abend noch gegrillt wurde.

Die morgige Etappe führt zunächst nach Royan, von wo aus ich dann die Fähre nach La Pointe de Grave nehmen werde um anschließend weiter nach Montalivet zu rollen.

Gute Nacht und bis morgen.